Kärcher hat 2023 einen Umsatz von 3,294 Mrd. Euro erzielt, ein Plus von 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr; ohne Berücksichtigung von Währungseffekten betrug das Wachstum sogar 8,2 %. Privatkunden und Profianwender tragen in etwa gleich viel zum Umsatz bei.

86 % seines Umsatzes erwirtschaftet das Familienunternehmen aus Winnenden im Ausland und hat auch im vergangenen Jahr mit Betriebsneugründungen (Usbekistan, Vietnam) in die Erschließung neuer Märkte investiert. Durch die Produktion seiner Geräte in den Regionen, in denen sie verkauft werden, reduziert Kärcher Lieferwege und Emissionen und will sich gleichzeitig unabhängiger von geopolitischen Krisen machen. Die Kärcher-Gruppe umfasst mehr als 160 Firmen in 82 Ländern und beschäftigt 16.000 Mitarbeitende, 670 mehr als im Vorjahr.
Kärchers Nachhaltigkeitsmanagement agiert seit 2023 aus einem eigenen Unternehmensbereich heraus, womit die strategische Bedeutung des Themas stärker organisatorisch verankert ist. Das Unternehmen hat seit 2020 trotz positiver Geschäftsentwicklung den CO2-Ausstoß an seinen Produktions- und Logistikstandorten um 29 % reduziert. Für ein neuartiges Verpackungskonzept aus Erbsenstärke, das Kunststoff-Inlays ersetzt, hat Kärcher den Sustainability Heroes Award 2023 erhalten.
Ein anderer Schwerpunkt in den Bemühungen für eine saubere Umwelt lag 2023 auf dem Thema Wasser: Bei den „Kärcher Cleanup Days“ haben über 500 Mitarbeitende in 20 Ländern Gewässer und Strände von Abfall befreit. Das Unternehmen hat auch die Organisation One Earth – One Ocean dabei unterstützt, Plastikmüll aus dem stark verschmutzten kambodschanischen Fluss Mekong zu sammeln. Im Einsatz für den Erhalt historischer Monumente wurden wieder kostenlose Reinigungsprojekte durchgeführt, darunter in Hiroshima, Helsinki, Athen und Speyer.
Mit dem Start ins Jahr 2024 hat Kärcher seine Organisation neu aufgestellt und den Vorstand auf sechs Mitglieder erweitert. Damit will das Unternehmen die Voraussetzungen schaffen, strategisch wichtige Wachstumsfelder wie Technologie, Digitalisierung und Nachhaltigkeit voranzutreiben und auf künftige Herausforderungen auszurichten.
Produktseitig soll es dieses Jahr mehrere Innovationen geben. Dazu gehören im Professional-Bereich zwei Neuheiten aus dem Robotik-Portfolio: eine autonome Scheuersaugmaschine für flächenintensive Anwendungsfelder und einen Saugroboter für kleine bis mittelgroße Teppich- und Hartbodenflächen. Darüber hinaus will man zur IFAT im Mai eine neue, erstmals vollelektrische Kehrmaschine vorstellen. /mjt