Mit der Organisation eines Unternehmens sind immer wieder die Aspekte wie Qualitätssicherung, Umweltschutz oder Arbeitssicherheit verbunden. Bislang wurden diese oft getrennt betrachtet. Dieser Verfahrensweise begegnet LR Facility Services (Barnstorf) ab sofort mit einem sogenannten integrierten Managementsystem (IMS).
Die Führungskräfte von LR waren im Vorfeld der Einführung des IMS angehalten, genau zu analysieren, wo das Unternehmen strategisch gesehen steht und welche Maßnahmen den größten Erfolg versprechen. In den Bereichen Umweltschonung und Arbeitssicherheit lagen diese vorwiegend
- in der Einhaltung gegebener Vorschriften,
- bei den Umweltbelastungen durch die Leistungsausführung (Abwässer, Abfälle, Ressourcen- und Energieverbrauch),
- bei der Erfassung der firmeninternen Stoffströme (Inputs, Outputs),
- in der Störfall- und Notfallvorsorge und
- beim Arbeits- und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter.
Auf das Qualitätsmanagement bezogen steht nach wie vor die Kundenzufriedenheit ganz oben auf der Zielliste.
Darüber hinaus war festzustellen, ob eine rechtssichere LR-Organisation mit eindeutig festgelegten und dokumentierten Betriebsabläufen gegeben ist. Dies war nahezu hundertprozentig der Fall, jedoch bestanden Möglichkeiten der Optimierung durch die Integration der verschiedenen Managementsysteme. Die Praxis belegte, dass sich Ökonomie, Qualitätssicherung, betrieblicher Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge nicht voneinander trennen lassen und eine Reihe von Gemeinsamkeiten aufweisen, wie zum Beispiel:
- harmonisierbare Unternehmensziele,
- die Verankerung eines kontinuierlichen Verbesserungs-
prozesses (KVP),
- die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und
Existenz,
- die Erhöhung der Betriebssicherheit, Vermeidung von
Störfällen,
- Imagegewinne und die Verbesserung der Kundenzufriedenheit und Mitarbeitermotivation,
- der Aufbau einer transparenten und effizienten Unternehmensorganisation,
- prozessbezogene Regelungen (Richtlinien, Verfahrens-, Arbeits- und Betriebsanweisungen),
- mitarbeiterbezogene Regelungen (Schulungen, Kommunikation, Unterweisung),
- entsprechende Dokumentationen (Objektmanuals, mitgeltende Unterlagen).
„Ein integriertes Managementsystem trägt wirksam dazu bei, neben Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz auch die Rechtssituation unseres Unternehmens sicherzustellen“, stellt Geschäftsführer Christian Hinsenhofen fest. „Meist sind ja erst Vorfälle Auslöser dafür, über die potenziellen Gefahren nachzudenken und zu Präventionsmaßnahmen zu greifen. Wir haben da eine andere Auffassung und wollen vorbeugend handeln.“
In Unternehmen der Gebäudereinigung sind grundsätzlich verschiedene Abläufe und Bereiche wie die Arbeitsplanung, Objektbetreuung oder der Vertrieb zu organisieren. In der Planung und Ausführung eines Objektauftrages sowie phasenübergreifend geht es um die Einhaltung von Vorgaben zur Qualität, um die Beachtung von Umweltanforderungen und Arbeitsschutzrichtlinien zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter.
Jeder dieser Aspekte kommt – wenn auch in unterschiedlichem Maße – in Unternehmen vor und damit lassen sich die einzuhaltenden Vorgänge sinnvoll in einer einzigen Beschreibung zusammenführen. Die Mitarbeiter im Objekt beispielsweise sind zur Ausführung der Arbeiten auf die genauen Leistungshinweise und -vorgaben angewiesen genauso wie auf die Kenntnis über einzuhaltende Sicherheitsregeln an einer Maschine oder im Umgang mit den benötigten Reinigungsmitteln. Ein sicheres Organisationssystem, das die Qualitätsforderungen an die Dienstleistung sowie die in jedem Unternehmen oder jedem Objekt relevanten Arbeitssicherheits-, Gesundheitsschutz- und Umweltaspekte berücksichtigt, ist ein integriertes Managementsystem (IMS).
„Nicht die nebeneinander existierende Systeme“, attestiert Angelika Hinsenhofen, „sondern eine ganzheitliche Sichtweise des kompletten Unternehmens mit allen Risiken führt zu optimalen Abläufen, die nicht nur uns, sondern vornehmlich unseren Kunden zugutekommen. Für uns gelten Regeln wie die Kundenorientierung, die Ablaufoptimierung in der Objektbearbeitung, höchstmögliche Fehlervermeidung, Wirtschaftlichkeit der Objekte und die Umweltverträglichkeit der Leistungssysteme.“
Die Integration der verschiedenen Standards ISO 9001, ISO 14001 und OHSAS 18001 zur Umsetzung von Arbeitssicherheit, Gesundheitsvorsorge, Umweltschutz und Qualität erfolgt bei LR Facility Services prozessorientiert und unabhängig von der Struktur einschlägiger Normen. Diese sind vornehmlich der Rahmen. Im Mittelpunkt des Managementsystems stehen unangefochten die auf den Kunden ausgerichteten, wertschöpfenden Geschäftsprozesse. Daneben bilden Führungs- und unterstützende Prozesse das Bindeglied zu diesen Kernprozessen mit dem Ziel, kontinuierliche Verbesserungen der internen Betriebsabläufe zu erzeugen.
So werden die Prozesse des Unternehmens ganzheitlich geregelt, dienen zur dauerhaften Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und sind somit wirksames Instrument zur Erreichung der gesetzten Ziele des Unternehmens.
Insgesamt ist das integrierte Managementsystem nach Unternehmensangaben eine Investition in die Zukunft. Seit Oktober 2014 ist LR nach DIN EN ISO 9001 (Qualität), DIN EN ISO 14001 (Umwelt)und OHSAS 18001 (Arbeitssicherheit) durch die ZDH-ZERT GmbH zertifiziert.