
Dorfner ist im vergangenen Jahr erneut gewachsen. Der Gesamtumsatz stieg um fünf Millionen Euro auf 232 Millionen Euro. Damit habe das Unternehmen das gute Vorjahresergebnis von
227 Millionen Euro nochmal übertreffen und die Positionierung als einer der führenden Gebäudedienstleister weiter festigen können, sagte Gesamtgeschäftsführer Peter Engelbrecht und betonte: „An
unserem Wachstumskurs halten wir nach wie vor fest.“
Deshalb werde das Leistungsportfolio stetig an die Erfordernisse des
Marktes angepasst. Außerdem setze Dorfner auf gut ausgebildete, qualifizierte Mitarbeiter. Der Fokus werde künftig noch stärker auf der Personalentwicklung liegen. Dazu gehören Maßnahmen im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie das Weiterbildungsangebot der Hans-Dorfner-Akademie.
Umsatzsteigerungen gab es in allen Geschäftsfeldern. Die
Gebäudereinigung hält mit 170,4 Millionen Euro (73,4 Prozent) nach wie vor den größten Umsatzanteil. Dazu gehört auch Reinraumreinigung. Der Geschäftsbereich Catering erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von 43,3 Millionen Euro (Vorjahr: 43 Millionen Euro). Der Anteil am Gesamtumsatz lag bei 18,6 Prozent.
Im Gebäudemanagement, wo Peter Engelbrecht das größte Wachstumspotenzial sieht, erreichte das Unternehmen eine Steigerung von neun auf 9,8 Millionen Euro (Umsatzanteil: 4,2 Prozent). Vorzeigeprojekt ist seit Beginn des Jahres die Uferstadt in Fürth. Dorfner verantwortet dort nicht nur die gesamte
Palette infrastruktureller Gebäudemanagementdienstleistungen wie Flächenmanagement, Grünanlagenpflege, Unterhaltsreinigung oder Gebäudeservice, sondern auch das technische Gebäudemanagement: vom Energie- über das Gewährleistungsmanagement bis zu Bedienung, Inspektion, Wartung und Prüfung technischer Anlagen. Die Geschäftsbereiche Gebäudereinigung und Catering sind ebenfalls in den Auftrag eingebunden – unter anderem durch die Unterhaltsreinigung und ein neues Betriebsrestaurant.
Auch die Aktivitäten in Deutschlands Nachbarländern konnte das Familienunternehmen im vergangenen Jahr ausbauen: Zwölf Millionen Euro des Gesamtumsatzes entfielen auf die Auslandsgesellschaften in Österreich und Tschechien (Vorjahr: elf Millionen Euro). Weitere 8,8 Millionen Euro erzielte das Tochterunternehmen DGD Werbeartikel (Vorjahr: sechs Millionen Euro). Eine Erweiterung im Dienstleistungsangebot des Unternehmens, wofür 2015 der Weg geebnet wurde, ist eine neue zentrale Großwäscherei in Würzburg. Im Februar 2016 eröffnet, werden in der Waschstraße nicht nur die Reinigungstextilien aus den von Dorfner betreuten umliegenden Objekten gewaschen. Auch Aufträge für Berufsbekleidung, Wäsche aus Lebensmittelbetrieben und Krankenhäusern werden von
Kunden aus einem Umkreis von 200 Kilometern rund um Würzburg angenommen. Die Wäscherei ist ausgelegt für zehn Tonnen Wäsche pro Tag und arbeitet nach den Richtlinien für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert Koch-Instituts. Alle
Textilien werden desinfizierend gewaschen und entsprechen damit den Anforderungen sensibeler Bereiche wie im Gesundheitswesen oder in der Lebensmittelverarbeitung.
10.250 Menschen waren 2015 bei Dorfner beschäftigt (Vorjahr: 10.315). 40 Auszubildende (Vorjahr: 46) lernten ihr Handwerk im Unternehmen, davon 25 Glas- und Gebäudereiniger, zwölf Bürokaufleute und drei Köche.
Dorfner wurde 1949 gegründet und gehört laut Lünendonk-Studie heute zu den Top 20 der Facility-Service-Unternehmen in Deutschland.