Konzept der „sauberen Fabrik“ Hochwertige Fabrikanlagen erfordern Profiservice

Die Ansprüche klassischer Gebäudereinigung sind mit jenen der Industriereinigung nicht deckungsgleich. Dienstleister dürfen nicht nur den Produktionsprozess so wenig wie möglich behindern, sondern tragen die Verantwortung für hochwertige Maschinen.

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    Zwei G.I.S.-Mitarbeiter reinigen eine industrielle Waschanlage.
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Hochwertige Fabrikanlagen erfordern Profiservice

-Die G. I. S. Gesellschaft für Industrieservice AG aus dem nordbayerischen Karlstein hat sich darauf spezialisiert, mit ihren 2.000 Mitarbeitern in Industriebetrieben für technische Reinigung und bestens gewartete Maschinen zu sorgen. So kümmern sich um die zahlreichen Auftraggeber abhängig von deren Anforderungen entweder regelmäßig erscheinende Einsatzteams oder auch mehrere permanent abgestellte G.I.S.-Kräfte. Vertraut mit dem Betrieb müssen die Leute in jedem Fall sein, da technische Reinigung neben der Säuberung von Oberflächen immer auch Instandhaltung und vorbeugende Wartung bedeutet.

Tätigkeitsschwerpunkt der G.I.S. ist, alle in der Industrie vorkommenden Fertigungsmaschinen zu reinigen – angefangen bei konventionellen Einzelmaschinen über verkettete Maschinengruppen bis hin zu Fertigungsstraßen. Dabei ist das höchste Ziel des Dienstleisters aus Bayerisch Rhein-Main, die technisch einwandfreie Reinigung und Funktionsfähigkeit der Fertigungsanlagen bei gleichzeitiger Minimierung der Kosten zu ermöglichen. So garantiert die G.I.S. all ihren Kunden bei Neuvergabe der Maschinenreinigung eine Produktionsratenerhöhung von mindestens fünf Prozent. Die Organisation der Reinigung erfolgt mit Hilfe von Reinigungsplänen, welche mittels des „easy clean“-Konzeptes individuell und den spezifischen Bedürfnissen des Auftraggebers entsprechend erstellt werden. Diese Reinigungspläne sind es auch, die jedem Kundenbetrieb ein Höchstmaß an Transparenz bieten, da ihnen Maschinenbezeichnung und Reinigungsintervall entnommen werden können. Des Weiteren wird für jede erbrachte Dienstleistung ein komplettes Abnahmeprotokoll zur lückenlosen Dokumentation der Arbeiten erstellt. Know-how-Verluste auf Seiten des Auftraggebers werden damit ausgeschlossen.

Maschinenreinigung als Ausgangsbasis

Dass in diesem Bereich mitunter andere Anforderungen als in der klassischen Reinigungsbranche entstehen, liegt auf der Hand. Denn Kunden in der Industrie sind in erster Linie an der technischen Langlebigkeit ihrer größtenteils extrem teuren Maschinenparks interessiert. Insofern ist die technische Reinigung von Maschinen meist die Ausgangsbasis eines ganzheitlichen Konzepts zur effizienten Aufrechterhaltung der Betriebstätigkeit. Sowohl Folgedienstleistungen wie Öl-Schmierdienst, Fluidmanagement, Wartung, Hallenbodenreinigung, aber auch Hausmeisterdienste wie Grünanlagen- oder Winterdienst runden ein Spektrum ab, das es der Industrie erlaubt, sich auf ihre Haupttätigkeiten zu konzentrieren und dennoch jederzeit auf ein perfekt unterhaltenes Objekt vertrauen zu können.

Daher geht jede technische Reinigung Hand in Hand mit der so genannten „vorbeugenden Wartung“. Das heißt: Die G.I.S. entfernt regelmäßig Metallspäne, säubert beispielsweise Lüftungen und Motoren und gewährleistet, dass die Anlagen jederzeit top in Schuss sind. Defekte und Produktionsausfälle werden so schon im Ansatz verhindert. Ergänzend zu den Wartungs- sowie Instandhaltungsarbeiten, die die G.I.S. ebenfalls in ihrem Kerngeschäft anbietet, entsteht dadurch ein optimales Konzept zur Produktivitätserhaltung ganzer Fabriken. Die Ergebnisse sind eine deutlich längere Lebensdauer der Maschinen des Kunden, Entlastung der betriebseigenen Mitarbeiter, erhöhte Produktionskapazität, geringere Kosten für Personal sowie für Reparaturen und sinkende Stillstandzeiten – zum einen dank der G.I.S.-Arbeiten außerhalb der Betriebszeiten, zum anderen durch weniger auftretende Defekte.

Basierend auf diesen Gegebenheiten darf sich industrielle Reinigung nie nur auf Maschinen an sich beschränken, sondern sollte allein schon aus Gründen des Unfallschutzes das Umfeld stets miteinbeziehen. Hier leistet die G.I.S. unter anderem die Entsorgung von Abfall sowie Spänen und reinigt alle Arten von Hallenböden, die in der Industrie üblich sind, mit individuell geeigneten Maßnahmen. Dafür sind unter anderem äußerst leistungsfähige Geräte der Hersteller Hako und Kränzle im Einsatz. Ein Plus an Service ist angesagt, wenn es um die bei der Arbeit benötigten Putzlappen geht. Entweder werden die Lappen des Kunden benutzt oder über einen Subunternehmer wird eigenes Material beschafft und nach der Benutzung wieder entsorgt.

Reinigung mit CO2 oder Heißdampf

Zudem stehen weitere Spezialtechniken wie die Reinigung mit CO2 oder Heißdampf zur Verfügung. Das Trockeneis (= CO2) vereist den Schmutz bei einer Temperatur von –78°C und sprengt diesen von der Oberfläche ab. Bei Grundreinigungen und Generalüberholungen liefert dieses rückstandslose Verfahren viel bessere Ergebnisse, die letztlich den Werterhalt der Anlage sicherstellen und die höheren Kosten mehr als ausgleichen. Bei der Heißdampf-Reinigung wird dagegen das andere Ende der Temperaturskala benutzt. Hier handelt es sich um eine Art „Premiumversion“ von Hochdruckreinigern, die mit bis zu 600°C arbeitet. Auch besonders tief sitzende Verschmutzungen werden so aus den Oberflächen herausgelöst.

Günstiger bei besserer Qualität

Der entscheidende Vorteil all dieser Bemühungen: Die Mitarbeiter reinigen und warten nicht „nebenbei“, sondern als ihr Kerngeschäft, was eine größere Kompetenz und Qualität mit sich bringt. „Das Outsourcing der Maschinenreinigung lohnt sich bei uns in jeder Hinsicht“, erklärt Albert Bernbach, Controller eines Automobilzulieferers, der langjähriger Kunde der G.I.S. ist. „Reinigungstätigkeiten sind für das eigene Personal immer lästig, da sie zusätzlich zu den eigentlichen Aufgaben zu erledigen sind und oft nicht der eigentlichen Ausbildung der Menschen entsprechen.“ Sowohl Motivation als auch Erfahrung seien daher meist nur suboptimal ausgeprägt, so Bernbach. Entscheidender Vorteil der Fremdreinigung sei folglich die Tatsache, dass die Produktionsausfallzeiten reduziert und damit die Maschinenlaufzeiten verlängert würden. Dies ist möglich, da die Maschinen ausschließlich nach Produktionsende, also an Wochenenden oder nach Feierabend, gereinigt werden. Die betriebseigenen Mitarbeiter können sich ausschließlich auf ihre Produktionstätigkeit konzentrieren und auch die Meister werden von umständlichen Organisationstätigkeiten befreit. Überdies jedoch gewährleistet die Fremdreinigung der Produktionsmaschinen jederzeit saubere Fertigungsanlagen sowie eine verminderte Wartungsanfälligkeit und eine damit einhergehende Werterhaltung des Maschinenparks. Weiterhin erfolgt die Reinigung aller Anlagen mit eigenen Reinigungsmitteln und -maschinen, was eine gleich bleibend hohe Qualität der Tätigkeit gewährleistet.

Letztlich entscheidend für den Auftraggeber ist jedoch wie so oft das liebe Geld. Ein Kostenvergleich zwischen der Reinigung durch eigenes Personal und der Reinigung durch ein Dienstleistungsunternehmen ergibt (bei Annahme von 50 Reinigungsstunden pro Woche) eine Einsparung von 3.400 Euro. Auf ein Jahr berechnet ergibt dies eine Ersparnis von ca. 170.000 Euro – Zahlen, die jedes kostenbewusste Unternehmen überzeugen dürften. Diese Berechnung wird möglich durch die Vereinbarung eines Jahresfestpreises pro Maschine von Auftraggeber und Dienstleister, wobei alle möglichen Nebenleistungen ohne weiteres integrierbar sind.

Zuverlässiges Personal ist das A und O

Entscheidend für den Erfolg einer Fremdvergabe ist das durch den Dienstleister eingesetzte Personal sowie dessen Zuverlässigkeit und Ausbildung. Schließlich sollten es möglichst Fachleute sein, die regelmäßig an Maschinen mit stattlichem Anschaffungswert hantieren, deren Ausfall katastrophale Folgen mit sich bringt. Bei der Suche nach einem adäquaten Anbieter sollten Industriebetriebe daher unbedingt darauf achten, dass dieser alle Arbeiten mit eigenem Personal abwickelt – ein Prinzip, dass sich die G.I.S. seit jeher zu eigen gemacht hat und das Früchte trägt.

Egal, ob der Kunde einen wöchentlichen Besuch (in der Regel samstags oder sonntags) ordert oder sich permanent ein Team in den Betrieb holt: Im Prinzip muss er das Werkstor nur noch öffnen und schließen; von allem sonstigen Aufwand wird er vollständig entlastet. Einweisungen entfallen mit der Zeit praktisch völlig, da die G.I.S. es zu ihrem Prinzip gemacht hat, zu jedem ihrer Kunden nach Möglichkeit stets die gleichen Mitarbeiter zu schicken, die dadurch vor Ort zeitsparend, zuverlässig und routiniert ans Werk gehen. „Teilweise werden unsere Leute sogar von neuen betriebseigenen Mitarbeitern in der Fabrik nach dem Weg gefragt, so lange sind die schon dabei!“, schildert Dietmar Gassmann, technischer Leiter bei G.I.S. Alle Techniker und Reinigungskräfte verfügen zudem über eine qualifizierte technische Grundausbildung und werden regelmäßig für ihre Aufgaben geschult. So gliedern sie sich tatsächlich wie normale Mitarbeiter in den Betrieb des Auftraggebers ein.

Industriereinigung im Wandel

Generell haben die Ansprüche der Kunden auf diesem Gebiet stark zugenommen. Das Konzept der „sauberen Fabrik“, so G.I.S.-Vorstand Thomas Brönner, habe den Markt verändert. In diesem Konzept bietet G.I.S. nicht nur die üblichen Dienstleistungen wie Maschinenreinigung, Bodenreinigung, Austausch von Filtern, Wartung von elektrostatischen Filtern, Wartung von Kühlschmierstoffen und Ölen, die Späneentsorgung sowie das Abfallhandling (Wastemanagement) an. Vielmehr werden Industriebetriebe weiter entlastet, indem Brönners Firma sogar die Koordination dieser gesamten Tätigkeiten übernimmt.

Diese umfasst insbesondere:

  • professionelle Projektplanung aller Aufträge;
  • Koordination, um Synergieeffekte zu erreichen;
  • Verbesserungsvorschläge zur Vermeidung von Schmutz- und Reststoffanfall;
  • komplette Ablaufschemata und Arbeitsanweisung für jede
    Einzeldienstleistung, welche in einem großen Ganzen mündet;
  • professionelle Personalauswahl;
  • Bereitstellung von ständig präsenten Mitarbeitern, welche Schmutz direkt nach der Entstehung entfernen;
  • die Dokumentation dieser gesamten Dienstleistung nach
    DIN ISO 9003.

Die Reinigung wird folglich in das Betriebsgeschehen integriert, ohne dieses zu behindern, was zu weiteren Effizienzsteigerungen führt.

Revolution durch die „saubere Fabrik“

Nachdem diese Konzepte von einigen Großkunden getestet worden waren, wurden schnell erhebliche positive Auswirkungen erkennbar. So wird mittlerweile nicht nur durch den festen Jahrespreis die Rechnungslegung deutlich vereinfacht. Ebenso fallen Koordinations- und Abnahmeprobleme weitgehend weg, da der Kunde ständig die „saubere Fabrik“ vor Augen geführt bekommt. Hauptberufliche qualifizierte Ansprechpartner, größtenteils mit Maschinenbautechniker-Ausbildung, garantieren sofortige kompetente Lösungen aller anstehenden Probleme und eine optimale Kundenbetreuung. Befürchtungen, dass diese Dienstleistung mehr koste als eine „Minimalreinigung“, erwiesen sich nach genauer Kostenaufgliederung als Irrglaube. Schließlich wird Schmutz in der „sauberen Fabrik“ bereits bei der Entstehung oder direkt danach entfernt, so dass keine Verkrustungen auftreten können.

Michael Kohl