Die Grigeo Group, einer der größten Papierkonzerne im Baltikum, hat das Dortmunder Familienunternehmen Huchtemeier Papier übernommen und damit einen strategischen Schritt Richtung Westeuropa getan.

Die Transaktion über die Tochtergesellschaft Grigeo Hygiene eröffnet der Gruppe den größten europäischen Markt und neue Expansionsmöglichkeiten in Deutschland und den Nachbarländern. Huchtemeier Papier soll als eigenständige Geschäftseinheit in Dortmund-Wickede weitergeführt werden und Namen beziehungsweise Management behalten. Die Brüder Alfred und Moritz Voßschulte und deren Schwester Barbara Knappmann, die das Unternehmen bisher geleitet haben, werden ihre Tätigkeit fortsetzen.
Huchtemeier Papier, gegründet vor mehr als 125 Jahren, war seit 1960 im Besitz der Dortmunder Familie Dr. Alfred Voßschulte sen., langjähriger Präsident der IHK zu Dortmund und des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung. Das Unternehmen beliefert Groß- und Fachhändler mit Hygienepapier und Servietten sowie Industriekunden mit Halbfertigware. 2024 betrug der Umsatz 92 Millionen Euro und das EBITDA 2,6 Millionen Euro. 73 Prozent davon wurden in Deutschland, Österreich und Polen erwirtschaftet.
"Mit der Übernahme von Huchtemeier Papier erwerben wir nicht nur ein traditionsreiches Unternehmen mit einem starken Namen auf dem deutschen Papiermarkt, sondern auch wertvolle Erfahrung und über mehr als ein Jahrhundert aufgebaute Partnerschaften", sagt Tomas Jozonis, CEO der Grigeo Group. Der Schritt erschließe den größten europäischen Markt – Deutschland – sowie Österreich, wo Huchtemeier Papier eine starke Position habe. "Für unser Hygienepapiersegment ermöglicht uns dieser Schritt, unsere Logistikkette zu erweitern und langfristige Partnerschaften mit lokalen Kunden zu sichern", erklärt Tomas Jozonis.
Alfred Voßschulte, Geschäftsführer von Huchtemeier Papier, betont die gute Vereinbarkeit der Werte des Unternehmens mit denen der Grigeo-Gruppe und fügt hinzu: "Die Möglichkeit, als eigenständige Geschäftseinheit weiterzumachen und gleichzeitig unsere Stärken in einen wachsenden internationalen Tissue-Konzern einzubringen, war für uns entscheidend."
Die Grigeo-Unternehmensgruppe vereint unter ihrem Dach die Herstellung von Faserplatten, Wellpappenpapiere und Tissuepapier, Letzteres mit Werken in Litauen und Polen. Die Gruppe beschäftigt 1.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2024 rund 213 Millionen Euro Umsatz. Die Aktien werden an der Nasdaq Vilnius Official List gehandelt. /HH