Gegenbauer erhält Integrationspreis 2016

Für seine Integrationsleistungen wurde das Berliner Unternehmen Gegenbauer mit dem Integrationspreis des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) ausgezeichnet.

Nahmen in Dresden den ersten Integrationspreis des BIV entgegen: Claus Kohls (2.v.li.), Personalleiter bei Gegenbauer, Integrationsbeauftragter Thorsten Löffler (Mitte) und Geschäftsführer Kadir Altintas (2.v.re.). Der Preis wurde überreicht von Holger Eickholz (li.) und Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich. - © rationell reinigen

Der Preis wurde zum ersten Mal vergeben, und zwar im Rahmen der BIV-Mitgliederversammlung in Dresden.

Stellvertretend für die Unternehmensgruppe nahmen Personaldirektor Claus Kohls, Geschäftsführer Kadir Altintas und Integrationsbeauftragter Thorsten Löffler den Preis entgegen. Er wurde überreicht von Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich und Holger Eickholz, Vorsitzenden des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit..

Nach Einschätzung der Jury -  bestehend aus Roland Böhm (Vorstandsmitglied  BIV), BIV-Geschäftsführer Johannes Bungart, Peter Hartmann (Chefredakteur rationell reinigen), Fadime Sarikaya (Sarikohn), Tanja Čujić-Koch (Mato Čujić Gebäudereinigung) und Holger Eickholz - wurde mit Gegenbauer ein Unternehmen gekürt, das mit einer beeindruckenden Vielfalt an Maßnahmen überzeugt und diese mit Konsequenz nachhaltig vorantreibt.

Priorität hat bei Gegenbauer die Unterstützung von Flüchtlingen bei der Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Seit Beginn des Flüchtlingsstroms im Jahr 2015 konnten mehr als 30 Menschen in ein Praktikum, eine Ausbildung oder Beschäftigung gebracht werden.

„In Zeiten des demografischen Wandels bedeuten diese Maßnahmen nicht nur gesellschaftliche Verpflichtung, sondern sind auch ganz klar darauf ausgerichtet, unseren immer größer werdenden Arbeitskräftebedarf zu decken und somit als Unternehmen weiterhin erfolgreich zu sein. Sie sehen, Integration muss nicht nur reiner Altruismus sein“, erklärte Claus Kohls in Dresden.

Mit „Fußball grenzenlos“ hob Gegenbauer gemeinsam mit dem Berliner Fußballverband in diesem Jahr ein Projekt aus der Taufe, das vor allem die gesellschaftliche Integration zum Ziel hat. Mit der Organisation von Sprachkursen sowohl für bereits Beschäftigte als auch für geflüchtete Menschen soll die stärkste Barriere für eine erfolgreiche Integration überwunden werden.

Die Auszeichnung ist für Gegenbauer nicht nur Anerkennung, sondern auch „Ansporn und Verpflichtung, uns weiterhin mit all unseren Mitteln und Möglichkeiten für die erfolgreiche Integration von Menschen einzusetzen, nicht nur in unser Unternehmen, sondern in unsere Gesellschaft. Denn wir sind fest überzeugt, jedes einzelne Beispiel erfolgreicher Integration hilft, Ängste, Befindlichkeiten oder Vorurteile, die es in unserer Gesellschaft, in jedem Unternehmen und zweifellos auch bei uns gibt, zu überwinden.“

Mit dem Integrationspreis stellt der BIV die Bedeutung von Integration für die Branche der Gebäudedienstleister heraus und würdigt gleichzeitig das vielfältige Engagement der Betriebe. „Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, weitere Projekte anzustoßen, voneinander zu lernen und die Branche für eine stärkere Integration weiter zu motivieren“, erklärte Holger Eickholz.

Von rund 620.000 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk haben knapp 25 Prozent einen Migrationshintergrund. Das sind rund 150.000 Mitarbeiter aus mehr als 100 Nationen.

„Das Gebäudereiniger-Handwerk hat in der Vergangenheit  gezeigt, wie Integration funktionieren kann. Vor allem vor dem Hintergrund des kürzlich von der Bundesregierung verabschiedeten Integrationsgesetzes erhalten kurzfristig umsetzbare und wirkungsvolle Maßnahmen eine neue Bedeutung“, sagte  BIV Geschäftsführer Johannes Bungart.

Wichtig sei, dass der tarifliche und gesetzliche Mindestlohn nicht in Frage gestellt werde und keine neuen Ein-Euro-Jobs, die zur Verdrängung bestehender Arbeitsverhältnisse führten, entstehen.

Der faire Wettbewerb und die sozialen Rahmenbedingungen im Gebäudereiniger-Handwerk dürfe durch falsche politische Entscheidungen nicht gefährdet werden. Dafür setze sich der BIV nachhaltig ein.