Der Branchenverband Gefma hat sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert – im Rahmen der Mitgliederversammlung in Münster. Dabei wurden auch die diesjährigen Gefma-Förderpreise verliehen.

Rund 130 Mitglieder und Gäste waren zu der Veranstaltung gekommen.
Der Branchenverband habe während seines 25-jährigen Bestehens Höhen und Tiefen erlebt, in einer wandelnden Verbandslandschaft Stabilität gewahrt und zeige sich heute so erfolgreich wie nie zuvor, betonte Gefma-Vorsitzender Otto Kajetan Weixler in Münster.
Der Verband stehe mittlerweile für eine Branche mit 130 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und damit für eine Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft.
Weixler, Vorsitzender seit 2004, lobte die acht Gründungsmitglieder des Deutschen Verbands für Facility Management, die im Dezember 1989 in Stuttgart die zukünftige Bedeutung des damals noch sehr „tief schlafenden Riesen“ erkannt hätten. Allerdings habe eine unsolide Finanzpolitik im November 1995 zu massivem Mitgliederschwund und beinahe zur Auflösung des Verbandes geführt. Ein neuer Vorstand nahm das Ruder des sinkenden Schiffes in die Hand und ermöglichte mit festen Spielregeln in Form einer Satzung und einer Finanzspritze einen Neubeginn.
Das von Ulrich Glauche 1996 begründete Richtlinienwesen mit aktuell 76 Richtlinien bleibe einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren des Verbandes. Gefma -Richtlinien und Qualitätsstandards mit bereits großer Verbreitung in der Schweiz und in Österreich haben die Professionalisierung des Marktes vorangetrieben.
Da vergleichbare angelsächsische Standards fehlen, sieht Weixler für Dienstleister die Chance, gemeinsam mit internationalen Kunden an ausländischen Standorten Meilensteine zu setzen. Eine englische Übersetzung des neuen Standard- Leistungsverzeichnisses von Gefma und RealFM soll Anfang 2015 vorliegen und weitere Richtlinien sollen folgen.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden die mit insgesamt 3.500 Euro dotierten Förderpreise für herausragende Projektarbeiten in der Gefma-Fachwirtausbildung verliehen. Jörg Behrens erhielt für sein Prozesskostenmodell, das eine betriebswirtschaftliche Bewertung von Gesundheitsdienstleistungen unter Facility-Management-Aspekten erlaubt, die höchste Auszeichnung. Behrens verfasste seine Arbeit im Rahmen des Fachwirtlehrgangs bei Protektor und überzeugte die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Wolfram Stephan, Technische Hochschule Nürnberg.
Der zweite Preis ging an Niklas Blang für seine Arbeit zum Thema Customer Relationship Management (CRM) im Facility Management am Beispiel der Strabag PFS GmbH. Michael Jung erhielt den dritten Preis für seine Untersuchung der Neuorientierung und Strukturierung des betrieblichen Energiemanagements.
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