Heizungs-, Kühl- und Lüftungsanlagen in einer Zeitungsdruckerei Für eine gute Atmosphäre

Jeden Tag werden bei Mediaprint in Wien-Inzensdorf über eine Million Zeitungen gedruckt. Dabei wird jede Menge Papierstaub, Farbe und Öl in die Luft geblasen, die Lüftungsanlagen einiges abverlangen. S.I.S. sorgt seit sieben Jahren für eine „gute Atmosphäre“.

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    Filterwechsel: Der frei werdende Papierstaub in der Zeitungsdruckerei verbindet sich mit der hohen Luftfeuchtigkeit zu einer zähen Masse, die sich auf den Filtern der Anlagen niederschlägt.
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    Bei Mediaprint kümmern sich die hauseigenen Elektriker zunehmend um bestimmte Bereiche der Druckanlagen. Die Wartung der HKL-Anlagen wurde an S.I.S. fremdvergeben.

Für eine gute Atmosphäre

-Das unbemannte Fahrzeug, das in der riesigen Halle auf die Besucher zugleitet, sieht aus wie ein überdimensionierter Palettentransporter aus dem Supermarkt. Plötzlich biegt es nach rechts ab, holt sich eine der mächtigen Papierrollen aus dem Hochregal und bringt sie zu einer der Druckmaschinen, wo es seine Last ablädt. „Das ist eines unserer acht computergesteuerten Laser-Guided-Vehicles, kurz LGV genannt, das Nachschub für eine der Rotationsmaschinen bringt“, erklärt Ingenieur Erich Manhardt, Leiter von Einkauf und Instandhaltung der Mediaprint Zeitungsdruckerei. „Wenn die alte Rolle fast leer ist, wird die Papierbahn vollautomatisch abgeschnitten und die neue Rolle blitzschnell angeklebt, ohne dass die Druckmaschinen deshalb angehalten werden müssen.“

Schleimige Masse auf den Filtern

In den beiden Druckmaschinenhallen gibt es jeweils zwölf dieser „Fütterungsstellen“, eine für jeden der so genannten Satellitentürme, die fast bis ans Dach in 16 m Höhe reichen. Jeweils drei Türme bilden eine Druckmaschine, die pro Stunde bis zu 45.000 Zeitungen (96-seitig) im Vierfarbdruck produzieren können. Und diese Kapazität wird auch durchaus benötigt, denn hier werden unter anderem zwei große Tageszeitungen Österreichs gedruckt – die „Kronenzeitung“ und der „Kurier“. Durch die Beschaffenheit des Papiers und die hohe Geschwindigkeit von 11 m/s, mit der es die Maschinen passiert, wird täglich sehr viel Papierstaub freigesetzt. Zusammen mit den Farb- und Ölresten aus den Maschinen bildet er in dem feuchten Raumklima einen feinen Nebel, der sich als schleimige Masse auf den Filtern der Lüftungsanlagen niederschlägt.

Entlastung für die Hauselektriker

Deren Wartung und Reinigung liegt seit 2001 in den Händen von S.I.S. Damals bezog Mediaprint das neue Gebäude in Wien-Inzensdorf. „Mit dem Umzug haben wir auch Veränderungen in der Organisation vorgenommen, um die Qualität und Wirtschaftlichkeit unserer Haustechnik zu verbessern“, erinnert sich Ingenieur Manhardt, der seit 20 Jahren bei Mediaprint für Einkauf und Instandhaltung zuständig ist. „Früher übernahmen unsere sechs Hauselektriker auch die Wartung und Reinigung des HKL-Bereichs, also der Heizungs-, Kühl- und Lüftungsanlagen, aber das war immer den Aufgaben in der Produktion nachgeordnet. Zudem müssen sich die Elektriker zunehmend auf bestimmte Bereiche bei den Druckmaschinen spezialisieren, damit wir dort alles im Griff haben.“

Um seine eigenen Leute zu entlasten, entschloss sich Ingenieur Manhardt daher, die Wartung und Reinigung des HKL-Bereichs extern zu vergeben. Dabei sprach er u. a. auch S.I.S. an und war sowohl vom persönlichen Kontakt als auch vom Kosten und Nutzen angetan. Um sicherzugehen, dass die Entscheidung auch richtig war, überließ Ingenieur Manhardt S.I.S. zunächst die Betreuung von zwei HKL-Anlagen. Als sich S.I.S in dieser Testphase bewiesen hatte, übernahm der Outsourcepartner schließlich auch die Wartung und Reinigung der 14 weiteren Systeme. Das Know-how lieferte Mediaprint, dessen Erfahrungswerte auch zur gemeinsamen Erstellung von Wartungs- und Checklisten genutzt wurde.

„Heute haben wir ein gutes und partnerschaftliches Verhältnis mit den beiden S.I.S.-Mitarbeitern, die hier gemeinsam in der Tagschicht arbeiten“, resümiert Ingenieur Manhardt und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „S.I.S. sollte sich daher bemühen, diese Mitarbeiter nicht zu verlieren, da sie für uns eigentlich schon fast zu Mediaprint gehören.“

Wozu S.I.S. jeweils eingesetzt wird bestimmt der Oberelektriker Gerhard Kubalek. Egal ob Kamine gereinigt, Filtermatten in den Lüftungen gewechselt oder Druckluftkompressoren zu säubern sind – für alles gibt es Checklisten, die sukzessive abgearbeitet werden. Nach dem Abzeichnen durch Gerhard Kubalek, werden sie in eine Mediaprint-eigene Software eingepflegt, so dass alle durchgeführten Arbeiten seit 2001 lückenlos belegt werden können. Zusammen mit den Daten der Gebäudeleittechnik, die z.B. anzeigen, wann ein Lüftungsfilter zu verstopfen beginnt, wird dieses System aber auch genutzt, um die Wartungs- und Reinigungsintervalle zu optimieren. „Bei acht Produktionsanlagen müssen die Filtersysteme sehr viel schlucken, so dass sie je nach Belastung alle vier Wochen bis drei Monate gereinigt werden müssen“, erläutert Ingenieur Manhardt. „Wir haben daher mit S.I.S. lange Versuchsreihen durchgeführt, um diese Zyklen so lange wie möglich auszudehnen.“

Von wegen „nichts als heiße Luft“ ...

Obwohl die Druckmaschinen heute etwa um ein Drittel schneller laufen als noch vor ein paar Jahren, hat sich das Raumklima in der Produktion verbessert. Für jede der beiden Druckmaschinenhallen stehen jeweils drei Lüftungsanlagen zur Verfügung, von denen jede in der Lage ist, die Raumluft des ca. 80 m langen Gebäudes dreimal pro Stunde umzuwälzen. „Selbst wenn zwei der Anlagen ausfielen, würden wir das wohl kaum spüren, da die dritte immer noch genug Luft umwälzt“, meint Ingenieur Manhardt.

Der Begriff „Umwälzen“ trifft den recht komplexen Vorgang in der Lüftungsanlage allerdings nicht so ganz: Die angesaugte Abluft wird hier zunächst grob gefiltert und anschließend gekühlt. Nach dem Zusatz von fünf bis zehn Prozent Außenluft wird sie mittels Verneblern befeuchtet, bevor sie über einen weiteren Filter wieder in die Halle gelangt. Die HKL-Anlagen müssen dabei sehr unterschiedliche Bedingungen schaffen. „Für die vielen Büroräume, die wir hier haben, brauchen wir natürlich ein anderes Klima als in den Produktionshallen“, erläutert Ingenieur Manhardt. „Das gilt natürlich auch für den EDV-Bereich mit den Räumen für die Server und die computergesteuerte Herstellung der Druckplatten.“

S.I.S. ist für diesen Einsatz prädestiniert, so Ingenieur Manhardt: „Das ist eine ganz klassische HKL-Betreuung. Manchmal müssen die S.I.S.-Mitarbeiter auch am Samstag kommen, aber dass wir mal wegen eines Notfalls angerufen haben, das gab es noch nicht.“ Eine gewisse Flexibilität ist nötig, was hauptsächlich der Fall ist, wenn die Gebäudeleittechnik meldet, dass bestimmte Arbeiten vorgezogen werden müssen oder wenn die Lüftungsmatten oberhalb der Druckmaschinen zu wechseln sind. „Das ist ein- oder zweimal im Jahr der Fall und geht nur, wenn die Maschinen stehen, da sich sonst der ganze Schmutz auf den Zeitungen wiederfindet“, erklärt Manhardt. „Letztlich ist das jedoch noch nie ein Problem gewesen, denn die Verständigung untereinander klappt vorbildlich.“

Abfallentsorgung übernimmt S.I.S.

Neben noch einer weiteren Firma ist S.I.S. der einzige Outsourcepartner von Mediaprint. „Wir sind hier nur ein kleines Team und seit S.I.S. bei uns tätig ist, haben wir die Haustechnik deutlich besser unter Kontrolle“, meint Ingenieur Manhardt. „Dieses zusätzliche Polster durch den Dienstleister ist für uns sehr wichtig, da wir so immer genug Kapazitäten für den Notfall haben.“ Auch um die Entsorgung der Abfälle muss er sich jetzt keine Gedanken mehr machen, denn auch die übernimmt S.I.S. in Kooperation mit einem Partnerunternehmen.

Wie es weitergehen wird, darüber hat Ingenieur Manhardt klare Vorstellungen: „ Wir sind sehr zufrieden mit der Leistung von S.I.S. Das Unternehmen bietet Topqualität und ein gutes Kosten-Nutzen-Gefüge. Das breite Leistungsspektrum lässt Platz für weitere Zusammenarbeit auch auf lange Sicht.“


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