Bundesleistungswettbewerb (BLW) Frauenpower in Kiel

Wieder hat eine Frau den Bundesleistungswettbewerb gewonnen. Dieses Jahr siegte Rebecca Rode. rationell reinigen hat sie und Antonina Eckert, die Siegerin aus dem Jahr 2007, interviewt.

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    Rebecca Rode, Auszubildende bei der Gebäudereinigung Richter in Niesetal hat den Bundesleistungswettbewerb 2008 gewonnen.
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    Antonina Eckert (rechts im Bild) war 2007 Siegerin des BLW und arbeitet heute als Junior-Objektleiterin bei der Nils Bogdol GmbH in Bremen.

Frauenpower in Kiel

rationell reinigen: Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Sieg Frau Rode! Hatten Sie schon während des Wettbewerbs ein gutes Gefühl?

Rode: Ich konnte das eigentlich gar nicht einschätzen. Wir haben auch gar nicht gesehen, was die Konkurrenten machen. Natürlich bin ich angetreten, um das Beste daraus zu machen, aber dass ich gewinne, damit hatte ich nicht gerechnet.

rationell reinigen: Wie haben Sie sich auf den Wettbewerb vorbereitet?

Rode: Nachdem ich die Einladung erhalten hatte, habe ich anhand der Dinge, die wir mitbringen sollten, z.B. Fensterleder, erahnt, was wir machen müssen. Das habe ich am Tag vorher noch einmal geübt. Im Hotelzimmer habe ich am Abend vorher zur Übung noch mal alle Spiegel poliert. Außerdem habe ich mir im Internet die Artikel, die 2007 zum Bundesleistungswettbewerb in rationell reinigen erschienen sind, besorgt und habe mir auch das Objekt, das in der Einladung genannt war, im Internet angeschaut. Da wusste ich dann schon, dass wir Karofenster reinigen müssen.

rationell reinigen: Wie haben Ihre Kollegen reagiert, als Sie wieder bei der Arbeit waren?

Rode: Total positiv. Der Chef ist sehr stolz und alle haben sich für mich gefreut. Auch Kunden haben mich angesprochen, die den Artikel in der Lokalzeitung gelesen haben.

rationell reinigen: Glauben Sie, dass es Ihnen beruflich nützt, dass Sie gewonnen haben?

Rode: Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, meine berufliche Zukunft ist gesichert. In der Gebäudereinigung werde ich nicht arbeitslos werden, da stehen mir alle Türen offen. Auch mein Chef ist wie gesagt stolz und will mich im Unternehmen fördern.

rationell reinigen: Haben Sie schon eine Idee, was Sie mit Ihrem Preisgeld machen werden?

Rode: Erstmal habe ich mir etwas gegönnt und war in der Stadt shoppen. Der Rest wird angelegt, für die Zukunft, man weiß ja nie, was kommt und dann kann ich das Geld gut gebrauchen.

rationell reinigen: Frau Rode, vielen Dank für das Gespräch.





rationell reinigen: Frau Eckert, bei Ihnen liegt der Wettbewerb ein gutes Jahr zurück. Wie ging es danach beruflich weiter?

Eckert: Ich wurde als Gesellin übernommen und habe dann als Vorabeiterin gearbeitet. Meine damalige Objektleiterin hatte mich in den letzten Monaten der Ausbildung bereits an diese Aufgabe herangeführt. Im Sommer dieses Jahres habe ich ein Seminar zum geprüften Objektleiter besucht.

rationell reinigen: In welcher Position und in welchem Bereich arbeiten Sie heute?

Eckert: Ich bin Junior-Objektleiterin bei der Nils Bogdol GmbH und betreue den Bereich Bremen. Ich kümmere mich um Unterhalts- und Sonderreinigungen.

rationell reinigen: Welche Pläne haben Sie für Ihre berufliche Zukunft?

Eckert: Ich möchte nächstes Jahr auf jeden Fall den Meisterbrief machen. Dafür verwende ich das Stipendium, das ich beim Bundesleistungswettbewerb bekommen habe.

rationell reinigen: 2007 waren zwei Frauen im Rennen und haben prompt den 1. und 2. Platz gemacht. 2006 hat auch eine Auszubildende gewonnen und in diesem Jahr wieder. Was machen die Frauen besser als die Männer?

Eckert: Bei dem Wettbewerb kommt es auf die Feinarbeit an. Es wird auf Kleinigkeiten geachtet. Ich denke, Frauen haben einen besseren Blick für diese Feinheiten.

rationell reinigen: Welchen Tipp möchten Sie der Gewinnerin von 2008 mit auf den Weg geben?

Eckert: Sie sollte das, was sie kann und was sie gelernt hat, einsetzen. Der Wettbewerb hilft bei der beruflichen Laufbahn auf jeden Fall weiter, er öffnet Türen. Das Stipendium zur Weiterbildung sollte sie unbedingt auch in Anspruch nehmen. Das muss nicht der Meisterbrief sein, das kann auch der Desinfektor oder eine andere Weiterbildung sein. In der Gebäudereinigung ist es wichtig, mit der Technik mitzugehen. Da muss man einfach dranbleiben.

rationell reinigen: Frau Eckert, vielen Dank für das Gespräch.