Flüchtlinge in Ausbildung vermittelt

Eine Hamburger Initiative hat in zwei Monaten rund 30 Flüchtlinge unter anderem in eine Ausbildung zum Gebäudereiniger vermittelt. Die Zusammenarbeit zwischen Handwerk, Verwaltung und Politik zeigt, wie Flüchtlinge erfolgreich in Ausbildung gebracht werden.

Stellten die gemeinsame Initiative „Flüchtlinge in Handwerksausbildung“ mit den Lehrlingen vor: HIBB-Geschäftsführer Rainer Schulz (li.), Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (mi.) und Handwerkskammerpräsident Josef Katzer (re.). - © Sabrina Howe/Pressestelle des Senats

Die Initiative „Flüchtlinge in Handwerksausbildung“ der Handwerkskammer Hamburg und des Senats der Hansestadt hat die jungen Flüchtlinge innerhalb von acht Wochen in eine Ausbildung gebracht.

Bei Informationsveranstaltungen mit rund 30 Betrieben und den Innungen der Gebäudereiniger, Maler und Lackierer sowie Bäcker und Fleischer erfuhren rund 70 Flüchtlinge, was die Berufe ausmacht. Die jungen Menschen zeigten sich hoch motiviert. Das vorläufige Ergebnis: 17 Flüchtlinge wollen Maler und Lackierer werden, neun Gebäudereiniger, sechs Bäcker und zwei Fleischer. 30 Ausbildungsverträge sind bereits unterschrieben, weitere stehen noch aus. Die Azubis werden während ihrer dualen Ausbildung an der Berufsschule zusätzlich einen vertieften Sprachunterricht erhalten. Dieser beginnt zunächst als dreimonatiger Intensivbasiskurs und wird anschließend in Betrieb und Berufsschule fortgesetzt.

Hamburgs Erster Bürgermeister, Olaf Scholz (SPD), kommentierte die Initiative: „Bildung und Qualifikation sind der Schlüssel für die Integration der Flüchtlinge, die eine Bleibeperspektive in Deutschland haben. Wir sehen jeden Tag, welche Motivation und auch welche Zuversicht die Flüchtlinge mit nach Deutschland bringen. Wir müssen es ihnen ermöglichen, diese Kraft in ihrer neuen Heimat einzubringen.“

Handwerkskammerpräsident Josef Katzer fügte hinzu: „So etwas ist möglich, wenn alle Beteiligten bereit sind, die eingefahrenen Wege zu verlassen, wenn Handwerk, Politik und Verwaltung zusammenarbeiten und die Lösung im Blick haben. Für die Zukunft des Handwerks in unserer Stadt.“

Die gemeinsame Initiative „Flüchtlinge in Handwerksausbildung“ stellten Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, der Präsident der Handwerkskammer Hamburg, Josef Katzer, und der Geschäftsführer des Hamburger Instituts für berufliche Bildung (HIBB), Rainer Schulz, vor.