Otto Oehme GmbH Fest im Jubiläumsjahr

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    Auf dem Firmengelände im Gewerbegebiet Allersberg feierte die Otto Oehme GmbH am 6. und 7. Juni 2008 ihr Dreifachjubiläum. Dienstleister aus ganz Deutschland waren neben Kunden und Freunden des Hauses der Einladung von Otto Oehme zum großen Firmenfest gefolgt.
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    Manfred Kaiser (Fürst Gebäudereinigung, Nürnberg) bedankte sich für die Dienstleister bei Otto Oehme (rechts) für die gute Zusammenarbeit und Betreuung.
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    Als Stargast hatte Oehme die oberpfälzische Kabarettistin Lissy Aumeier eingeladen, die die Gäste sehr temperamentvoll unterhielt.
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    Zum Abschluss des offiziellen Teils am 6. Juni rundete der Auftritt einer siebenköpfigen Flamenco-Tanztruppe das Showprogramm im großen Festzelt ab.

Fest im Jubiläumsjahr

-Gleich dreifach Grund zum Feiern hatte die Otto Oehme GmbH in diesem Jahr: das 85-jährige Firmenbestehen, den 75. Geburtstag des Firmeninhabers und Namensgebers Otto Oehme sowie den 10. Jahrestag des Einzugs auf das eigene Firmengelände im Allersberger Industriegebiet knapp 20 km südlich von Nürnberg. Und die Gelegenheit nutzte das Oehme-Team, es so richtig „krachen“ zu lassen. Am Freitag, den 6. Juni 2008, wurde der offizielle Teil in einem großen Festzelt zusammen mit zwischen 200 und 300 Gästen begangen; am darauf folgenden Samstag waren Nachbarn und Mitarbeiter mit ihren Familien eingeladen, um mal einen Blick hinter die Kulissen des Betriebes zu werfen.

Beim Festakt am Freitag konnte die Firmenleitung zahlreiche Gäste aus der Dienstleistung aus dem In- und Ausland begrüßen, an der Spitze für den Bundesinnungsverband in Bonn Hauptgeschäftsführer Johannes Bungart. Speziell für die Kunden aus der Gebäudereinigung ergriff Manfred Kaiser von der Fürst Gebäudereinigung das Wort, um sich beim Gastgeber für die gute Zusammenarbeit zu bedanken, die speziell die beiden Unternehmen seit mehr als 55 Jahren verbindet. Für die Stadt Allersberg bedankte sich Bürgermeister Bernhard Böckeler für das stets konstruktive Miteinander während der letzten zehn Jahre, was Otto Oehme sehr launig damit kommentierte, er fühle sich „in Allersberg mittlerweile sauwohl“. Bei seiner Begrüßung der Gäste konnte Otto Oehme allerdings nicht umhin, aus aktuellem Anlass etwas auf das Problem „Korruption in der Wirtschaft“ einzugehen, wurde seinem Unternehmen doch in jüngster Zeit durch ein sehr zweifelhaftes Vorgehen eines großen, ausländischen Wettbewerbers ein namhafter Kunde „abspenstig“ gemacht. Wenn solche Beispiele Schule machten, bedeutet dies nach seinen Worten das Aus für viele Mittelständler, die unter solch verschärften Wettbewerbsbedingungen zukünftig wohl kaum Überlebenschancen haben werden. Zu diesem Thema nahm dann auch Dr. Manfred Weiß Stellung; der ehemalige bayerische Justizminister verwies in seinem Grußwort darauf, dass es bis vor einigen Jahren übliche Praxis war, speziell im Auslandsgeschäft „Beschleunigungsgebühren“ in der Auftragsbeschaffung zu bezahlen, die dann straffrei noch von der Steuer abgesetzt werden konnten. Demgegenüber hat sich die Situation heute wesentlich gewandelt – so ändern sich die Zeiten, was sich aber vielleicht noch nicht überall herumgesprochen hat?

Auch in einem anderen Zusammenhang geraten Mittelständler wie die Otto Oehme GmbH unter Druck, die das Eingehen auf Kundenwünsche besonders auf ihre Fahnen geschrieben haben. Bisher konnte das fränkische Unternehmen mit einigem Stolz darauf verweisen, dass es seine Kunden mit einer eigenen LKW-Flotte versorgt. „Ein Luxus, den wir uns wohl in Zukunft nicht mehr erlauben können“, wie Otto Oehme vermutet, denn sein Unternehmen müsse pro Fahrzeug heute mit monatlich 2.000 Euro allein an Mautkosten rechnen, die man gegenüber den Kunden nur schwer in Ansatz bringen könne. Eine Entwicklung, die besonders Anbieter mit einem Full-Hand-Angebot trifft, die wie Oehme über eigene Niederlassungen in Berlin, Braunschweig, Frankfurt/Main, Hannover und Leipzig verfügen und auch mit zahlreichen Handelsunternehmen im In- und Ausland eng zusammenarbeiten. Die Produktpalette stammt dabei teils aus eigener Fertigung, teils von anderen renommierten Herstellern, von denen Otto Oehme mit einigen aus Fernost sogar die Exklusivverträge für ganz Europa hat. Heute auch das ein Kostenfaktor!

Um die guten Kontakte zur Industrie wie auch zu Händlern und Kunden hatte sich Otto Oehme seit seinem Eintritt in das 1923 in Vevey (CH) gegründete väterliche Unternehmen besonders bemüht. Nach Abschluss seines Volkswirtschaftsstudiums hatte er als selbstständiger Handelsvertreter Gelegenheit, umfangreiche Erfahrungen „an der Front“ zu sammeln, bis er 1970 seinem Vater Willy die Lorito S.A. abkaufte, die damals bei der Fettfabrik Höfler in Wendelstein nahe Nürnberg Produktions- und Lagerflächen angemietet hatte. 1998 ging dann der lang gehegte Wunsch in Erfüllung, im Gewerbegebiet Allersberg auf einem 15.000 m2 großen Gelände auf eigenem Grund und Boden einen neuen Betrieb zu bauen. Vom damaligen Schuldenberg von rund 30 Millionen DM sind inzwischen noch zwei Millionen Euro übrig – eine beachtliche Leistung und ein weiterer Grund zum Feiern! Dafür bot das Jubiläum eine gute Gelegenheit; neben einer Flamenco-Tanzgruppe hatte das Unternehmen als Stargast noch Lissy Aumeier engagiert, eine oberpfälzische Kabarettistin, die weit über Bayerns Grenzen hinaus bekannt ist. Ihr pointierter Auftritt trug sehr zum Gelingen der Veranstaltung bei. Für die sportlich Interessierten fand das Fest mit dem schon zur guten Tradition gewordenen Golfturnier im Golfclub Lauterhofen am darauf folgenden Samstag sein Ende.

hps