Die Facility-Service-Unternehmen in Deutschland blicken laut aktuellem Lünendonk-Konjunkturindex trotz konjunktureller Herausforderungen optimistisch auf das Geschäftsjahr 2026. Erwartet wird ein Umsatzwachstum von 6,6 Prozent.

Für das erste Quartal 2026 prognostizieren die Anbieter bereits ein Plus von 5,5 Prozent. Im vierten Quartal 2025 steigerten sie ihren Umsatz um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Die Rahmenbedingungen bleiben für die Dienstleister gleichwohl herausfordernd. Der Personal- und Fachkräftemangel führt seit Beginn der Erhebung des Konjunkturindex Facility Service die Liste der größten Markthemmnisse an. Aktuell nennen ihn 82 Prozent der Unternehmen, die sich an der aktuellen Erhebung beteiligt haben. Zudem setzen steigende Kosten und der zunehmende Preisdruck die Anbieter unter Druck: 50 Prozent der Befragten zählen ihn aktuell zu ihren drei größten Belastungsfaktoren für die Geschäftsentwicklung.
Die Branche reagiert mit einem klaren Bekenntnis zur Technologie: Für 63 Prozent der Facility-Service-Unternehmen ist die Digitalisierung das wichtigste Ziel für 2026. Dabei setzen 32 Prozent auf Künstliche Intelligenz, um Leistungen und Prozesse effizienter zu organisieren.Daneben rückt für immer mehr Dienstleister auch die internationale Personalgewinnung in den Fokus. Bereits 28 Prozent rekrutieren Beschäftigte aus dem Ausland – mit steigender Tendenz.
"Die Facility-Service-Branche befindet sich in einer bemerkenswerten Situation: Die Nachfrage nach Gebäudedienstleistungen ist ungebrochen hoch, doch die Fähigkeit, dieses Potenzial auszuschöpfen, wird zunehmend durch den Personalmangel limitiert“, sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder (Mindelheim). Der strategische Dreiklang aus Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und internationaler Rekrutierung verdeutliche, dass die Branche den Handlungsdruck erkannt habe und gegensteuere, um ihre Wachstumsfähigkeit langfristig zu sichern.
Die vierte Quartalsanalyse des Konjunkturindex Facility Service für das Geschäftsjahr 2025 basiert auf den Angaben von 22 Unternehmen. Die Ergebnisse stehen unter www.luenendonk.de bereit. Für vertiefende Informationen bietet Lünendonk eine kostenpflichtige Jahreslizenz für vier Ausgaben mit Segmentauswertungen nach Umsatzgröße und Leistungsschwerpunkt an. /HH