Verbandstag der baden-württembergischen Gebäudereiniger 2012
Ein neuer Vorstand startet durch
Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt des Verbandstags der baden-württembergischen Gebäudereiniger 2012. Thomas Conrady wurde als Landesinnungsmeister und Fachverbandsvorsitzender wiedergewählt, sein Stellvertreter bleibt Günter Bogenrieder. Nachfolger von Elisabeth Schönwiese, Wolfgang Vollmer und Rolf Wilhelm sind Peter Schönwiese, Tanja Gebhard und Clemens Salzer.
Der neue Vorstand mit Innungsgeschäftsführer Wolfram Schlegel (2.v.li.), seiner Stellvertreterin Victoria Elwing (3.v.li.) und Christine Sudhop (4.v.li.), stellvertretende Geschäftsführerin des BIV (v.li.): Adnan Alatas, Clemens Salzer, Tanja Gebhard, Peter Schönwiese, Landesinnungsmeister Thomas Conrady, Günter Bogenrieder, Harald Lieblang, Karl Breer und Andreas Ank. Es fehlt Liane Singer. Bild: rationell reinigen
Zentraler Bestandteil des zweitägigen Verbandstags der baden-württembergischen Gebäudereiniger ist die Mitgliederversammlung. Die Vorstandswahlen standen in diesem Jahr im Mittelpunkt. Bilder: rationell reinigen
Etabliert hat sich der Programmpunkt Podiumsdiskussion - moderiert von Andrea Blome (li.). Dieses Mal ging es um die Integration von Beschäftigten mit Migrationshintergrund.
Am Abend des ersten Veranstaltungstages war Gelegenheit zum Gespräch mit Branchenkollegen. Nach dem Essen stand aber erst mal die Fußball-EM auf dem Programm.
Rolf Wilhelm (2.v.li.), Elisabeth Schönwiese und Wolfgang Vollmer (2.v.re.), hier mit Landesinnungsmeister Thomas Conrady (li.) und Innungsgeschäftsführer Wolfram Schlegel, haben sich viele Jahre im Vorstand für die Landesinnung Baden-Württemberg engagiert.
Ein neuer Vorstand startet durch
Zusammen haben sie sich mehr als 50 Jahre für die Landesinnung Baden-Württemberg engagiert. Nun stellten sich Elisabeth Schönwiese, Wolfgang Vollmer und Rolf Wilhelm nicht mehr zur Wahl und wurden bei der Mitgliederversammlung im Hotel Öschberghof in Donaueschingen verabschiedet.
Abschied mit Wehmut und Ehren
Landesinnungsmeister Thomas Conrady zeichnete die drei langjährigen Vorstandsmitglieder zum Dank für ihr Engagement mit der goldenen Ehrennadel aus. Elisabeth Schönwiese habe ganz wesentlich dazu beigetragen, dass Wichtiges erreicht wurde, sagte Conrady in seiner Verabschiedungsrede. Ihr Beitrag zur Weiterentwicklung des Berufssstandes sei geschätzt, ihre Verbindlichkeit im Vorstand immer hochwillkommen gewesen. Seit 1995 war Elisabeth Schönwiese im Vorstand der Landesinnung und seit 2000 als Vorsitzende der Fachakademie für Gebäudemanagement und Dienstleistungen tätig. Die Liste ihrer weiteren Ehrenämter und Aufgaben ist lang. Wolfgang Vollmer trat der Landesinnung 1988 bei und wurde bald darauf in den Vorstand gewählt. Parallel dazu war er im Meisterprüfungsausschuss, als Schatzmeister der Fachakademie und als Mitbegründer bzw. Präsident der Gütegemeinschaft tätig. Das Wohl des Gebäudereiniger-Handwerks habe Vollmer stets am Herzen gelegen, sagte Günter Bogenrieder, stellvertretender Landesinnungsmeister, und fügte hinzu: „Du hast dem Verband viel gegeben.“ Rolf Wilhelm war seit 1995 im Vorstand der Landesinnung vertreten. 17 Verbandstage, die organisatorisch bewältigt werden mussten, 17 Jahre Ausbildungsmessen und 17 Jahre Firmenjubiläen im ganzen Land verteilt - kein Weg sei Rolf Wilhelm zu weit, kein Aufwand zu groß gewesen, sagte Landesinnungsmeister Thomas Conrady, der betonte: „Alle drei Persönlichkeiten haben sich in der ihnen eigenen Art um das Handwerk, um unseren Beruf und um unseren Verband verdient gemacht“.
Rolf Wilhelm (2.v.li.), Elisabeth Schönwiese und Wolfgang Vollmer (2.v.re.) traten nach zusammen fast 60 Jahren im Vorstand nicht mehr zur Wahl an. Hier sind sie mit Landesinnungsmeister Thomas Conrady (li,) und Innungsgeschäftsführer Wolfram Schlegel zu sehen.
Alle drei langjährigen Vorstandsmitglieder wurden von Landesinnungsmeister Thomas Conrady verabschiedet und mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet - hier Elisabeth Schönwiese.
Ihre Nachfolger im Vorstand sind Clemens Salzer (2.v.li.), Tanja Gebhard und Peter Schönwiese (2.v.re) - hier zu sehen mit Innungsgeschäftsführer Wolfram Schlegel (li.) und Landesinnungsmeister Thomas Conrady.
Nachfolger von Elisabeth Schönwiese ist ihr Sohn Peter Schönwiese, Geschäftsführer der Gebäudereinigung Schönwiese, Pforzheim. Er hat den Vorsitz der Region Karlsruhe übernommen.
Auf Wolfgang Vollmer folgt Tanja Gebhard, kaufmännische Leiterin der Gebäudereinigung Günter Ott (Horb-Obertalheim). Sie ist neue Vorsitzende der Region Süd-Württemberg.
Die Nachfolge von Rolf Wilhelm hat Clemens Salzer angetreten. Der Geschäftsführer von Wagner Gebäudedienstleistungen in Stuttgart ist neuer Vorsitzender der Region Nord-Württemberg.
Alle weiteren Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Unser Bild zeigt den neuen Vorstand mit Innungsgeschäftsführer Wolfram Schlegel (2.v.li.), seiner Stellvertreterin Victoria Elwing (3.v.li.) und Christine Sudhop (4.v.li.), stellvertretende Geschäftsführerin des BIV (v.li.): Adnan Alatas (Beisitzer und Integrationsbeauftragter, Clemens Salzer (Regionalvorsitzender Nord-Württemberg), Tanja Gebhard (Regionalvorsitzende Süd-Württemberg), Peter Schönwiese (Regionalvorsitzender Karlsruhe), Landesinnungsmeister Thomas Conrady, Günter Bogenrieder (stellvertretender Landesinnungsmeister), Harald Lieblang (Regionalvorsitzender Mannheim), Karl Breer (Schatzmeister) und Andreas Ank (Beisitzer). Es fehlt Liane Singer (Regionalvorsitzende Süd-Baden).
Traditionell stehen beim Verbandstag der baden-württembergischen Gebäudereiniger auch Fachseminare auf dem Programm - in diesem Jahr zum Thema Nachhaltigkeit. Hier zu sehen: Berater und Gebäudereinigermeister Michael Borgstedt, der seinen Zuhörern unter anderem Tipps zur Mitarbeiterrekrutierung in Zeiten des demografischen Wandels gab. Außerdem referierten Olav Fritze, Key-Account-Manager bei Numatic, und Harald Haindl, Leiter Anwendungstechik und Seminare bei Buzil.
Wolfram Schlegel, Geschäftsführer der Landesinnung Baden-Württemberg, berichtete bei der Mitgliederversammlung von den Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr und sprach von einem Stimmungshoch in Baden-Württemberg.
Victoria Elwing, stellvertretende Geschäftsführerin der Innung, stellte die Zertifizierung des Qualitätsverbunds Gebäudedienste vor. Die nächste Eingangsschulung findet am 23. und 24. Nobember in Hannover statt. Die QV-Zertifizierung macht auch den Weg zum Fachforum auf www.qv-gebaeudedienste.de frei.
Um Integration von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund ging es bei einer Podiumsdiskussion am Ende des zweitägigen Treffens. Mit Moderatorin Andrea Blome (li.) diskutierten Adnan Alatas, Karl Breer sowie Gudrun Gratz-Fister, Tibor Kawasch, Muhammed-Ali Öner und Petar Drakur (v.li.), Referatsleiter Integration und Arbeitswelt im Ministerium für Integration Baden-Württemberg. Am Ende waren sich alle einig: „Wir in der Gebäudereinigung sind in Sachen Integration zwei Schritte weiter als andere Branchen.“
Neues Team, viele Pläne
Als Nachfolger von Elisabeth Schönwiese im Vorstand der Landesinnung wurde ihr Sohn Peter Schönwiese (Geschäftsführer Gebäudereinigung Schönwiese, Pforzheim) gewählt. Er hat den Vorsitz der Region Karlsruhe übernommen. Auf Wolfgang Vollmer folgt Tanja Gebhard, kaufmännische Leiterin der Gebäudereinigung Günter Ott (Horb-Obertalheim). Sie ist neue Vorsitzende der Region Süd-Württemberg. Die Nachfolge von Rolf Wilhelm hat Clemens Salzer angetreten. Der geschäftsführende Gesellschafter von Wagner Gebäudedienstleistungen in Stuttgart ist neuer Vorsitzender der Region Nord-Württemberg. Die weiteren Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt: Schatzmeister Karl Breer, die Beisitzer Adnan Alatas und Andreas Ank sowie Harald Lieblang (Regionalvorsitzender Mannheim) und Liane Singer (Regionalvorsitzende Süd-Baden). Vorsitzender der Fachakademie ist inzwischen Günter Bogenrieder. Der neu gewählte Vorstand hat sich einiges vorgenommen. Die Berufschancen im Gebäudereiniger-Handwerk sollen noch bekannter gemacht werden, auch bei Quereinsteigern und Migranten. Die Entwicklung ins Gebäudemanagement soll vorangetrieben werden. Ziel ist außerdem, die sozialen Errungenschaften für die Beschäftigten zu verteidigen - auch gegenüber politischen Bestrebungen, die Entsenderichtlinie aufzuweichen. Landesinnungsmeister Conrady: „Wir wollen vermeiden, dass Schlupflöcher für Dumpinglöhne geschaffen werden.“
Zwei weitere zentrale Themen beim Verbandstag: Nachhaltigkeit und Integration von Beschäftigten mit Migrationshintergrund. Zwei Fachseminare zu Beginn des zweitägigen Treffens beleuchteten Aspekte von Nachhaltigkeit. Harald Haindl, Leiter Anwendungstechik und Seminare bei Buzil, informierte seine Zuhörer über Diversifikationsmöglichen durch ökologische und nachhaltige Reinigungsprodukte und -verfahren. Michael Borgstedt, Trainer, Coach und Gebäudereinigermeister, und Olav Fritze, Key-Account-Manager bei Numatic, rückten „Menschen, Potenziale, Innovationen“ in den Mittelpunkt. Tipps für die Mitarbeiterrekrutierung in Zeiten des demografischen Wandels gehörten ebenso dazu wie Details über umweltfreundliche Geräte und Verfahren. Die Integration von Beschäftigten mit ausländischen Wurzeln hat auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels Bedeutung. „Unser Handwerk leistet hier einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag“, betonte Wolfram Schlegel, Geschäftsführer der Landesinnnung, bei der Mitgliederversammlung. Auch die Innung engagiert sich in dem Bereich. Parallell dazu wurde mit Adnan Alatas ein Integrationsbeauftragter eingesetzt. Die Aktivitäten sollen ausgebaut werden. Unter anderem ist an Arbeitshilfen für Betriebe gedacht.
Integration: Zwei Schritte weiter als andere Branchen
Um Integration in der Gebäudereinigung ging es auch bei einer Podiumsdiskussion. Mit Moderatorin Andrea Blome diskutierten Adnan Alatas (Haase-Gruppe), Karl Breer (Breer Gebäudedienste), Gudrun Gratz-Fister (Lieblang Gebäudedienste), Tibor Kawasch (Kawasch Dienstleistungen), Muhammed-Ali Öner (MCS) und Petar Drakul, Referatsleiter Integration und Arbeitswelt im Ministerium für Integration Baden-Württemberg. Deutlich wurde einmal mehr: Im Gebäudereiniger-Handwerk gibt es einen hohen Anteil an Beschäftigten mit Migrationshintergrund, in einem Betrieb arbeiten häufig Mitarbeiter aus Dutzenden von Nationen. Lässt sich diese Vielfalt nutzen? Ja, meinten die Branchenvertreter auf dem Podium, die sich am Ende einig waren: „Wir in der Gebäudereinigung sind in Sachen Integration zwei Schritte weiter als andere Branchen.“