Hako-Werke Ein besonderer Gewerbepark

Haben Wirtschaft und soziales Engagement miteinander vereint: Ernst-Jürgen Gehrke (Geschäftsführer der Hako-Werke) und Georg Kallsen (Hauptgeschäftsführer der Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie) im Ge spräch mit dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen (v.l.). - © Hako

Ein besonderer Gewerbepark

-Am 13. September weihte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen den neuen Gewerbepark Socialtec in Trappenkamp ein. Hier sind die von den Hako-Werken und der Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie (NGD-Gruppe) gegründeten Integrationsunternehmen di.hako.dip, di.hako.tec und di.hako.log angesiedelt, ebenso das Hako-Technologiezentrum Trappenkamp, das Technologieunternehmen Sea & Sun Technologie und die Firma Kuchenbecker Feinmechanik. Weitere Firmen sollen folgen.

Bereits 2000 begann die Zusammenarbeit zwischen der NGD-Gruppe und den Hako-Werken mit der Gründung des Integrationsunternehmens di.hako.dip. Die NGD-Gruppe bietet Dienstleistungen in den Bereichen Berufsvorbereitung, Ausbildung, Kuren, Erholung, Hilfen für Senioren, Hilfen für behinderte Menschen, für Suchtkranke und psychisch Kranke sowie für Kinder, Jugendliche und Heranwachsende in ganz Schleswig-Holstein an. Die Hako-Gruppe produziert und vertreibt professionelle Reinigungstechnik. Das Werk Trappenkamp ist eine von vier Produktionsstätten der Hako-Werke in Deutschland.

Inzwischen wurden zwei weitere Integrationsunternehmen, di.hako.tec (2003) und di.hako.log (2007), nach dem Schwerbehindertenrecht (gem. § 132 ff., Sozialgesetzbuch IX) gemeinsam aufgebaut. „Integrationsunternehmen bieten sowohl für Menschen mit Behinderungen als auch für Wirtschaftsunternehmen Vorteile“, so NGD-Hauptgeschäftsführer Georg Kallsen.

„Das Integrationsunternehmen di.hako.tec hebt sich von den anderen Integrationsunternehmen dadurch ab, dass wir uns wirklich im Hightech-Bereich bewegen“, betonte Hako-Geschäftsführer Ernst-Jürgen Gehrke.

In Trappenkamp arbeiten nicht behinderte Kollegen mit Kollegen, die verschiedene Behinderungen haben, z.B. gehörlos oder psychisch krank sind. Kallsen und Gehrke sind vom Erfolg der Integrationsunternehmen überzeugt, wenn die Professionalität eines Wirtschaftsunternehmens und die eines sozialen Dienstleistungsunternehmens zusammengebracht werden. Insbesondere dann sei ein erfolgreicher Aufbau und Betrieb eines Integrationsunternehmens möglich: Es werden Arbeitsplätze für behinderte Menschen und soziale Randgruppen geschaffen, die öffentliche Hand werde entlastet, da aus Leistungsempfängern Leistungsträger werden, und nicht zuletzt bleibe die Produktion in Deutschland, zu wettbewerbsfähigen Preisen.

Nach Abschluss der Aufbauphase sollen in den drei Integrationsunternehmen ca. 100 Mitarbeiter, davon ca. 70 mit einer Behinderung arbeiten. Das Integrationsamt Schleswig-Holstein fördert das Projekt mit zwei Millionen Euro. Diese Mittel stammen aus der Ausgleichsausgabe, die von Arbeitgebern entrichtet wird, die keine schwerbehinderten Menschen beschäftigen.