Bei der Reinigung eines „ihrer“ 600 Supermärkte kommt die Pura Gebäudereinigung neben einem Glas- und Sanitärreiniger mit nur noch einem weiteren Produkt für die verschiedensten Oberflächen aus – bei besonders guten Ergebnissen auf dem problematischen Feinsteinzeugboden.
Effektive Lösung für alle Bereiche
-Seit sechs Jahren sucht er nach dem optimalen Produkt für die Bodenreinigung in Supermärkten, speziell für Feinsteinzeugfliesen. Nun glaubt er es endlich gefunden zu haben. Andreas Jehl, Betriebsleiter der Pura Gebäudereinigung (Neusäß), schaut zufrieden zu, wie eine seiner Reinigungskräfte ihre Runden mit dem Automaten im Frankenthaler Famila-Markt dreht, einem von rund 600 Supermärkten, die Pura betreut. „Wir sind in diesem Bereich besonders stark vertreten. Da können Sie sich vorstellen, wie mir das Problem unter den Nägeln brannte, denn ich bin ein Perfektionist und das optimale Produkt hatte ich bis dato nicht gefunden – bis jetzt.“
Jehl gibt offen zu, dass er sich nicht scheut, seinen Lieferanten klipp und klar zu sagen, wenn ein Produkt nichts taugt. Ist es gut, findet er immer noch den ein oder anderen Punkt, wo es noch verbessert werden könnte. Deshalb war sich Hans-Leo Fernschild sicher: Bevor Ecolab mit seinem neuen Produkt, dem Ultranetzer Magic maxx, endgültig auf den Markt geht, lässt man es auf Herz und Nieren von Andreas Jehl prüfen. „Er schenkt uns immer reinen Wein ein. Das ist nicht immer angenehm, aber wir wissen, dass sein Urteil kritisch und dennoch fair ist.“
Lösung für jahrelange Probleme
Der Betriebsleiter berichtet: „Wir haben jahrelang immer Probleme mit Feinsteinzeug gehabt, vor allem wegen der Bildung von Schlieren und eines leichten Belages auf dem Boden. Bei unserem ersten Test haben wir das Produkt in der maschinellen Reinigung mit einer Konzentration von 0,5 Prozent gefahren. Zunächst verblieben noch ganz leichte Schattierungen, aber nach dem dritten Tag hatten wir ein Ergebnis, wie ich es mir vorstelle.“ Und auch der Kunde, der „immer anspruchsvoller wird und ein einwandfreies Reinigungsergebnis verlangt“, weiß Jehl.
Das Besondere an der neu entwickelten Reinigungschemie ist, dass sie schaumarm eingestellt ist, d.h. man kann sie sowohl manuell als auch maschinell einsetzen. Die Pura-Mitarbeiter geben sie in der angegebenen Dosierung in einen Fahreimer bzw. in den Tank des Reinigungsautomaten. Anschließend werden damit alle Bodenbeläge im Supermarkt in einem einstufigen Verfahren gereinigt. Neben dem sehr guten maschinellen Reinigungsergebnis ergibt sich für den Dienstleister ein weiterer Vorteil: Jeder Gebäudereiniger ist froh, wenn er in einem Objekt möglichst wenige Produkte einsetzen muss, ohne dabei faule Kompromisse einzugehen. Es lässt sich viel Zeit einsparen, wenn man nicht ständig zwischen verschiedenen Produkten hin und her wechseln muss, weil verschiedene Böden verlegt sind. In der Summe gehen damit zeit-raubende Arbeiten einher wie Wasser- und Moppwechsel und das Durchspülen des Reinigungsautomaten, um die Restbestände der zuvor eingesetzten Chemie zu entfernen. Die Zwänge für den Dienstleister sind jedoch bekannt: Es steht immer weniger Zeit zur Verfügung, das Reinigungsergebnis soll aber wenn nicht sogar besser, dann zumindest nicht schlechter werden. Und da die Pura-Mitarbeiter hier in nur eineinhalb Stunden fertig sein müssen, hilft ihnen die Tatsache, dass sie nur noch ein Produkt einsetzen müssen, ungemein.
Vielseitig einsetzbar
Man könne, betont Jehl, die Vielseitigkeit des neuen Produktes nicht hoch genug einschätzen. Es ist auf allen beschichteten und unbeschichteten Belägen, Natur- und Kunststein, als auch auf glasierten und unglasierten Feinsteinzeugfliesen sowie hydrophoben Oberflächen einsetzbar. „Hier im Objekt reinigen wir damit z.B. Laminat, Feinsteizeug oder auch Betonwerkstein. Bei letzterem ist es essentiell, dass die Chemie die Beschichtung nicht anlöst, so dass der Boden dann stumpf wird. Nebenbei bemerkt: Wir setzen es auch in der Oberflächenreinigung ein.“
Der Ultranetzer ist seit Jahresanfang auf dem Markt und „bewährt sich auf den verschiedensten Oberflächen“, ergänzt Verena Pirchner, die maßgeblich an der Entwicklung des Produktes mitgewirkt hat, während Jehl zustimmend nickt. „Es gibt eigentlich keine Einschränkung, weil der pH-Wert zwar im Konzentrat bei 10 liegt, aber in der Anwendung – in der Unterhaltsreinigung mit einer Dosierung von 0,5 Prozent und in der Intensivreinigung mit 1,5 Prozent eingesetzt – nur noch bei 8. Das heißt beispielsweise, dass mit Magic maxx auch Linoleumböden gereinigt werden können. Wir haben in Tests eine sehr gute Materialverträglichkeit nachweisen können. Deshalb können wir unseren Kunden ein sicheres, weil kennzeichnungsfreies, und effizientes, weil in einer niedrigen Konzentration einzusetzendes Produkt anbieten. Es ist biologisch abbaubar und ökozertifiziert.“ Ein Kriterium, das zwar in der Reinigung von Supermärkten weniger ausschlaggebend ist, das aber von Kommunen als Auftraggeber zunehmend verlangt wird.
„Wir haben es ja auch in einem Supermarkt mit vielfältigen Verschmutzungen zu tun, seien es Öl, Staub, Teer, Fette, Obstsäuren oder Essigsäuren. Das Produkt hat uns bisher nicht im Stich gelassen“, bestätigt Jehl. Im besagten Frankenthaler Famila-Markt mit einer kleinen angeschlossenen Passage setzt Pura seither nur noch drei Produkte ein: einen Sanitärreiniger, einen Glasreiniger und Magic maxx. Den Auftrag hat Pura bereits seit drei Jahren und Andreas Jehl ist zuversichtlich, dass sich mit dem neuen Produkt „so schnell nichts daran ändern wird“, fügt der Betriebsleiter lächelnd hinzu.
Markus J. Targiel | markus.targiel@holzmannverlag.de