Dussmann ist im Geschäftsjahr 2017 erneut gewachsen. Der Gesamtumsatz aller Geschäftsbereiche in 16 Ländern stieg um 4,4 Prozent (2016: 2,2 Prozent) von 2,129 Milliarden Euro auf 2,222 Milliarden Euro. 1,756 Milliarden Euro (2016: 1,685 Milliarden Euro) entfielen auf den Geschäftsbereich Service.

Die Zahl der Beschäftigten stieg im Geschäftsjahr 2017 um rund 800 Mitarbeiter (plus 1,3 Prozent) auf 64.318 an. 33.409 davon waren in Deutschland beschäftigt (minus 2 Prozent) und 30.112 im Ausland (plus 4,8 Prozent).
Das Wachstum gelang nach Unternehmensangaben organisch mit den Kerngeschäftsbereichen Service mit Facility-Management (plus 4,2 Prozent) sowie Care & Kids mit Pflege. Im Bereich der Betreuung von Senioren und Kindern stieg der Umsatz um 5,4 Prozent auf 432 Millionen Euro (2016: 410 Millionen Euro).
Überproportional legte mit einem Umsatzplus von 10,4 Prozent das Auslandsgeschäft zu, vor allem in Italien, Luxemburg und Ungarn. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz lag bei 40,1 Prozent (2016: 38 Prozent) beziehungsweise 893 Millionen Euro (2016: 809 Millionen Euro). In Deutschland setzte Dussmann 1,330 Milliarden Euro (2016: 1,321 Milliarden Euro) um – ein Umsatzplus von 0,7 Prozent.
Der Konzernumsatz (ohne gemanagte Umsätze und Konzerninnenumsätze) lag bei 1,903 Milliarden Euro (2016: 1,814 Milliarden Euro). Auf den Geschäftsbereich Service entfielen 1,459 Milliarden Euro (2016: 1,392 Milliarden Euro). Die EBITDA-Marge auf den Konzernumsatz lag bei 4,8 Prozent.
Für 2018 hat Dussmann sich nachhaltiges Wachstum zum Ziel gesetzt und strebt zugleich ein deutlich verbessertes Betriebsergebnis an.
„2017 war für uns ein sehr ordentliches Jahr, vor allem aber ein Jahr des Übergangs und der Neuaufstellung. Gemeinsam haben Stiftungsrat und Vorstand der Dussmann Group die Weichen für die Zukunft gestellt. In vielen Service-Bereichen gab es eine personelle und inhaltliche Neuorientierung. Jetzt konzentrieren wir uns auf das, was wir durch unsere neue Group-Strategie ,Dussmann Next Level’ bis 2023 erreichen wollen“, sagten die Stiftungsratsvorsitzende Catherine von Fürstenberg-Dussmann und Vorstandssprecher Dr. Wolfgang Häfele bei der Jahrespressekonferenz in Berlin.
Um den Wachstumskurs zu sichern, hat das im August 2017 angetretene neue Vorstandsteam (Wolfgang Häfele, Dieter A. Royal und Wolf-Dieter Adlhoch sowie Hakan Lanfredi, Pietro Auletta und Jörg Braesecke) begonnen, das Portfolio zu analysieren. Der Multidienstleister wird auch künftig in den Bereichen Facility-Management, Pflege und Betreuung von Senioren beziehungsweise Kindern sowie im Medienhandel tätig sein.
„Bei unserer Analyse haben wir durchaus Optimierungspotenziale ausgemacht, die wir nun mit der Dussmann-Group-Strategie 2023 – ,Next Level‘ ausschöpfen wollen, sagte Wolfgang Häfele. Unter anderem will sich das Unternehmen als strategischer Partner für die Auslagerung von Geschäftsprozessen in der Immobilienbewirtschaftung aufstellen. Das Wachstum soll forciert werden, sowohl organisch als auch anorganisch durch Zukäufe. Im Fokus stehen die Gebäudetechnik und der FM-Markt in Middle East, der Ausbau ambulanter Angebote in der Pflege sowie eine Expansion im Bereich Kultur-Kindergarten.
Neben verstärkten Bemühungen um Fach- und Führungskräfte soll auch der Einsatz neuer Technologien ausgebaut und sowohl in die Digitalisierung der Geschäfts- und Verwaltungsprozesse als auch in neue Supporttechnologien investiert werden. Ziel ist es, bis 2023 einen signifikanten Teil der Wertschöpfungskette digital zu erbringen. Dafür will Dussmann Kooperationen, Allianzen oder Joint Ventures eingehen. / HH