Der Hersteller von Reinigungschemie Dr. Schnell produziert ab 2026 alle seine Produkte am Standort Genthin in Sachsen-Anhalt. Am Firmensitz in München verbleiben Forschung, Entwicklung und Verwaltung.

Bereits seit 2022 fertigt Dr. Schnell über seine Produktionsgesellschaft German Hygiene Liquids (GHL) auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern im Chemiepark Genthin. Die Entscheidung, dass die Produktion nun vollständig an diesen Standort übergehen wird, sei bereits vor drei Jahren getroffen worden. Seitdem habe Dr. Schnell rund 5,1 Millionen Euro in den Standort investiert sowie 31 neue Arbeitsplätze geschaffen. Bis Ende des Jahres sollen weitere 14 Arbeitsplätze entstehen.
Grund für die Verlagerung sei das starke Wachstum des Unternehmens: Die bisherigen Produktionskapazitäten in München könnten die steigende Nachfrage nicht mehr abdecken. Der Standort Genthin überzeuge durch seine zentrale Lage mit kurzen, effizienten Lieferwegen sowie durch geeignete infrastrukturelle Voraussetzungen. Damit sei die Produktion in Genthin nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch umwelt- und kundenfreundlich, sodass sich Dr. Schnell für eine erfolgreiche Zukunft am Standort Deutschland gewappnet sieht.
"Wir spüren hier Begeisterung über die Perspektiven, die unsere Investitionen mit sich bringen", sagte Dr. Thomas Schnell anlässlich eines Besuchs von Dr. Reiner Haseloff, dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, im Chemiepark Genthin. Der Geschäftsführer in siebter Generation des Münchener Familienunternehmens weiter: "Für dieses Jahr planen wir, 25 Millionen Liter an Reinigungsmitteln zu produzieren; in fünf Jahren sollen es 50 Millionen Liter sein. Genthin blickt auf eine lange Historie in der Fertigung von Wasch- und Reinigungsmitteln zurück – diese Tradition leben wir weiter."
Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff betonte im Rahmen des gemeinsamen Termins: "Die Akzeptanz für die Branche ist hier groß und die Revitalisierung des Standortes als Chemiepark mit verschiedenen Partnern überaus positiv. Mit Elan geht es weiter – Unternehmen und Menschen in der Region können hoffnungsvoll nach vorne schauen."
Neben dem Ministerpräsidenten nahmen auch die Landtagsabgeordneten Thomas Staudt (CDU), Elrid Pasbrig (SPD) und Olaf Meister (Bündnis90/DieGrünen) am Besuch teil, ebenso der Landrat des Landkreises Jerichower Land, Dr. Steffen Burchhardt, die Bürgermeisterinnen von Genthin und Elbe-Parey, Dagmar Turian beziehungsweise Nicole Golz, sowie Vertreter benachbarter Unternehmen und kommunaler Einrichtungen.
Nach dem Austausch führte GHL-Betriebsleiter Marco Schröder durch die Produktionshallen. Neben Einblicken in Rohstofflager und Abfüllung gab er einen Ausblick auf geplante Erweiterungen wie den Anbau für eine neue Mischerei. Allein in den kommenden beiden Jahren plant Dr. Schnell mit Investitionen von rund fünf Millionen Euro. /GH