Dorfner rekrutiert Nachwuchs im Ausland

Die Dorfner-Gruppe geht neue Wege, um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten: Zwei junge Männer aus Marokko absolvieren nun in Würzburg ihre Ausbildung in der gewerblichen Gebäudereinigung.

Daniela Karl, Ausbildungsleiterin bei Dorfner, und Ausbilder Christian Zschau (li.) zusammen mit den beiden Azubis Zouhair Barqloune (2.v.li.) und Mohammed Naji. - © Dorfner

In Kooperation mit einem Bildungszentrum und einer Vermittlerin aus Marokko konnte Dorfner Anfang des Jahres auf Grundlage des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes zwei junge, qualifizierte Nachwuchstalente im Alter von Mitte 20 bis Anfang 30 in die Bundesrepublik holen. Der Partner vor Ort kümmerte sich um Visa und die erforderlichen Dokumente. Daniela Karl, Ausbildungsleiterin und Sekretärin der Bereichsgeschäftsleitung bei Dorfner, die zusammen mit dem Ausbilder Christian Zschau das Projekt verantwortet hat, sagt dazu: "Wir stehen jedes Jahr aufs Neue vor der Herausforderung, Auszubildende für die Gebäudereinigung zu gewinnen und müssen dazu immer kreativer werden. Wir können nach den ersten Wochen bereits sagen, dass die Aktion ein voller Erfolg war."

Unterstützung von vielen Seiten

Daniela Karl und Christian Zschau organisierten den neuen Dorfner-Azubis zunächst eine Unterkunft. Auch weitere Mitarbeitende des Gebäudedienstleisters packten tatkräftig mit an und spendeten unter anderem Möbel, Haushaltsgeräte oder Bettwäsche für die Neuankömmlinge, sodass die Erstausstattung der Wohnung ohne Probleme klappte.

Ausbildungsstart der marokkanischen Kollegen war Mitte März. Nach ihrer dreijährigen Ausbildung sollen sie übernommen werden. Das Resümee von Daniela Karl zum neuen Weg des Nachwuchs-Recruitings: "Der Prozess hat sich von August 2023 bis ins neue Jahr gezogen und war mit Herausforderungen behaftet, da zu Beginn verschiedene Partner beteiligt waren. Wir wollen das Ganze wiederholen, um jungen, motivierten Menschen einen Start in Deutschland zu ermöglichen. In Zukunft nehmen wir aber einiges selbst in die Hand, sodass der Prozess vereinfacht wird." Mit den gewonnenen Erfahrungen sieht sich das Unternehmen jedenfalls gut dafür aufgestellt, künftig auch in anderen Ländern Nachwuchstalente anzuwerben. /GH