Dorfner: Bilanz 2024 und neue Tochtergesellschaft für Sicherheitsdienste

Die Nürnberger Dorfner-Gruppe hat ihre Bilanz für das zurückliegende Geschäftsjahr 2024 vorgestellt und zugleich den Start einer neuen Tochtergesellschaft für die Erbringung von Sicherheitsdiensten angekündigt.

Der neue Geschäftsbereich Sicherheitsdienste bildet künftig die fünfte Säule der Dorfner-Gruppe neben Gebäudereinigung, Gebäudemanagement, Catering und Servicemanagement. - © Dorfner/Pixel-Shot/AdobeStock

Ein herausforderndes Jahr, geprägt unter anderem durch unsichere wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, liegt hinter der Dorfner-Gruppe. Trotzdem konnte der Nürnberger Facility-Dienstleister im Jahr seines 75-jährigen Bestehens den Umsatz in einem laut Geschäftsführer Peter Engelbrecht "nicht einfachen Umfeld" um 4,2 Prozent auf knapp 350 Millionen Euro steigern. Darin enthalten sind auch die Geschäfte der Auslandsgesellschaften in Österreich und Tschechien, die zusammen mit etwas über 17 Millionen Euro zum Gesamtergebnis beitrugen.

Traditionell generiert der Geschäftsbereich Gebäudereinigung den größten Anteil am Dorfner-Gesamtergebnis. Hier wurden im Jahr 2024 knapp 282 Millionen Euro erwirtschaftet (2023: 271 Millionen Euro). Die Catering-Sparte – ein Bereich, der immer noch mit dem Rückgang bei der Betriebsverpflegung aufgrund des anhaltenden Homeoffice-Trends zu kämpfen habe – blieb "stabil" mit einem Umsatz von 38,4 Millionen Euro und das Gebäudemanagement trug mit 29,6 Millionen Euro (2023: 25,6 Millionen Euro) zum Gruppenumsatz bei. Die Anzahl der Mitarbeitenden bewegte sich zum Stichtag 31. Dezember 2024 mit knapp 11.000 auf dem Niveau des Vorjahres.

Reaktion auf steigende Sicherheitsbedürfnisse

In den vergangenen Jahren hat sich die Dorfner Gruppe nach den Worten von Peter Engelbrecht intensiv auf die Zukunft vorbereitet. Im Masterplan 2033 wurden die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele in den wichtigsten Handlungsfeldern – Digitalisierung, Organisationsstruktur, Nachhaltigkeit – und dem gesamten Bereich der Wissensvermittlung und Personalarbeit festgelegt. Etliche Projekte seien inzwischen abgeschlossen, an einer Vielzahl weiterer werde intensiv gearbeitet.

Aktuell fokussiert man sich bei Dorfner zudem auf den Ausbau des Leistungsportfolios. So kündigte Peter Engelbrecht im Rahmen der Bilanzpressekonferenz an: "Mitte des Jahres gehen wir mit einem neuen Geschäftsbereich an den Start, in dem wir unsere Sicherheitsdienstleistungen bündeln und diese künftig sukzessive ausbauen werden." Maßgeblich für diese Entscheidung sei gewesen, dass das Sicherheitsbedürfnis der Menschen und damit auch die Anforderungen an Unternehmen, Kommunen und sonstige Institutionen in den letzten Jahren deutlich gestiegen seien. Entsprechend habe sich die Nachfrage nach umfassenden Sicherheitsdienstleistungen entwickelt. So gebe es beispielsweise bereits Anfragen von Schulen nach einem Sicherheitsdienst als Pausenaufsicht und auch Notaufnahmen in Krankenhäuser würden ihre Stationen mittlerweile mit Sicherheitspersonal besetzen.

An den Start wird die neue Tochtergesellschaft Dorfner Sicherheitsdienste zunächst mit etwa 100 Beschäftigten gehen und soll dann "mit dem Markt entsprechend wachsen", so Engelbrecht. Zu den entsprechenden Leistungen, die künftig mit eigener Expertise und eigenem Personal und nicht mehr – wie bisher zum Teil üblich – mit Subunternehmern erbracht werden, zählen unter anderem Objekt-, Veranstaltungs- sowie Revierschutz, Streifendienste, Interventionsdienste, Alarmaufschaltungen und auch Sicherheitsberatungen. /GH