Mit 15.136 Besuchern – 6,3 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor – ist die internationale Reinigungsfachmesse Pulire 2015 in Verona/Italien zu Ende gegangen. Rund 270 Aussteller aus 16 Ländern zeigten drei Tage lang, was neu ist im Bereich der professionellen Reinigung.
Rund ein Viertel der Besucher (26,7 Prozent, 2013: 24,7 Prozent) kamen laut Pulire-Veranstalter Afidamp Servizi aus dem Ausland – vor allem aus Europa (75 Prozent), aber auch aus Asien (17,3 Prozent), Amerika (4,4 Prozent) und Afrika (2,1 Prozent). Insgesamt wurden auf dem Messegelände in Verona Fachbesucher aus 99 (2013: 90) Ländern gezählt.
Im Rahmenprogramm waren zahlreiche Vorträge zu hören, unter anderem zum Thema „Internet der Dinge“. Außerdem wurde die Kampagne „European Cleaning Days“ vorgestellt. Initiator ist der europäische Verband der Reinigungsmaschinenhersteller EUnited Cleaning mit Unterstützung des europäischen Dachverbands der Reinigungsbranche (EFCI) sowie der internationalen Vereinigung für Wasch- und Reinigungsmittel (AISE). Weitere Partner sind beteiligt, darunter auch die Messen Pulire und CMS Berlin
(22. bis 25. September 2015). Im Rahmen der Kampagne sollen in den kommenden Monaten zahlreiche Veranstaltungen auf die Bedeutung von Reinigung und Hygiene in Europa hinweisen.
Kärcher mit Premio Innovazione 2015 ausgezeichnet
Am Abend des ersten Messetags wurde in Verona der Innovationspreis Premio Innovazione 2015 verliehen. Als Gesamtsieger setzte sich eine Kehrmaschine (K 125/130 R) von Kärcher durch. Die international besetzte Jury hob vor allem die Vielzahl an Innovationen hervor, die in der Maschine vereint sind. Sechs Produkte von fünf Ausstellern waren ins Finale gelangt: neben der Kärcher-Maschine auch ein Trackingsystem (Collega-me) von Falpi, zwei kleine und leichte Scheuersaugmaschinen von Fimap (Genie XS und Fimop), eine Bodenreinigungsmaschine (Omniflex Autovac) von Kaivac und eine Aufbewahrungs- beziehungsweise Transportlösung für den I-Mop (I-Cart) von Socaf. Ein Blick in die Hallen:
Die mit dem Premio Innovazione ausgezeichneten Kehrmaschine K 125/130 R von Kärcher steht laut Hersteller vor allem für Bedienfreundlichkeit und effizientes Arbeiten. Zu den Besonderheiten gehören ein Kehrsichelbesen zwischen Hauptkehrwalze und Seitenbesen, der das mühelose Auskehren von Ecken ermöglicht, und die Positionierung der Hauptkehrwalze auf der Hinterachse. Dies vereinfacht die Wartung und ermöglicht ein sicheres Überqueren von Bodenschwellen und Rampen. Dank des größeren Walzendurchmessers vergrößert sich auch die Wurfhöhe des aufgekehrten Schmutzes, weshalb sich der 130 Liter fassende Kehrgutbehälter gut befüllen lässt. Eine weitere Besonderheit ist eine vollautomatische, permanent arbeitende Filterreinigung durch Druckluftimpuls. Mit einer Arbeitsbreite von 125 Zentimetern beträgt die Flächenleistung der Kehrmaschine nach Herstellerangaben bis zu 10.000 Quadratmeter pro Stunde. Eine weitere Neuheit: Ein Trockensauger (T 7/1 Classic) der Einstiegsklasse. Mit 3,5 Kilogramm ist er ein Leichtgewicht, erzeugt mit 230 mbar Unterdruck, aber eine hohe Saugkraft bei leisem Betrieb (63 db(A)). Die Vliestüte nimmt nach Unternehmensangaben nahezu doppelt so viel Staub auf wie eine vergleichbare Papierfiltertüte. Zu sehen war zudem eine neue kommunale Saugkehrmaschine (MC 130), die für den Purus Award 2015 in der Kategorie Maschinen nominiert ist. Der Preis wird auf der internationalen Reinigungsfachmesse CMS in Berlin (22. bis 25. September) verliehen. Die Saugkehrmaschine der Ein-Kubikmeter-Klasse – genutzt wird das Chassis des Geräteträgers MIC 50 – kann mit einem Pkw-Führerschein gefahren werden. Sie nimmt eine Last von bis zu 1.100 Tonnen auf, bevor sie das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen erreicht. Der Fahrer sitzt in einer verglasten Kabine über der Vorderachse nahe am Anbaugerät und hat den Arbeitsvorgang stets im Blick. Drei Anbauräume an Front, Heck und über dem Motor ermöglichen das Zusammenfassen mehrerer Arbeitsschritte, zum Beispiel Mähen und Aufnahme des Grüngutes. Die Maschine eignet sich für den Ganzjahreseinsatz in Städten und der Industrie.
Neu bei Nilfisk: eine Mitgängerscheuersaugmaschine (SC500, 53 Zentimeter Arbeitsbreite, 45-Liter-Schmutz- und Frischwassertank) mit schlanken Maßen (127 x 53 x 106 Zentimeter) und praktischen Ausstattungsdetails. Dazu gehört eine automatische Frischwassereinstellung, die sich der Fahrgeschwindigkeit anpasst. Mithilfe einer Smart-Key-Funktion können die Gerätegrundeinstellungen hinterlegt werden. Die SC500 wird mit zwei Schlüsseln in Betrieb genommen: einem gelben, um Reinigungsparameter manuell zu erfassen und einem grauen, um die Maschine zu starten. Benutzerfreundlich ist das Bedienpanel mit One-Touch-Funktion für sicheres Manövrieren des Bürstendecks sowie flexibles Variieren des Anpressdrucks von maximal 30 Kilogramm. Die Saugleiste lässt sich per Fußpedal anheben. Am Ende des Einsatzes kann die SC500 HACCP-konform gereinigt werden: Wenn die Tankabdeckung entfernt wird, hat der Anwender Zugriff auf einen separaten Grobschmutzkorb und einen kippbaren Schmutzbehälter. Ein knickbarer Schlauch befördert das Schmutzwasser in den Abfluss. Die Bürstengeschwindigkeit wird je nach Bodenbeschaffenheit selbstregulierend angepasst. Verbrauchsoptimierend wirken sich auch das Dosiersystem Ecoflex und ein Flüstermodus aus, der die Drehzahl des Saugmotors von 63 auf 60 dB(A) reguliert. Nach Herstellerangaben erzielt die Maschine eine Flächenleistung von 2.650/1.590 Quadratmetern pro Stunde. Eine weitere Neuheit: Der Trockensauger VP600, der für den Purus Award 2015 (CMS Berlin) in der Kategorie Maschinen nominiert ist. Der durchschnittliche Energieverbrauch des Saugers mit EU-Energielabel der Klasse A liegt nach Unternehmensangaben bei maximal 23 Kilowattstunden pro Jahr. Per Knopfdruck passt sich der Sauger an verschiedene Reinigungsaufgaben an, während gleichzeitig der Stromverbrauch optimiert wird. Die Behälterabdeckung lässt sich mit Magnetverschlüssen an der Filterkammer öffnen und schließen. Stoßfänger aus Kunststoff vermeiden Schäden an Gerät und Mobiliar. An einem ergonomisch geformten Einhandtragegriff lässt sich der Sauger transportieren. Das Kabelmodul – mit automatischer Kabelaufwicklung, Standard- oder abnehmbarem Netzkabel – kann mit wenigen Handgriffen ausgetauscht werden. Das Zubehör – wie Kombi-, Hartboden-, Fugen- oder Pinseldüse sowie ein Vlies- und Papierfiltersack – ist an der Rückseite des Saugers verstaut. Er ist mit einem 2.400 Quadratzentimeter großen H13-Hepa-Abluftfilter ausgestattet. Optional steht ein H14-Hepa-Filter zur Verfügung.
Comac stellte zwei neue Scheuersaugmaschinen mit Arbeitsbreiten zwischen 45 und 65 Zentimetern vor: Antea (Tankvolumen 35 Liter) und Versa (Tankvolumen 50 Liter). Eine neuartige Aluguss-Legierung verhilft den Maschinen laut Hersteller zu besonderer Robustheit bei gleichzeitiger Reduzierung des Gewichts. Das geht zu Gunsten von Manövrierbarkeit und Energieverbrauch. Die Flächenleistung liegt je nach Modell zwischen 1.500 und 2.000 Quadratmetern pro Stunde (Antea) sowie 2.000 bis 2.640 Quadratmetern (Versa). In Deutschland sind die Maschinen erstmals auf der CMS in Berlin zu sehen. Eine weitere Neuheit: eine technisch und optisch überarbeitete Version der Aufsitzscheuersaugmaschine C130 (Arbeitsbreite 130 Zentimeter, 360-Liter-Tank, Flächenleistung 7.800 Quadratmeter pro Stunde). Leistungsfähigkeit, Robustheit, Nachhaltigkeit und Bedienerfreundlichkeit standen im Mittelpunkt der Neuentwicklung. Verwendet wird beispielsweise ein neuartiges Saugsystem mit zwei Saugmotoren, die zum Schutz der Motoren seitlich eingebaut sind. Als Vorserienmodell vorgestellt wurde ein „Nonstop-cleaning-System“ für Scheuersaugmaschinen. Dabei wird das beim Reinigen verbrauchte Wasser – ähnlich wie in einer Kläranlage – aufbereitet. Das Schmutzwasser wird direkt in der Maschine in mehreren Stufen filtriert und gereinigt. Es kann mehrfach wiederverwendet werden. Generalimporteur für Comac-Maschinen in Deutschland ist die Firma Kenter mit Hauptsitz in Leipheim.
Neu bei Fimap: zwei besonders kompakte und leichte Scheuersaugmaschinen für kleine und überstellte Flächen beziehungsweise als Alternative zum manuellen Wischen. Hinter dem Namen Genie XS steht eine Maschine mit Drei- beziehungsweise Vier-Liter-Tank und 28 Zentimetern Arbeitsbreite. Mit 20 Kilogramm Gewicht kann sie zusammengeklappt an einem Tragegriff befördert oder wie ein Trolley gezogen werden. Die Maschine ist mit einem parabolischen Saugfuß ausgestattet, der ständig der Fahrtrichtung der Maschine folgt und dadurch in jeder Richtung reinigt und trocknet – vorwärts, rückwärts und im Slalomlauf. Die Bürsteneinheit verstellt sich seitlich zum Maschinengestell und ermöglicht dadurch die Reinigung entlang von Wänden. Im Eco-Modus lassen sich Reinigungsmittel und Energie mit einem Tastendruck optimieren, zugleich wird der Lärmpegel reduziert. Die Flächenleistung liegt bei 900 Quadratmetern pro Stunde, Lithium-Ionen-Akkus garantieren eine konstante Leistung. Die Maschine gehörte beim Premio Innovazione in Verona zu den Finalistenprodukten.
Auch beim Purus Award 2015 (CMS Berlin) ist sie in der Endauswahl (Kategorie Maschinen). Halb so viel wie die Genie XS – nämlich 9,5 Kilogramm – wiegt die Mini-Walzenbürstenmaschine Fimop. Sie ist mit zwei 1,2-Liter-Tanks ausgestattet, die Arbeitsbreite beträgt 33 Zentimeter. Aufgrund der Höhe von
21 Zentimetern kann sie auch unter niedrigen Einrichtungsgegenständen eingesetzt werden. Die Flächenleistung der Maschine, die ebenfalls mit Lithium-Ionen-Akkus arbeitet, liegt laut Hersteller bei 300 Quadratmetern.
IPC Gansow zeigte neue Kehrsaugmaschinen mit speziellem Filtersystem – einem Taschenfilter aus waschbarem Polyestergewebe. Er besteht aus vier bis sechs vertikalen Taschen, die mittels Abstandshalter voneinander getrennt sind. Der darunter positionierte Filter-Rüttelmotor entfernt die in den Taschen aufgefangenen Staubpartikel. Die Intervalle können programmiert werden. Die Hauptkehrwalze der Modelle 1250 und 1280 (85 beziehungsweise 105 Liter Kehrgutbehälter) liegt durch ein selbstnivellierendes, mechanisches System (SLS) optimal auf der Kehrfläche; Bodenunebenheiten werden permanent ausgeglichen. Die obere Haube ist einfach umklappbar. Somit sind die Innenräume und alle Komponenten zur Reinigung und Wartung leicht zugänglich. Die Flächenleistung der beiden Kehrsaugmaschinen mit 120 Zentimetern Arbeitsbreite liegt nach Herstellerangaben bei 7.800/1.500 Quadratmetern pro Stunde. Ebenfalls zu sehen: die Aufsitz-Scheuersaugmaschine CT 80 mit Eco-Taste. Im Sparmodus reicht ein Tankvolumen von 80 Litern für eine Maschinenlaufzeit von bis zu drei Stunden aus. Die theoretische Flächenleistung liegt bei 3.600 Quadratmetern pro Stunde. Proportional zur Wassereinsparung sinkt auch der Chemieverbrauch, gleichzeitig wird die Geräuschemission reduziert.
Einblick in das Scheuersaugmaschinensortiment von Hako gab es am Stand von Ica System. Zu sehen waren Varianten für unterschiedliche Objektgrößen und Einsatzgebiete. Der Aufsitzer Scrubmaster B115 R (Arbeitsbreite: 90 Zentimeter, theoretische Flächenleistung bis 5.800 Quadratmeter pro Stunde) gehörte ebenso dazu wie die handgeführten Maschinen Scrubmaster B45 CLH (Flächenleistung bis 1.900 Quadratmeter) und B70 CL (Flächenleistung bis 4.200 Quadratmeter), jeweils mit antibakterieller Ausstattung der Tanks (Antibac) für den Einsatz in hygienesensiblen Bereichen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen oder der Lebensmittelproduktion. Die antibakteriellen Eigenschaften schützen die Oberfläche des Tankinneren vor Bakterien-, Pilz- und Sporenwachstum, das durch Restfeuchtigkeit und Schmutzrückstände im Tank entstehen kann. Dabei wird auch die Entstehung von unangenehmen Gerüchen reduziert. Nach Unternehmensangaben werden zudem deutlich weniger Desinfektionsmittel für die Tankreinigung benötigt. Antibac gehört bei den Scheuersaugmaschinen Scrubmaster B45 CLH, B70 CL sowie B90 CL zur Serienausstattung. Für verschiedene andere Reihen ist die Ausstattung eine Option.
Der italienische Hersteller Klinmak präsentierte eine neue Aufsitzscheuersaugmaschine (Rido 8065), die nach Unternehmensangaben die Vorzüge von Beweglichkeit und Manövrierbarkeit einer handgeführten Maschine mit der Produktivität und Leistung einer Aufsitzmaschine vereint. Die Reinigungseinheit ist im vorderen Bereich platziert, wodurch auch die Ecken gut erreicht und effizient gereinigt werden können. Dank der vor den Rädern angebrachten Trocknungseinrichtung befinden sich die Räder bei der Unterhaltsreinigung immer auf trockenem Boden. Die Maschine mit zwei 80-Liter-Tanks hat eine Flächenleistung von 3.900/2.000 Quadratmetern pro Stunde. Die Laufzeit liegt bei bis zu vier Stunden. Wartungsarbeiten können einfach und schnell vorgenommen werden. Aufgrund der großen Öffnung auf der Oberseite lässt sich auch der Schmutzwassertank einfach reinigen.
Neu bei Adiatek : eine Scheuersaugmaschine mit 43 Zentimetern Arbeitsbreite, 23-Liter-Tank und Lithium-Ionen-Akku. Der Saugfuß des Modells Baby 43 Lithium lässt sich nach rechts und nach links drehen. Trocknen ist deshalb auch beim Rückwärtsfahren möglich. Das Modell Baby ist mit 35 Zentimetern Arbeitsbreite die kleinste der Scheuersaugmaschinen von Adiatek. Nach dem Gebrauch kann die Maschine hochkant aufgestellt und platzsparend gelagert werden. Unter dem Namen Baby plus LI ist sie jetzt ebenfalls mit Lithium-Ionen-Akkus erhältlich. Die Palette an Scheuersaugmaschinen umfasst bei Adiatek sieben Modelle in mehr als 30 Versionen mit Arbeitsbreiten von 35 bis 120 Zentimetern.
Numatic zeigte eine neue Scheuersaugmaschine (CRO8055/100) aus der Reihe Blue-Line. Der Aufsitzer mit 80-Liter-Tank kann auf mittleren Flächen in der Unterhalts-, Sonder- und Zwischenreinigung eingesetzt werden. Seine Wendigkeit ermöglicht nach Herstellerangaben ein Arbeiten in kleinsten Räumlichkeiten. Gel-Batterien gewährleisten eine Laufzeit von bis zu zwei Stunden. Die Maschine verfügt über eine Arbeitsbreite von 55 Zentimetern und lässt sich problemlos durch Türen und Kassengänge manövrieren. Trotz der kompakten Bauweise können auch große Bediener die Maschine problemlos nutzen. Die Fahrgeschwindigkeit kann über das Bediener-Cockpit festgelegt werden. Die Maschine ist mit PPN-Bürste oder Treibteller erhältlich. Außerdem zu sehen: Reinigungswagen mit Topbox und verriegelbarer Front, die auch für die Reinigung im Gesundheitswesen geeignet sind. Der Basiswagen kann mit zahlreichen Modulen ergänzt werden. In Deutschland sind die Wagen unter dem Namen TopCar erhältlich.
Ein Thema bei Sprintus: eine robuste und einfach zu bedienende Einscheibenmaschine (Hercules) der oberen Mittelklasse. Das wartungsfreie Stahlplanetengetriebe mit einer Antriebsleistung von 175 Umdrehungen/Minute ermöglicht eine gründliche Reinigung aller Hartböden beziehungsweise textilen Böden (Shampoonieren). Die komplette Mechanik besteht aus Metall; Teile, die mit Wasser in Berührung kommen, sind aus Messing gefertigt. Durch das große Griffelement (mit integriertem Knickschutz für das Kabel) ist die Maschine leicht zu führen. Bürsten- und Scheibenwechsel sind per Schnellverschluss werkzeuglos möglich. Das Eigengewicht von 48 Kilogramm kann mit zwei optionalen Zusatzgewichten von jeweils 14 Kilogramm aufgerüstet werden. Ausgeliefert wird die Maschine mit Zwölf-Liter-Frischwassertank, Pad-Treibteller sowie jeweils einer Shampoonier- und Schrubbbürste.
Ein Schwerpunkt bei Sebo : der Bürstsauger Sebo 300/350/450 Evolution, der in drei Arbeitsbreiten erhältlich ist. Zu den Merkmalen gehören ein überlastsicheres Gelenk, schneller Zugang zu sämtlichen Saugkanälen und ergonomisch richtig platzierte Handgriffe. Die niedrige Handlast des einmotorigen Bürstsaugers ermöglicht auch über längere Zeit ein unbeschwertes Arbeiten. Die Bürste kann mit dem Fuß oder dem Handsaugrohr auf vier Arbeitshöhen eingestellt und der Floorhöhe angepasst werden. Ist die Bürste blockiert, schaltet der Sauger automatisch ab. Der Bürststreifen kann werkzeuglos gewechselt werden. Dank eines Kaltgerätesteckers ist es auch möglich, die Anschlussleitung werkzeugfrei auszutauschen. Eine Reinigungsklappe auf der Unterseite der Elektroteppichbürste ermöglicht leichten Zugriff auf den Saugkanal, um eventuelle Verstopfungen zu beseitigen. Der Sauger ist mit einem dreistufigen Filtersystem bis zur Hepa-Klasse ausgestattet. Er ist für den Purus Award 2015 (CMS Berlin) in der Kategorie Maschinen nominiert.
Neu bei Haaga: eine formschlüssig konstruierte Antriebskupplung (iSweep), mit der alle handgeführten Kehrmaschinen der Modellreihe ProfiLine ausgestattet sind. Auch eine Umrüstung ist möglich. Die neue Geometrie macht die Kupplung nach Unternehmensangaben unempfindlich für äußere Einflüsse wie Staub, Schmutz oder Nässe. Das iSweep-System ist laut Hersteller nahezu wartungsfrei. Außerdem sind die Zahnhülsen und die Antriebsschnecken der Akkumodelle jetzt aus selbstschmierendem, glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. Dies steigert die Lebensdauer und reduziert ebenfalls den Wartungsaufwand. Die Tellerbesen der Haaga-Kehrmaschinen nehmen den Schmutz schon vor der Maschine auf. Sie schneiden unter das Kehrgut, heben es an und schieben es direkt in den Behälter – auch nasses und trockenes Laub, Steine, flaches oder großes Kehrgut. Eine zusätzlich eingebaute Kehrwalze sorgt dafür, dass selbst feinster Schmutz aufgenommen wird. Durch die überstehenden Tellerbesen kann der Anwender direkt an der Wand entlang kehren.
Ein Thema bei Unger: das n-Lite-HydroPower-DI-System zur Herstellung von Reinwasser. Deionisation (DI) ist ein chemisches Verfahren, das Ionenaustauscherharze verwendet, um mineralische Ione aus dem Wasser zu entfernen. Das Harz muss regelmäßig ersetzt werden. Das n-Lite-HydroPower-System ist mit Quick-Change-Harzbeuteln ausgestattet, die den Befüllungsprozess beschleunigen. Jeder Beutel enthält eine bestimmte Menge an
frischem Ionenaustauschharz. Für einen reibungslosen Harzwechsel sorgt zudem ein Schnellverschluss. Die Wasserverteilung der FloWater-Technologie ermöglicht nach Unternehmensangaben einen effizienten Wasserstrom durch den Tank, optimiert die Ausnutzung des Harzes und produziert mit einer Harzbeutelfüllung bis zu 30 Prozent mehr Reinwasser als herkömmliche DI-Systeme. Das n-Lite-HydroPower-System ist in drei Größen erhältlich. Es wurde auf der Cleaning Show in London mit dem Innovation Award 2015 im Bereich Glasreinigung ausgezeichnet und ist für den Purus Award 2015 (CMS Berlin) in der Kategorie Equipment nominiert.
Gloria zeigte verschiedene neue Sprühgeräte aus der Clean
Master-Reihe. Die Drucksprühgeräte CleanMaster Performance PF 12 und PF 50 (Füllinhalt: 1,25 beziehungsweise 5 Liter) weisen eine besonders hohe Beständigkeit gegen saure und alkalische Reinigungsmittel mit einem pH-Wert zwischen 2 und 9 auf. Sie sind für das Ausbringen von Desinfektions- und Reinigungsmitteln sowie von bauchemischen Mitteln geeignet. Der Handsprüher CleanMaster Extreme EX100 (Füllinhalt: 1,25 Liter) ist für lösungsmittelhaltige Medien konzipiert, die Feinsprühgeräte CleanMaster Extreme
EX 05 und 10 (Füllinhalt: 0,5 beziehungsweise 1 Liter) sind für das Arbeiten mit entfettend wirkenden Mitteln geeignet. Ein Pumpvorgang genügt für zwei kraftvolle Sprühstöße.
CWS-boco zeigte das Duftsystem „Paradise Air Bar“, nominiert für den Purus Award 2015 (CMS Berlin) in der Kategorie Waschraumhygiene. Das System in puristischem Design neutralisiert schlechte Gerüche – nicht nur im Waschraum. Der Duft – erhältlich sind neun Varianten – wird durch ein Verdunstungssystem in den Raum getragen. Im Inneren des Spenders ist Platz für zwei Duftkartuschen. Ist eine aufgebraucht, wechselt die Air Bar zur nächsten. Die Intensität kann individuell eingestellt werden. Möglich sind viele weitere Einstelloptionen. So kann zum Beispiel
zwischen zwei Düften gewechselt werden, um dem Phänomen der Duftgewöhnung vorzubeugen. Die Inhaltsstoffe sind nach Unternehmensangaben für Menschen und Umwelt unschädlich. Ebenfalls bei CWS-boco zu sehen: eine Türklinke („CWS Clean Touch“), die mit einer Folie überzogen ist. Sie erneuert sich nach jedem Gebrauch automatisch. So erhält jeder Besucher seinen eigenen sauberen Griff. Um die Tür zu öffnen, muss der Toilettenbesucher nur leicht am Griff ziehen. Die integrierte Kartusche unterhalb des Griffes verfügt über ein Zweikammersystem, das frische und gebrauchte Folien voneinander trennt. Eine Kartusche beinhaltet 2.000 Folienportionen. Außerdem wurde das Nachhaltigkeitslabel „ecoilet“ für den Waschraum vorgestellt. Das Label wird für den Einsatz von Stoffhandtuchspendern, Seifenschaumspendern und Recyclingtoilettenpapier des Unternehmens vergeben. Waschraumbetreiber haben mit dem Siegel in Form einer Plakette die Möglichkeit, ihren Waschraum zur grünen Visitenkarte zu machen.
Neu bei Lucart: eine Spenderserie (Identity) für den öffentlichen Waschraum, erhältlich in Schwarz und in Weiß. Transparente Bereiche ermöglichen die Kontrolle der Produktmenge. Der
Toilettenpapierspender, ausgezeichnet mit dem „Golden Broom 2015“ (Kategorie Technologie) auf der ISSA/Interclean in Warschau, arbeitet nach dem Autocut-Prinzip. Das Papier wird im ungefalteten und gebrauchsfertigen Zustand ausgegeben. Auf einer Rolle befinden sich 900 Stücke, jeweils 22,5 Zentimeter lang. Der Spender kann mit Papier der Serien EcoNatural, Eco und Strong bestückt werden. Der Papierhandtuchspender (Einzelblattausgabe) lässt sich mit Produkten der Serien EcoNatural, Eco, Strong und Strong Blue füllen – einfach und schnell mit einem Fast-Refill-System. Die Schlösser können sowohl beim Toilettenpapier- als auch am Papierhandtuchspender durch Knöpfe ersetzt werden, um die Nachfüllvorgänge zu beschleunigen. Die Serie enthält auch einen Seifenspender (Schaum- oder Sprühseife beziehungsweise Händedesinfektionsmittel).
Im Mittelpunkt bei Sofidel (Papernet) standen die Linien
Dissolve Tech und Bio Tech. In trockenem Zustand saugfähig und reißfest wie ein normales Papierhandtuch, bei Kontakt mit Wasser innerhalb von zwei bis drei Minuten löslich wie Toilettenpapier: Die Falthandtücher und Handtuchrollen der Linie Dissolve Tech verringern das Risiko von Verstopfungen in Rohrleitungen und senken somit die Instandhaltungskosten. Die Papierhandtücher zersetzen sich im WC bis zur Faser und sind geeignet für den Einsatz in Einrichtungen mit eingeschränkten Abflusssystemen wie in Flugzeugen, Zügen oder Schiffen, aber auch für Abwassersysteme in hochfrequentierten Einrichtungen. Die Produkte der Bio-Tech-Serie (Falthandtücher und Toilettenpapier) enthalten Mikroorganismen. Sie reduzieren bei Kontakt mit Wasser im Toilettenbecken Ablagerungen in den Rohrleitungen. Die Rohre
lassen sich auf diese Weise frei von Verstopfungen halten, schlechte Gerüche werden entfernt. Das dermatologisch getestete Produkt ist nach Herstellerangaben für Haut, Augen und Intimbereich des Menschen unbedenklich.
Einwegspender in verschiedenen Farben waren bei JM Metzger zu sehen. Die einen Liter fassenden Designkartuschen aus der Reihe Lavela enthalten Seife, Schaum oder Lotion. Austausch und Montage sind dank Baukastensystem mit wenigen Griffen möglich. Eine Wandplatte mit Bedienungsteil, Verschluss und Schlüssel komplettiert das Konzept. Die Spender sind auch als Industrie-Variante mit Zwei-Liter-Kartuschen für Grobreiniger und Lotionen erhältlich.
TTS zeigte ein neues Modul als Ergänzung für die Reinigungswagenlinie Magic Line. Das Magic-Mini-Modul mit einer Grundfläche von 50 x 52 Zentimetern kann mit einem Klick an ein Magic-Line-Element an- und wieder abgehängt werden, wenn der Wagen beispielsweise platzsparend untergebracht werden soll. Bis zu sechs Elemente können kombiniert werden. Das Mini-Modul kann mit der Dosiereinheit Dosely oder anderem Zubehör bestückt werden. Ebenfalls neu: Ein Fahreimer (Eroy), der sämtliches Reinigungsequipment für kleinere Objekte aufnimmt. Der Eimer
(57,5 x 33,5 Zentimeter) auf Rollen kann mit verschiedenen Einsätzen versehen werden. An einem doppelseitigen Griff lässt er sich auch tragen. Außerdem wurde ein Halter (Bilap) für Mikrofasertücher präsentiert. Das Tuch wird dabei an einem Klipp mit sternförmigem Schlitz befestigt. Der Halter, biegbar bis zu einem Winkel von 270 Grad, lässt sich auch mit Teleskopstiel beziehungsweise -stange kombinieren, um in größerer Höhe zu reinigen.
Vileda stellte das System UltraSpeed Pro vor. Basis ist ein Fahreimer (25 Liter) mit Presse, der durch einen zweiten Eimer (zehn Liter) zum Doppelfahreimer erweitert werden kann. An einem Schiebebügel lässt sich ein weiterer Sechs-Liter-Eimer befestigen – für die Oberflächenreinigung oder zum Transport von Equipment. Je nach gewählter Variante gehören neben Chassis (56 x 38 Zentimeter Grundfläche), Eimer(n) und Presse auch ein Mopphalter sowie verschiedene Wischbezüge zum System. Der Halter mit großem Fußpedal ist leicht zu öffnen und bleibt geöffnet, wenn das Pedal betätigt wurde. Dank Befestigungsstreifen an den Mopps müssen die Bezüge zum Auspressen nicht abgezogen werden. Das System ist für den Purus Award 2015 (CMS Berlin) in der Kategorie Equipment nominiert. Außerdem neu bei Vileda: Einwegtücher aus Mikrofaser (MicroOne). Nach Unternehmensangaben nehmen die Tücher 99,9 Prozent der Bakterien auf der zu reinigenden Fläche auf. Sie eignen sich für die Anwendung mit chlorhaltigen Desinfektionslösungen und minimieren die Gefahr der Keimverschleppung. Eine Verpackungseinheit beinhaltet 50 Tücher in Z-Faltung. Die Tücher können direkt im Kunststoffbeutel, platziert in einem Eimer, mit Reinigungslösung getränkt werden.
Neu bei Kiehl: der Sanitärreiniger Sanikal-eco, der jetzt auch als mit dem EU-Ecolabel ausgezeichnete Variante erhältlich ist. Der säure- und chlorfreie Reiniger ist kennzeichnungsfrei. Er löst Kalk- und Kalkseifenrückstände ebenso wie ölige und fettige Verschmutzungen. Sanikal-eco kann auf fast allen wasserbeständigen Oberflächen und Gegenständen im Sanitärbereich eingesetzt werden. Mittlerweile hat Kiehl rund 25 mit dem EU-Ecolabel ausgezeichnete Produkte im Sortiment. Dazu gehört auch der Kalk- und Fettentferner Vinox-eco auf Säurebasis. Die umweltgerechten Inhaltsstoffe ermöglichen nach Unternehmensangaben eine intensive Kalklösung und hervorragende Emulgierung von öl- und fetthaltigen Verschmutzungen. Durch den Verzicht auf Duft- und Farbstoffe ist Vinox-eco für den Küchen- und lebensmittelverarbeitenden Bereich besonders geeignet. Ein weiterer Sanitärreiniger, der in Verona präsentiert wurde: Oxycal. Die Säuremischung in Kombination mit sauerstoffabspaltenden Inhaltsstoffen erlaubt eine schnelle Reinigung mit Bleichwirkung. Durch die oxidative Wirkung des Sauerstoffes werden Gerüche neutralisiert und die Luftqualität wird verbessert. Auch die Kiehl-App war ein Thema. Sie ist für den Purus Award 2015 in der Kategorie Managementsysteme und Software nominiert.
Im Mittelpunkt bei Werner und Mertz (Tana) stand die Produktreihe „green care professional“, die mit dem Cradle-to-Cradle-Zertifikat in Gold ausgezeichnet ist: Sanet perfect, Sanet zitrotan und Sanet alkastar im Bereich Sanitärraum, Tanet SR 15, Tanet karacho und Tanet orange für Oberflächen, Tawip vioclean für Fußböden und Glass cleaner für Glasoberflächen. Das Sortiment aus ökoeffektiven Reinigungs- und Pflegemitteln spiegelt besonders innovativ entwickelte Produkte wider, die das europäische Umweltzeichen Ecolabel erhalten haben. Alle Produkte sind in Ein-Liter-Flaschen und Fünf-Liter-Kanistern erhältlich und ermöglichen nach Unternehmensangaben die Umsetzung eines ganzheitlich nachhaltigen Denkansatzes. Ein Thema am Stand war auch die Bodenpflege mit dem Grundreiniger Linax complete aus der Reihe „green care professional“. Das neue Produkt für die Grundreinigung von Böden und Oberflächen steht laut Hersteller zusammen mit der Pflegedispersion Longlife complete für einen Dreiklang aus Leistungsstärke, Ökologie und Wirtschaftlichkeit. Beide Rezepturen sind mit dem Umweltzeichen Nordic Swan ausgezeichnet und verzichten auf (öko)-toxikologisch bedenkliche Inhaltsstoffe wie Phosphate, EDTA, NTA und Parfüm, Farbstoffe. Linax complete entfernt nach Herstellerangaben auch hartnäckige Beschichtungen und starke Pflegeaufbauten. Ein Nachspülen oder Neutralisieren ist nicht erforderlich.
Heike Holland | heike.holland@holzmann-medien.de