Der Reinraummarkt ist innovativ, hoch dynamisch, stark segmentiert – und größer als bislang bekannt. Basisdaten dazu liefert nun eine aktuelle Marktanalyse unter dem Titel "Der deutsche Reinraummarkt 2024 (Exkurs D-A-CH)".

Vergleichbare Daten zum deutschen oder europäischen Reinraummarkt lagen bislang nicht vor. Diese Lücke konnte das Spezialmarktforschungsunternehmen Macrom Marketingresearch & Consult nun schließen. Die 80-seitige Studie beleuchtet die Dynamik des Marktes und stellt die deutsche Gesamtmarktstruktur nach Betreiberbranchen, Reinraumklassen, -größen und Mitarbeitern dar. Zudem gibt sie Einblick in den Markt der Reinraumreinigung, unterteilt nach Anbietern, sowie Zuliefersegmente wie Reinraumbekleidung oder Reinraumwäsche.
Der Analyse zufolge ist der Reinraummarkt in der D-A-CH-Region mit 3,3 Millionen Quadratmetern Bestandsfläche weit größer als bislang bekannt. Dies hängt laut Macrom sowohl mit einer starken Entwicklung im GMP-Bereich zusammen, geprägt vor allem von der deutschen und schweizerischen Pharmaindustrie und Medizintechnik, als auch im ISO-Bereich von der Branche Elektronik/Mikroelektronik.
Da nicht nur die beiden großen Industriezweige Pharma/Chemie/Kosmetik und Mikroelektronik Wachstum aufweisen, sondern auch Branchen wie Optik/Laser, Maschinenbau, Lebensmittel, Automotive sowie neuerdings die Batteriezellenfertigung immer größere Flächen im Reinraum benötigen, wächst der deutsche Reinraummarkt um annähernd zehn Prozent jedes Jahr.
Der deutsche Markt ist laut Macrom-Analyse der dynamischste in der D-A-CH-Region und hat auch eine Art Leadfunktion übernommen - weil zahlreiche Funktionen wie die Reinraumplanung, -erstellung sowie -produktion von Filteranlagen oder Wand-/Deckenpanelen in Deutschland konzentriert sind. Ein eigenständiger Teil innerhalb des deutschen Marktes ist die Reinraumreinigung, die größtenteils von spezialisierten Dienstleistern abgedeckt wird. Großunternehmen belegen dabei stattliche Marktanteile. Hinzu kommen regional tätige, eher kleinere Firmen ebenso wie Eigenreinigung der Betreiber.
Die große Zahl der Beschäftigten im Reinraum wird ebenfalls von einer Reihe spezialisierter Reinraumbekleidungslieferanten versorgt – mit Einmalbekleidung, aber auch Mehrwegbekleidung, häufig im Miettextilverfahren, was Wäsche, Aufbereitung und Transport unter Reinraumbedingungen erfordert. Sowohl Teile der Bekleidungsausstattung als auch die Wäsche werden von Reinraumwäschespezialisten durchgeführt. In der Wäsche ist der deutsche Markt stark konzentriert, die wenigen Anbieter führen diese Dienstleistung teilweise auch für Betreiber in der Schweiz durch.
In der Summe handelt es sich laut Michael Jansen von Macrom trotz vielfacher Hinweise auf einen homogenen Wirtschaftsraum mit starken Verflechtungen untereinander um einen stärker differenzierten D-A-CH-Markt mit unterschiedlichen Marktvolumina, Segmentierungen und differenzierterer Entwicklungsdynamik. Weitere Informationen zur Studie gibt es auf www.macrom.de oder direkt bei Michael Jansen, E-Mail: jansen@macrom.de. /HH