Kehrsaugmaschinen auf Teppichboden Dauerstress in der Nullnacht

Messehallen Berlin: Vor und während einer Messe laufen drei Kehrsaugmaschinen zu großer Form auf. Auf den Gängen und Ständen kehren sie problemlos die qualitativ unterschiedliche Auslegware und beseitigen den hohen Schmutzanfall.

  • Bild 1 von 4
    © IP GAnsow
    Teppichkehrsaugen, hier mit der Genius 1050 DP, ermöglicht Flächen leistungen bis zu 6.600 m 2 /h.
  • Bild 2 von 4
    © IP Gansow
    Die Teppichkehrsauger JET 460 B und JET 520 BT sind mit Feinstaubfiltern ausgerüstet.
  • Bild 3 von 4
    © IP Gansow
    Auch bei hoher Überstellungsdichte ist dank der kompakten Bauweise ein wirtschaftliches Kehrsaugen gewährleistet.
  • Bild 4 von 4
    © IP Gansow
    Der Antrieb der handliche Kehrsaugmaschinen ermöglicht ermüdungsfreies Arbeiten bei hoher Flächenleistung.

Dauerstress in der Nullnacht

-„An rund 250 Tagen im Jahr haben wir ein mehr oder weniger volles Haus“, erzählt Uwe Schulz, Niederlassungsleiter der Gegenbauer Gebäudeservice GmbH. Er ist vor Ort zuständig für die Messe Berlin und das Internationale Congress Centrum (ICC). „Während dieser Tage sind wir auf dem Gelände mit bis zu 250 Leuten unterwegs und sorgen für den reibungslosen Ablauf der entsprechenden Veranstaltung.“ Diese reichen von der Internationalen Funkausstellung über den Publikumsrenner, die Grüne Woche, bis hin zu Veranstaltungen, Kongressen und Firmenpräsentationen, die zum Teil auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Damit sich pünktlich zum jeweiligen Veranstaltungsbeginn die Ausstellungsfläche optisch in einem sauberen Zustand präsentiert, kommt der Reinigungstechnik eine große Bedeutung zu. Zum gründlichen und wirtschaftlichen Kehren der Teppichfliesen und Auslegware in den Hallen setzt das Dienstleistungsunternehmen drei Kehrsaugmaschinen der IP Gansow GmbH, Hamm, ein: die handgeführten Maschinen Jet 460 B und Jet 520 BT sowie die speziell fürs Teppichkehrsaugen umgebaute Aufsitzmaschine Genius 1050 DP. Sie erlauben hohe Flächenleistungen und sind damit für eine wirtschaftliche Reinigung prädestiniert. Die Abkürzung DP steht übrigens für Dual Power: Der Hybridantrieb gestattet das Umschalten vom Verbrennungsmotor auf den Batterieantrieb. Die Folgen sind unter anderem eine höhere Leistung um bis zu 20 Prozent, weniger Spritverbrauch und damit eine geringere Umweltverschmutzung.

Konzepte für den Messestandort Berlin

Ein Projekt mit Pilotcharakter stellt die Übertragung der kompletten technischen und infrastrukturellen Gebäudebewirtschaftung für das Messe- und Kongressgelände Berlin an einen externen Dienstleister dar. Durch ein eigens gegründetes Fachunternehmen sichert Gegenbauer gemeinsam mit einem Partner die Grundversorgung des Messegeländes sowie die reibungslose Durchführung von bis zu 250 Veranstaltungen im Jahr.

Die Dienstleistungen reichen von der technischen Betriebsführung, Unterhalts- und Glasreinigung, Grünpflege bis zu den Sicherheitsdiensten und der Beleuchtungs- bzw. Medientechnik. 160.000 m2 Hallenfläche, verteilt auf 26 Hallen, sowie 13 ha Außenfläche werden vom Dienstleister bewirtschaftet. „Flexibilität ist für uns das A und O“, bekräftigt Uwe Schulz. „In der ausstellungsfreien Zeit ist beispielsweise die laufende Unterhaltsreinigung relativ gering, während bei Messen und Ausstellungen die Anforderungen steigen. Und da wir im Vorfeld niemals wissen, wie viele Aussteller letztlich auf unsere Dienstleistungen zurückgreifen, entscheidet sich erst relativ kurzfristig, ob wir zusätzlich 50.000 oder
70.000 m2 Standreinigung abdecken müssen. Das macht einerseits die Planung der Mitarbeiter schwierig, andererseits müssen wir vollkommen flexibel auf die Anforderungen vor Ort reagieren. Das heißt, unser Improvisationstalent ist ständig gefragt.“

Wirtschaftliche Maschinentechnik

Auf den Verkehrsflächen des Messegeländes kommen überwiegend Steinfliesen zum Einsatz, während in den Hallen empfindliche Auslegware oder robuste Teppichfliesen vorherrschen. Ein weiterer Trend geht zum wieder verwendbaren Laminat. Welchen Belag der Dienstleister auch immer vorfindet: Alles muss vor Veranstaltungsbeginn glänzen. Im Regelfall wird ein Tag vor der Veranstaltung mit der abschließenden Reinigung der Gänge begonnen. Danach wird abends der Teppich verlegt. Währenddessen geht der Aufbau der Stände mit dem entsprechenden Schmutzanfall weiter. „Von der Zigarettenasche bis zur Holzpalette, von Kartonagen bis zu Prospekten, von Nahrungsabfällen bis zu Sägespänen und mehr reicht die Schmutzpalette, die in diesen hektischen Stunden vor Veranstaltungsbeginn anfällt“, erzählt der Gegenbauer-Teamleiter Holger Gärtner. „Aus wirtschaftlichen Gründen setzen wir zur effektiven Schmutzbeseitigung und Reinigung grundsätzlich Maschinentechnik ein, da wir nur so in der Kürze der Zeit auf die entsprechende Flächenleistung kommen.“ In den Stunden vor der Messe, in der so genannten Nullnacht, ist das Unternehmen dauerhaft mit der Reinigung beschäftigt. „Wir frischen permanent auf und arbeiten in verteilten Zeiteinheiten und setzen alle Kehrsaugmaschinen in allen Bereichen ein“, so Holger Gärtner. Sie haben aus wirtschaftlichen Gründen die sonst üblichen Staubsauger verdrängt. Da der am Vorabend verlegte Teppich in denGängen lediglich mit maximal zwei Klebebandstreifen befestigt wird, besteht die Gefahr des Verrutschens. Aus diesem Grund sindin den Gängen überwiegend die leichteren handgeführten Kehrsaugmaschinen mit Fahrantrieb im Einsatz, die mindestenseine dreifach höhere Flächenleistung als die sonst üblichen Staub- oder Bürstensauger erbringen. „Morgens um 7 Uhr müssenwir fertig sein“, schildert Holger Gärtner. Während der Messetage finden dann ab 18 Uhr die üblichen Reinigungsarbeiten statt. Auch hier kommen die drei Kehrsaugmaschinen zum Einsatz.

Auf den weniger empfindlichen textilen Belägen, den Teppichfliesen, kommt die robuste Aufsitzmaschine zum Einsatz. Ausgestattet mit Benzin- und Batterieantrieb sowie umgebaut mit Flaps, Rädern und Kehrwalze speziell für die Teppichreinigung sorgt sie für eine besonders hohe Flächenleistung. Sie liegt bei 6.600 m2/h.

Service und Maschinenleistung stimmen

Bei einer Arbeitsbreite von 1.100 mm mit Seitenbesen bzw. 650 mm mit Hauptkehrwalze sorgt sie für besonders wirtschaftliches Teppichkehren. „Diese Maschine ist die ganze Nacht fast ununterbrochen im Einsatz“, berichtet Uwe Schulz. „Sie muss auch einmal über einen Bordstein fahren können oder Steigungen bewältigen.“ Der permanente Anpressdruck für Hauptkehrwalze und Seitenbesen, das so genannte Self-Levelling-System (SLS), gleicht Bodenunebenheiten aus und sorgt damit für ein gleichbleibendes Reinigungsergebnis.

Die handgeführten Kehrsaugmaschinen können von allen Mitarbeitern einfach bedient werden. Der Fahrantrieb für die Vorwärtsfahrt erleichtert auch unter ergonomischen Gesichtspunkten den Einsatz, indem er über einen längeren Zeitraum hinweg ein ermüdungsfreies Arbeiten ermöglicht. Auch an die Laufzeit der Batterien werden hohe Anforderungen gestellt: „Während einer Schicht müssen andere Maschinen in der Regel dreimal geladen und somit jeweils zur Aufladestation zurückgebracht werden. Dies erfordert hohe ineffiziente Wegezeiten und verteuert entscheidend den Quadratmeterpreis der zu reinigenden Fläche. Das integrierte Ladegerät in beiden handgeführten Modellen erleichtert den flexiblen Einsatz. Zur Not kann jede Steckdose genutzt werden; somit erarbeiten diese Maschinen einen nennenswerten Kostenbonus. Wir sparen bis zu zwei Stunden ein“, bestätigt Uwe Schulz. Der Feinstaubfilter bindet den Feinstaub perfekt und verhindert damit, dass er wieder ausgeblasen wird und sich auf dem Boden und den Ausstellungsstücken absetzt. Flächenleistung, Ergonomie und das Reinigungsergebnis: Das sind die wesentlichen Kriterien, die die Kehrsaugmaschinen erfüllen müssen. Dazu müssen sie robust sein. „Wir sind sowohl mit den Maschinen als auch dem Service zufrieden“, bilanziert abschließend Uwe Schulz. „Sollte es zu einem Defekt kommen, kann die Reparatur nur tagsüber erfolgen. Nachts müssen sie einfach nur laufen!“

Kommunikationsagentur Schwarz