Bierbaum-Proenen (BP) nimmt seit diesem Jahr als erstes Berufsbekleidungsunternehmen weltweit am Fairtrade-Baumwoll-Programm teil. Damit verpflichtet sich das Kölner Unternehmen zur Abnahme einer bestimmten Menge von Fairtrade-zertifizierter Baumwolle.
Mit diesem Schritt will der Hersteller von Berufskleidung und persönlicher Schutzausrüstung sein Engagement für nachhaltige Arbeits- und Produktionsbedingungen weiter ausbauen.
Im Rahmen des Programms wurden im Jahr 2016 fünf Prozent der Baumwolle - das entspricht 62 Tonnen - zu Fairtrade-Bedingungen eingekauft. Gemäß der Vorgaben des Programms soll die Menge in den kommenden Jahren weiter ansteigen.
Das Programm unterstützt unter anderem durch feste Mindestpreise Kleinbauern, die Baumwolle nachhaltig produzieren, indem sie etwa auf genmanipuliertes Saatgut und künstliche Bewässerung verzichteten und den Einsatz von Chemikalien restriktiv handhaben.
Die eingekaufte Menge an Fairtrade-Baumwolle kann mit anderer Baumwolle oder anderen Fasern gemischt und in der Lieferkette von Bierbaum-Proenen oder anderen Lieferketten verarbeitet werden. Demnach ist die zertifizierte Baumwolle nach Unternehmensangaben nicht zwingend in Artikeln des Herstellers enthalten, die Marktdurchdringung von zertifizierter Baumwolle insgesamt jedoch steigt durch das Engagement weiter an.
Bereits seit 2010 ist Bierbaum-Proenen Mitglied der Fair Wear Foundation (FWF). Die unabhängige Multi-Stakeholder-Initiative setzt sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der internationalen Bekleidungsindustrie ein.
2015 trat das Unternehmen zudem dem Bündnis für nachhaltige Textilien bei. Die Regierungsinitiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung soll soziale, ökologische und ökonomische Standards in der Produktions- und Handelskette der Bekleidungsindustrie sichern.