Kärcher Ausstellung zum Leben und Wirken Alfred Kärchers eröffnet

  • Bild 1 von 3
    © Kärcher
    Anlässlich der Ausstellungseröffnung ehrte der Winnender Oberbürger meister Bernhard Fritz (re.) Irene und Alfred Kärcher posthum mit der Bürgermedaille, der höchsten Auszeichnung der Stadt, die von den Kindern Susanne Zimmermann von Siefart und Johannes Kärcher entgegenge nommen wurde.
  • Bild 2 von 3
    © Kärcher
    In der Ausstellung wird deutlich, dass Alfred Kärchers Denken zeitlebens weniger um die Reinigung als um die Heiztechnik kreiste. An einem mobilen Dampferzeuger (Typ DE 25-25 EF) im Gespräch: Hartmut Jenner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Alfred Kärcher GmbH & Co. KG (li.) und Johannes Fuchs, Landrat des Rems-Murr-Kreises.
  • Bild 3 von 3
    © Kärcher
    In der Ausstellung präsent: der europaweit erste (und einzige noch er haltene) Heißwasser-Hochdruckreiniger KW 350 von Kärcher.

Ausstellung zum Leben und Wirken Alfred Kärchers eröffnet

- Im September hat sich der Todestag von Alfred Kärcher zum 50. Mal gejährt. Zu Ehren des früh verstorbenen Firmengründers er wurde nur 58 Jahre alt hat das nach ihm benannte Unternehmen am Stammsitz in Winnenden eine Ausstellung mit dem Titel „Alfred Kärcher ein württembergischer Tüftler & Unternehmer“ feierlich eröffnet. Als Gäste waren zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Politik, Lehre und Wissenschaft sowie ehemalige Mitarbeiter eingeladen. „Mit dieser Ausstellung wollen wir unseren Firmengründer ehren und sein Lebenswerk würdigen“, sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Seine Begeisterung für die Technik und sein verantwortungsvolles, an den Bedürfnissen von Kunden und Mitarbeitern ausgerichtetes Handeln prägen unsere Unternehmenskultur bis heute.“ In der Ausstellung, die in einem historischen Backsteingebäude auf dem Firmengelände zu sehen ist, werden mit zeitgenössischen Fotografien die Lebensabschnitte Alfred Kärchers dargestellt. Zu den Exponaten gehören zahlreiche historische Dokumente und Erfindungen des schwäbischen Ingenieurs, darunter Anwärmgeräte für Flugzeugmotoren, Bordheizgeräte, Dampferzeuger und der erste europäische Hochdruckreiniger KW 350.

1935 gründete der Ingenieur Alfred Kärcher in Stuttgart-Bad Cannstatt ein eigenes Unternehmen, um seine Produktideen auf dem Gebiet der Heiztechnik selbst zu verwirklichen und auf den Markt zu bringen. 1939 erfolgte der Umzug nach Winnenden, wo sich noch heute der Hauptsitz des Familienunternehmens befindet.

Der Durchbruch in der Reinigungstechnik gelang Alfred Kärcher 1950 mit der Entwicklung des ersten europäischen Heißwasser-Hochdruckreinigers. Viele seiner Ideen erwiesen sich bei Konstruktion dieses Geräts als so zukunftsweisend, dass sie heute noch Stand der Technik sind. Den globalen Erfolg seiner Erfindung erlebte Alfred Kärcher nicht mehr. Als er am 17. September 1959 im Alter von 58 Jahren starb, übernahm seine Frau Irene die Geschäftsführung und lenkte die Geschicke des Unternehmens drei Jahrzehnte lang. In dieser Zeit fielen die Entscheidungen, die Kärcher bis heute prägen: die Internationalisierung des Geschäfts, die Konzentration auf die Reinigung und der Einstieg in den Endverbrauchermarkt. Das Familienunternehmen Kärcher hat sich im Lauf der Jahre zum weltweit größten Reinigungsgerätehersteller entwickelt. Im vergangenen Jahr wurden mit 6.859 Mitarbeitern 1,401 Milliarden Euro umgesetzt und mit 6,38 Millionen verkauften Geräten die höchste Stückzahl in der Firmengeschichte erzielt.

Mit Hochdruckreinigern, Saugern und Dampfreinigern, Kehr- und Scheuersaugmaschinen, Trockeneis-Strahlgeräten, Kfz-Waschanlagen, Trink- und Abwasseraufbereitungsanlagen sowie Reinigungsmitteln hat Kärcher heute eine breit gefächerte Produktpalette und bietet u.a. Komplettlösungen für viele Reinigungsaufgaben an. Dem schließen sich Wasserspender und Gartenpumpen mit umfangreichem Zubehör an. Die Hauptabnehmer für Kärcher-Geräte finden sich im Gebäudereiniger-Handwerk, im Gastgewerbe, in der Landwirtschaft, bei den Kommunen, im Handwerk und in der Industrie und bei den privaten Haushalten. Das Typische der Firma charakterisierte Hartmut Jenner wie folgt: „Zwischen dem Unternehmen Alfred Kärchers damals und heute besteht eine sehr genaue Übereinstimmung in der zentralen Bedeutung der Innovation für Erfolg und Wachstum. Dazu gehört zum einen der Wille zur Verbesserung, zur Perfektion, aber zum anderen auch die Neugierde, die Lust zum Wagnis und die Freude am Experiment.“

Die Ausstellung zum Leben Alfred Kärchers kann bis zum 7. Februar 2010 sonntags in etwa einstündigen Führungen ab 10.00 bzw. 11.00 Uhr besichtigt werden. Anmeldungen werden entgegengenommen unter Tel. 07195/144252 oder ausstellung@de.kaercher.com. Der Eintritt ist frei. Im Lauf des nächsten Jahres wird die Ausstellung noch erweitert. Dann wird die gesamte Geschichte des Unternehmens anhand der Exponate dargestellt.

Niels W. Buhrke