Gewerbliche Schule Metzingen Ausbildertag: Dialog zwischen Schule und Betrieben

Der Einladung zum achten Ausbildertag der Gewerblichen Schule Metzingen folgten rund 60 Vertreter von Ausbildungsbetrieben.

Ausbildertag: Dialog zwischen Schule und Betrieben

Mitte April hatten die Vertreter von Ausbildungsbetrieben [<h>] Gelegenheit, sich an der Gewerblichen Schule Metzingen über die schulischen Leistungen ihrer Auszubildenden zu informieren. Etwa 60 Ausbilder folgten der Einladung zum Metzinger Ausbildertag. Das diesjährige Schwerpunktthema war der projektorientierte Unterricht und das pädagogische Konzept der Abteilung.
In ihrem Vortrag veranschaulichte Claudia Pfaller, welche Aktivitäten an der Gebäudereiniger-Abteilung im laufenden Schuljahr stattfanden bzw. noch geplant sind. Vorgestellt wurden Projekte, die mit den Schülern auch außerhalb der Schule durchgeführt wurden. Bei den meisten handelt es sich um soziale Aufgaben, wie z.B. die Reinigung eines Tafelladens oder eines Tierheims. Aber auch Exkursionen mit den Schülern wie in ein großes Krankenhaus mit Wäscherei oder zu Reinigungsmittelherstellern waren ein Thema. Wichtig für die Sozialkompetenz sind auch Schulveranstaltungen wie der Sporttag, Fußballturniere oder suchtpräventive Erlebnistage. Spannende Projekte, bei denen beispielsweise ein Video über Glasreinigung gedreht oder ein Spiel zur Gebäudereinigung erfunden wurde, machen den Schülern Spaß und ergänzen den Lerneffekt. Die Zuhörer konnten einen kurzen Zusammenschnitt des von den Auszubildenden gedrehten Videos sehen.
In einer weiteren Präsentation gingen Gabriele Schlewek und Angelika Scholz auf das pädagogische Konzept des Unterrichts an der gewerblichen Schule ein. Sie stellten heraus, dass zur Sucht- und gewaltprävention das soziale Verhalten sehr wichtig ist. Dem wird an der Gewerblichen Schule u.a. dadurch Rechnung getragen, dass während der ersten Blockwoche im ersten Lehrjahr intensiver auf die Schüler eingegangen wird und ihnen im Rahmen von Kennenlernspielen und Rundgängen durch die Schule und Metzingen auch mehr Gelegenheit gegeben wird, sich langsam an die neue Um [<h>] gebung und die Mitschüler zu gewöhnen. Erlebnistage, an denen „etwas andere“ Aktivitäten wie Wasserskifahren oder Klettern ange [<h>] boten werden, sollen den Schülern Alternativen zu Drogen oder [<h>] Computerspielen aufzeigen.
Während des Unterrichts werden neue Lehr- und Lernmethoden eingesetzt, die zum besseren Verständnis und zur Festigung der Lern [<h>] inhalte geeignet sind. In den sieben Parallelklassen eines Lehrjahres wird außerdem hinsichtlich des individuellen Lerntempos der Auszubildenden differenziert und mit Hilfe von geeigneten pädagogischen Methoden eingegangen, um die Schüler zu einer erfolgreichen Abschlussprüfung zu führen. Da vor allem bei Ausbildungsbetrieben, die zum ersten Mal ausbilden, öfter Fragen zum richtigen Führen des Berichtsheftes auftreten, stand Oliver Claus, Mitglied des Gesellenprüfungsausschusses der HK Reutlingen, anschließend Rede und Antwort. Nachdem er die Schule und die Qualität der Ausbildung gelobt hatte, umriss er die wichtigsten Kriterien, die beim Führen des Berichtsheftes insbesondere aus Sicht des Ausbildungsbetriebes beachtet werden müssen. Außerdem beantwortete er Fragen aus dem Zuhörerkreis. Im Anschluss an den offiziellen Teil des Ausbildertages nutzten die Gäste gerne den Anlass, mit den Fach- und Klassenlehrern ihrer Auszubildenden ins Gespräch zu kommen.
Während der gesamten Veranstaltung war eine kleine Cafeteria geöffnet, in der Schülerinnen und Schüler kleine Speisen und Getränke anboten. Auch dieses Angebot wurde von den Gästen gut genutzt. Der Ausbildertag an der Gewerblichen Schule Metzingen wurde in diesem Jahr bereits zum achten Mal veranstaltet. Er bietet die Möglichkeit des intensiveren Kontakts zwischen den dualen Partnern, die von beiden Seiten gerne wahr genommen wird und die Qualität der Ausbildung weiter verbessern soll.