Nachwuchswerbung unter neuem Namen: Aus der Arbeitsgruppe Gebäudereiniger 40 (G40) der Landesinnung der Gebäudereiniger Nordost sind „Die ReinigerMacher“ geworden. Zugleich wurde ein neues Logo entwickelt. Die Arbeitsgruppe – Mitglieder sind junge Gebäudereiniger unter 40 Jahren, die durch vielfältige Aktivitäten das Image des Handwerks aufwerten und gleichzeitig junge Menschen für den Gebäudereinigerberuf
begeistern wollen – hatte immer wieder festgestellt, dass sowohl die Bezeichnung „G40“ als auch „Die Gebäudedienstleister“ wenig für Klarheit bei Jugendlichen sorgt.
Im Laufe des Jahres 2015 hatte die Arbeitsgruppe ein neues Mitglied bekommen: Anna-Katharina Seitz, zuvor Medien-Designerin in einer namhaften Werbeagentur, ist seit 2015 im Betrieb ihres Vaters in Hamburg tätig. „Sind wir Handwerker oder Dienstleister?“ Oder: „Können nur unter 40-Jährige unser Handwerk gut präsentieren?“ Unter Anleitung von Anna-Katharina Seitz wurden ein Brainstorming durchgeführt, die Zielgruppen definiert und das Selbstbild der Gruppe herausgearbeitet. Die Beteiligten hatten viele Fragen zu klären und kamen zu dem Ergebnis: Der neue Name „Die ReinigerMacher“ trifft sehr gut das, was die Arbeitsgruppe Jahr für Jahr auf die Beine stellt. Der Claim „Handwerk managen. Zukunft sichern“ im Logo macht deutlich, was Jugendliche bei den Gebäudereinigern erwarten können. Die Treppe soll zeigen, dass es bei den „ReinigerMachern“ nach oben geht. Das damit verbundene Farbspiel dürfte Branchenkennern vertraut sein. Das neue Logo wurde dem Vorstand der Landesinnung Nordost und auch Innungsversammlung bereits präsentiert. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe freuen sich über die breite Zustimmung für den neuen Auftritt.
Nachwuchswerbung hat Tradition in der Landesinnung der Gebäudereiniger Nordost. Schon in den frühen 1980er-Jahren fand sich die Arbeitsgruppe „Ju-Gebs“, die „Jungen Gebäudereiniger“, zusammen und machte Werbung für den Beruf. Damals gab es jährlich die „Straße des Handwerks“ auf dem Rathausmarkt in Hamburg. Dabei präsentierten sich die Handwerker an prominenter Stelle fast eine Woche lang unter freiem Himmel und konnten ihren Beruf und die Inhalte vorführen. Ende der 1990er-Jahre entschied sich die Politik gegen eine solche Nutzung des öffentlichen Raumes. In dieser Zeit gab sich Arbeitsgruppe den Namen „Gebäudereiniger 40“ (G40).
In den weiteren Jahren arbeitete die Gruppe sehr erfolgreich. Unter anderem wurden
jährlich wiederkehrend Veranstaltungen durchgeführt, darunter die „Handwerks
Jobtour“ als Nachfolger der „Straße des Handwerks“. Dabei wurden innerhalb einer Woche drei bis vier große Stadtteilschulen besucht. In jeder Schule präsentierte sich das Handwerk mit den unterschiedlichen Gewerken in Form einer Berufsmesse. Die LKW-Hubarbeitsbühne der Gebäudereiniger war immer ein Magnet. Inzwischen ist die Veranstaltung ans Hamburger Rathaus zurückgekehrt. Seit drei Jahren heißt sie „Handwerkswelten“ und findet jährlich im September im Ehrenhof des Hamburger Rathauses statt.
Außerdem unterstützt die Arbeitsgruppe viele Schulen bei der Ausrichtung von Berufsorientierungstagen und präsentiert den Gebäudereinigerberuf. Jüngstes
Projekt ist der „Praxiskurs Gebäudereinigung“. Er wurde von der Handwerkskammer Hamburg entwickelt. Dabei haben Schülern die Möglichkeit, den Beruf
praxisnah und umfänglich kennen zu
lernen. Schwerpunkt der vierstündigen Kurse ist das praktische
Arbeiten mit Reinigungschemie, Einscheibenmaschine und Laser-Messgerät. Die Kurse finden im Kompetenzzentrum des Hamburger Handwerks, dem Elbcampus, statt. Dies ist der Lernort der Landesinnung Nordost für die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung.
Das jährliche Highlight für die Arbeitsgruppe ist seit vielen Jahren der Stand auf der Berufsmesse „Einstieg“. Im
Mittelpunkt stehen praxisbezogene Auftritte auf der Handwerksbühne, Fahrten mit einer Aufsitzkehrmaschine, eine Scheren-Hubarbeits-Bühne und ein Preisausschreiben, bei dem die Schüler ein Tablet gewinnen können.