Viel Stauraum und bis zu sieben Sitze Amerikanischer Allzwecktransporter

Mit der Großraumlimousine Dodge Journey bietet die Chrysler-Gruppe einen Ersatz für diejenigen, denen die aktuelle Voyager-Generation mit 5,15 m Länge zu groß geworden ist.

  • Bild 1 von 2
    © Paul-Janosch Ersing, Redaktionsbüro Dr. Kießler
    Bei Bedarf finden im Dodge Journey bis zu sieben Personen Platz.
  • Bild 2 von 2
    © Paul-Janosch Ersing, Redaktionsbüro Dr. Kießler
    Im Gegensatz zu den Schiebetüren vieler Mitbewerber erfolgt der Zustieg zu den Reihen zwei und drei durch Flügeltüren.

Amerikanischer Allzwecktransporter

- Im Hause Dodge betonte man in den letzten Jahren gerne, dass man mit dem eckigen und robusten Design vor allem auf echte Kerle ziele. Dies trifft auch auf den geräumigsten Familienspross zu: Der Journey kommt für ein Fahrzeug dieser Größe auffällig männlich daher. Der markentypische Fadenkreuzgrill mit Widderkopf in der Mitte soll den 4,89 m langen Wagen nach dem Wunsch von Dodge im Gegensatz zu seinen Wettbewerbern wie Ford S-Max, Peugeot 807, Mazda 5 und VW Sharan „kühn, kraftvoll und tüchtig“ erscheinen lassen. Tatsächlich sieht der Journey aus wie eine Mischung aus Minivan und Geländewagen.

Bei der Entwicklung des Fahrzeugs wurde großer Wert auf eine möglichst hohe Flexibilität gelegt: Die praktischen Abstell- und Staumöglichkeiten im gesamten Innenraum sind rekordverdächtig. In der oberen Region des zweigeteilten Handschuhfachs zirkuliert gekühlte Luft, auf der Beifahrerseite kann man das Sitzkissen nach oben klappen und Gegenstände in der Größe einer Jumbopizza darunter verstauen. Zwei herausnehmbare Wannen im Boden hinter den Vordersitzen sind ebenfalls vor neugierigen Blicken geschützt. Ein dreifach faltbarer Ladeboden im Gepäckraum ist einfach zu handhaben; darunter verbirgt sich weiterer Stauraum. Zum Lademeister wird der Journey, wenn die hinteren Sitzreihen komplett umgeklappt sind: Dann steht ein Frachtraum von 1.461 l zur Verfügung. Wird der Beifahrersitz nach vorn geklappt, können bis zu 3 m lange Gegenstände vom Heck her eingeschoben werden. Allein die 78 cm hohe Ladekante mindert die Staufreuden.

Auf Schiebetüren wird verzichtet

Normalerweise gibt’s im Journey fünf Sitze. Der mittlere Platz in Reihe zwei ist schmal und mit dem rechten Sitz fest verbunden. Wie es heutzutage in Fahrzeugen dieser Art Standard ist, lässt sich die zweigeteilte Rückbank längs verschieben und sind die Lehnen in der Neigung verstellbar. Eine zweisitzige Bank in der dritten Reihe kann auf Wunsch - nur in Verbindung mit einer Drei-Zonen-Klimaautomatik - bestellt werden (Aufpreis 1.300 Euro) und macht den Wagen zum Siebensitzer. Die Fondtüren öffnen sich in einem 90-Grad-Winkel, was das Ein- und Aussteigen für die Hinterbänkler erleichtert. Der Zugang nach ganz hinten ist trotzdem etwas umständlich und die Platzverhältnisse im Heck sind nur für nicht allzu groß gewachsene Zeitgenossen ausreichend.

Mit fünf Sitzen bestuhlt, kommt man in den Genuss eines doppelten Laderaums. Dort, wo beim Siebensitzer das zusätzliche Gestühl eingebaut ist, gähnt hier ein stattlicher Stauraum. Er ist vom stabilen Gepäckraumboden bedeckt und damit ein ideales Lager für Dinge, die man stets gerne bei sich hat, ohne dass sie das Ladevolumen einschränken oder zwischendrin herumrutschen - die warme Jacke für alle Fälle, den Regenschirm oder die Gummistiefel zum Beispiel.

Doppelkupplungsgetriebe auf Wunsch

Entspannte Langstreckenfahrten sind die unbestrittene Stärke der Großraumlimousine aus amerikanischer Herstellung. In Verbindung mit dem Sechs-Stufen-Automatik-Doppelkupplungsgetriebe (Aufpreis 1.800 Euro) bewegt der 140 PS/103 kW starke Vier-Zylinder-Diesel - erstaunlicherweise aus dem VW-Regal - den Journey zwar etwas brummig, aber erfreulich komfortabel über den Asphalt. Das Fahrwerk ist ausgewogen abgestimmt und fängt bei schlechtem Straßenzustand jede Unebenheit souverän ab. Eine nachträglich eingebaute Einparkhilfe erweist sich in dicht bebautem Siedlungsgebiet als überaus hilfreich.

Neben dem 2-l-Selbstzünder hat Dodge für den Journey auch einen 2,4-l-Benziner im Angebot, der 170 PS/125 kW leistet und nach der Norm 8,8 l Super verbraucht. Der Diesel mit automatisiertem Doppelkupplungsgetriebe genehmigt sich auf dem Prüfstand 6,3 l, in der rauen Wirklichkeit waren es bei unserem Testwagen 9,7 l. Die Preisliste für den Journey beginnt bei 24.390 Euro für den Benziner, der Einstieg in die Dieselwelt kostet 2.000 Euro mehr.

Paul-Janosch Ersing | Redaktionsbüro Dr. Kießler