21. bis 23. Juni 2009 in Eisenach Alles für die Grünanlagenpflege

Drei Tage lang dreht sich auf dem Flugplatz Eisenach-Kindel auf der Freilandmesse demopark + demogolf alles um die Grünflächenpflege, den Landschafts- sowie den Sport- und Golfplatzbau. Auf über 250.000 m² präsentieren 370 Aussteller ihr Maschinenprogramm

  • Bild 1 von 2
    © Demopark
    Das Messegelände der demopark + demogolf aus der Vogelperspektive. 2007 kamen 28.000 Besucher.
  • Bild 2 von 2
    ©
    Erstmals angeboten wird eine Sonderschau „Rasen“. Gezeigt werden Sport-, Golf- und Gebrauchsrasen.

Alles für die Grünanlagenpflege

- Nochmals erweiterte Ausstellungs- und Demonstrationsflächen machen das Messeangebot umfangreicher denn je, mit Ausstellern aus 14 Ländern entwickelt sich die demopark + demogolf zum europäischen Treffpunkt der Garten- und Landschaftsbauer.

Neue Sonderschau „Rasen“

Zu sehen gibt es in diesem Juni erstmals eine Sonderschau „Rasen“. Gezeigt werden Sport-, Golf- und Gebrauchsrasen. Die Schirmherrschaft für die Schau hat die Deutsche Rasengesellschaft (DRG) übernommen. Die Fachleute der DRG stehen den Besuchern für Informationen und Beratung zur Verfügung, teilte der VDMA Landtechnik als ideeller Träger der Veranstaltung mit. Zu dem Praxisangebot zählen Themenbereiche wie „vom Saatgut zum Rasen“, „effiziente Rasenberegnung“, „Einsatz von Wetting Agents“ oder „objektive digitale Narbenerfassung“. 58 Aussteller widmen sich ganz der Golfplatztechnik und zeigen auf der demogolf alles vom Fairway-Mäher über die Projektplanung bis zum Zubehör.

Erneut wird es eine zentrale Präsentation von Neuheiten geben. Die innovativsten Maschinen und Geräte werden von einer Jury mit Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet und im Rahmen einer großen Neuheitenschau erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Höhere Produktivität, Servicefreundlichkeit sowie einfache Bedienbarkeit im Sinne eines „plug and play“-Prinzips liegen derzeit voll im Trend. Gleichzeitig gewinnen energieeffiziente und umweltfreundliche Antriebskonzepte beispielsweise durch stufenlose Getriebe , aber auch durch die Reduktion von Abgas- und Geräuschemissionen zunehmend an Bedeutung.

Leichter zu bedienen und technisch noch ausgefeilter

Technologische Neuerungen in der Mechatronik und Hydraulik fungieren diesbezüglich als Innovationstreiber der Branche: Eine deutliche Entlastung des Fahrers, verbesserte Funktionalitäten sowie eine stärkere Berücksichtigung von Aspekten der Ergonomie und des Komforts am mobilen Arbeitsplatz sind Markterfordernisse, welche die Industrie erfolgreich in die Praxis umgesetzt hat. Marktnähe ist diesbezüglich ein wichtiges Erfolgsmerkmal der Branche, zumal die Kundenanforderungen an Innovation und Service stark ansteigen.

Der Innovationsgrad einer Marke und ihrer Produkte wird deshalb immer mehr zum entscheidenden Kaufkriterium für den Anwender. Dazu gehört freilich auch ein dichtes Händler- und Servicenetz, das eine schnelle Verfügbarkeit von Maschinen, Ersatzteilen und Reparaturen gewährleistet. Der Handel ist zweifellos der Schlüssel für den Markterfolg der Hersteller. Dabei wird der After Sales-Bereich immer mehr als eigenständiges Wettbewerbsinstrument verstanden, wobei neben den traditionellen Aktivitäten im Bereich Wartung und Reparatur auch Schulungen und Trainings wichtiger werden.

Langfristige Kosten-Nutzen-Abwägung

An zweiter Stelle der Kundenanforderungen steht eine möglichst anwenderfreundliche Handhabung, gefolgt von Sicherheitsaspekten. Generell beziehen sich die wichtigsten Kundenanforderungen auf die Qualität und Zuverlässigkeit der Maschine. Der Preis spielt hingegen mittlerweile eher eine nachrangige Rolle, d. h., der Kunde trifft seine Kaufentscheidung im Sinne einer langfristigen Kosten-Nutzen-Abwägung. Betriebswirtschaftlich korrekt orientiert er sich an den Lebenszykluskosten der Maschine, so dass beispielsweise auch Fragen der Energieeffizienz und somit der Klimabilanz in die Kostenkalkulation mit einbezogen werden.

Auch hinsichtlich der Kundenstruktur haben sich in den vergangenen Jahren Veränderungen aufgetan: Die wichtigste Kundengruppe für die Aussteller auf der demopark + demogolf stellen nach wie vor selbstständige Unternehmer dar wie etwa Garten- und Landschaftsbauer oder Lohnunternehmer. Die Kommunen blieben ebenso ein bedeutendes Standbein für die Branche.

Eine in letzter Zeit deutlich wachsende Zielgruppe sind Landwirte mit kommunalen Aufgaben sowie Privatkunden mit großen Gärten. Neben der Pflege von Gräten und Grünanlagen haben die Aussteller der demopark + demogolf aber auch die kalte Jahreszeit bereits fest im Blick: Der Schwerpunkt der Winterdiensttechnik liegt bei Lösungen für den Gehweg- und Straßenwinterdienst. Ebenso sind die als Trägerfahrzeuge dafür geeigneten Kommunaltraktoren sowie Schmalspurgeräteträger aller renommierten Hersteller auf dem 250.000 m² großen Flugplatzgelände vertreten.

Ein Tipp für Fußmüde: Wie schon im Vorjahr dreht eine „Bummelbahn“ auf dem Gelände ihre Runden, damit lassen sich alle Aussteller auch gegen Ende eines langen Messetages noch bequem erreichen

Niels W. Buhrke, freier Journalist |

rebecca.eisert@holzmannverlag.de