Sportanlagen effizient und gründlich reinigen: Das Konzept zählt

Ob Fitnessbereich, Boulder-Wand oder Bike-Park: unterschiedliche Schmutzarten und damit andere Herausforderungen für die Reinigung. Kein leichtes Spiel, dabei die ­steigenden Ansprüche an Sauberkeit und Hygiene zu erfüllen. Da sind Konzepte ­gefragt. Wie Kommunen oder Dienstleister die vielfältigen Aufgaben stemmen können.

Für die Bodenreinigung eignet sich bei überstellten Flächen, wie sie in Fitnessbereichen vorkommen, eine kompakte Scheuersaugmaschine. - © Kärcher

Viele Sportvereine bieten ihren Mitgliedern inzwischen neben Hallensport und Fußballplatz einen Fitnessbereich. Dort kommt jeder Besucher direkt mit den Sportgeräten in Berührung, daher sind Sauberkeit und Hygiene zentral. Um die Geräte effizient zu reinigen, sind Dampfreiniger eine gute Lösung. Sie wirken keimreduzierend und entfernen kleine Hautschuppen, Fett und Schweiß mühelos. Auch die Umwelt profitiert, da keine Reinigungs- oder Desinfektionsmittel benötigt werden. Lediglich bei Oberflächen, die häufigem Hand- und Hautkontakt ausgesetzt sind, können zusätzlich Schnell-Desinfektionsmittel eingesetzt werden.

Für einen gepflegten Eindruck ist auch die Reinigung der großen, oft deckenhohen Spiegel wichtig. Dafür gibt es beispielsweise Sets bestehend aus einer Tele­skopstange, einem Klettsystem und einem Mikrofasertuch für glänzende Oberflächen. Die Reinigungskräfte können diese Ausrüstung bequem im Trolley mitführen, um sie an jedem Einsatzort schnell griffbereit zu haben. Je nach Höhe der Spiegel eignen sich alternativ Oberflächensauger für die Reinigung.

Für die Entspannung nach dem Workout gibt es oftmals einen kleinen Wellnessbereich mit Sauna. Dort finden sich sehr viele Oberflächen mit direktem Hautkontakt: Wände, Sitzbänke, Liegen aus Holz oder PVC, Umkleiden et cetera. Damit es in diesem kritischen Bereich hygienisch sauber bleibt, kann eine manuelle, desinfizierende Reinigung nötig sein. Um keine Flecken auf Holzoberflächen zu riskieren, sollten Desinfektionsmittel auf Sauerstoffabspalterbasis zum Einsatz kommen. Bei der Anwendung gilt der Grundsatz: so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Für die Grundreinigung von Wänden oder Liegen eignet sich je nach Platzverhältnissen ein Dampfreiniger sehr gut. Größere Flächen lassen sich mit fussel­freien Frotteetüchern in Kombination mit einer großen Bodendüse reinigen.

Kampf dem Schmutz in Bikepark und ­Boulderhallen

Um den Schmutzeintrag ins Gebäude und damit den Reinigungsaufwand im Innenbereich zu reduzieren, ist die Pflege der Außenbereiche zentral; umso mehr, wenn Angebote wie Bike- oder Skateparks zur Verfügung stehen. Daher ist es zu empfehlen, Fahr- und Gehwege sowie Eingangsbereiche sauber zu halten. Für die Müllbeseitigung ist eine Grobschmutzzange ein praktisches und rückenschonendes Hilfsmittel. Bei trockener Witterung lassen sich kleinere Flächen mit einer Handkehrmaschine von Schmutz befreien, für größere ist eine Aufsitzkehrmaschine eine gute Wahl. Ist viel Laub vorhanden, lohnt sich die Investi­tion in einen Laubbläser. Er befördert das Laub mühelos dorthin, wo es eine Kehrmaschine aufnehmen kann.

Im Innenbereich angekommen, lässt sich der Schmutz­eintrag noch weiter reduzieren, wenn der Eingangsbereich als Schmutzschleuse gestaltet ist. Schmutzfangmatten sind dafür eine einfache, zuverlässige Lösung. Sie lassen sich je nach Verschmutzungsgrad mit Akku-­Rucksacksaugern oder -Bürstsaugern schnell und anwenderfreundlich von losen Verunreinigungen befreien, was je nach Frequentierung mehrmals täglich erledigt werden sollte.

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    Für die hygienische Reinigung in Saunen empfiehlt sich ein Dampfreiniger.
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    Haftende Verschmutzungen lassen sich von der Tribüne sehr gut mit einem Heißwasserhochdruckreiniger entfernen.
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    Die Pflege der Rasenflächen rund um Sportplätze lässt sich mit akkubetriebenen Rasenmähern anwenderfreundlich erledigen.
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    Lose Verschmutzungen im Umfeld von Sportstadien sind mit großen Kehrmaschinen schnell zu entfernen.
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    Die Reinigung von Tartanbahnen lässt sich mit Flächenreinigern erledigen.
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    Mit einem Laubbläser kann Laub dorthin transportiert werden, wo es von einer Kehrmaschine aufgenommen werden kann.
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    Turnhallenböden sind effizient mit einer Scheuersaug­maschine zu reinigen.
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    Für die Bodenreinigung eignet sich bei überstellten Flächen, wie sie in Fitnessbereichen vorkommen, eine kompakte Scheuersaugmaschine.

Für die Reinigung von Boulderhallen, die ­mittlerweile häufig anzutreffen sind, ist der allgegenwärtige, ­feine Kreide- beziehungsweise Magnesiumstaub die größte Herausforderung. Leistungsstarke Sauger mit automatischer Filterabreinigung und Kerzenfiltern sind gefragt, um die Böden zuverlässig zu reinigen. Flachfaltenfilter würden vom feinen Staub zu schnell zugesetzt und verstopfen, was die Leistung verringert. Um Griffe und Tritte der Boulderwand in einem gepflegten Zustand zu erhalten, müssen sie regelmäßig entfernt werden. Danach lassen sich Staub, Hautfett und Abriebspuren von Schuhsohlen mit einem Hochdruckreiniger sehr gut beseitigen. Sollen hartnäckige Verschmutzungen gelöst werden, können die Griffe und Tritte vorab mit einem alkalischen Reinigungsmittel behandelt werden.

Sauberkeit für Tribüne, Spielfeld & Co.

Zentrales Element des Vereinslebens ist vielerorts der Fußballplatz samt Zuschauertribüne, und nach jedem Spiel steht einiges an Arbeit an. Um Pommesschalen, Servietten oder Getränkebecher aus den Tribünen zu entfernen, ist ein Laubbläser eine zeitsparende Hilfe. Damit kann der Müll mühelos über die Zwischen­gänge nach unten befördert und anschließend mit einer Kehrmaschine oder einer Müllzange aufgenommen werden. Haftende, grobe Verunreinigungen wie Essensreste oder Colaflecken lassen sich mithilfe von Kalt- und Heißwasserhochdruckreinigern von den Sitzen entfernen. Wer Kaugummis unter Sitzen oder an Geländern beseitigen möchte, kommt ebenfalls mit einem Heißwasserhochdruckreiniger schnell ans Ziel. Mit Trockeneisstrahlen ist sogar die Entfernung von Aufklebern von Stadionsitzen und anderen Oberflächen einfach zu erledigen. Zu empfehlen sind Modelle, die selbst Trockeneis produzieren und damit flexibel für kürzere Einsätze geeignet sind.

Für die Rasenpflege auf dem Spielfeld eignen sich Sichelmäher mit ihrer hohen Flächenleistung und der verstellbaren Schnitthöhe sehr gut. Frontmäher sind sehr agil und bieten eine gute Sicht auf das Anbaugerät. Zudem ist das Mähdeck leicht erreichbar und schnell zu montieren. Mittelmäher punkten mit ihren unveränderten Fahreigenschaften mit montiertem Deck und der Kürze des Systems. Dadurch ergeben sich leichter gerade Schnittspuren. Das Schnittgut kann per Rasenkehrmaschine über eine Walze vom Boden aufgenommen und anschließend über Kopf in einen Behälter befördert werden. Handelt es sich um Kunstrasen, ist der Aufwand wesentlich geringer. Um die Fläche zu reinigen, lassen sich Kehrmaschinen einfach mit einem passenden Anbausatz ausrüsten.

Nicht nur Tribüne und Spielfeld sollten in einem gepflegten Zustand sein, auch die Tartanbahnen sind regelmäßig von Schmutz zu befreien, um den Sportlern ein attraktives Umfeld zu bieten. Dafür kommen häufig Flächenreiniger mit 30 bis 50 Zentimeter Arbeitsbreite zum Einsatz, die eine große Flächenleistung erzielen und Reinigungsmittel meist überflüssig machen. Denn die Aufprallkraft, die durch die Powerdüsen und die entsprechende Wassermenge entsteht, ist für den Reinigungseffekt meist ausreichend. Alternativ können bei großen Bahnen Geräteträger mit Wirbelbalken die Arbeitszeit weiter verkürzen.

Sicherheit für Turn- und ­Mehrzweckhallen

Obwohl Sporthallen keinen komplexen Flächenaufbau aufweisen, legen sie die Messlatte für die Reinigung hoch. Denn verschiedene Beläge wie Linoleum, PVC, Polyurethan oder Parkett treffen auf unterschiedliche Nutzungsarten wie Fußball, Handball oder Turnen. Ganz gleich, welche Gegebenheiten vorhanden sind: Der Boden darf nicht zu rutschig, aber auch nicht zu trittsicher sein. Ansonsten besteht bei einer starken Bremsung die Gefahr umzuknicken. Daher sind die Gleitreibungswerte der Bodenbeläge beispielsweise in Deutschland in der DIN-Norm 18032/Teil 2 vorgegeben. Um diese Werte zu erhalten und Sportler vor Verletzungen zu schützen, empfiehlt es sich, normkonforme Reinigungs- beziehungsweise Wischpflegemittel zu verwenden.

Für die Bodenreinigung sind große Scheuersaugmaschinen die effizienteste Lösung. Allerdings sind Turnhallenböden teilweise schwingend verlegt und können nur einer begrenzten Punkt- ­beziehungsweise Radbelastung standhalten. Deshalb ist es vor der Reinigung wichtig, die maximale Punkt- beziehungsweise Radbelastung beim Hersteller zu erfragen, um Schäden zu vermeiden. Das gilt auch für den Einsatz von Scheuersaugrobotern, die helfen können, das Reinigungspersonal zu entlasten. Am Markt sind auto­nome Modelle erhältlich, die sich selbstständig an einer Dockingstation entleeren, befüllen und laden. Neben der maschinellen Reinigung ist es in den kalten Monaten sinnvoll, zwischendurch zusätzlich staubbindend zu wischen. Der Hintergrund: Durch die vermehrte Nutzung entsteht mehr Staub, der die Rutschgefahr erhöht. Wird nicht täglich nass gereinigt, kann alternativ ein Saugroboter zum Einsatz kommen.

­Umkleiden und Sanitärbereiche: ­Rote Karte für Mikroorganismen

Umkleiden und Sanitäranlagen in Sportstätten sind meist stark frequentiert und erfordern eine ­intensive Reinigung. Damit es nicht zur Ausbreitung von Mikroorganismen kommt, ist allerdings nicht immer eine Desinfektion nötig. Wer saure und alkalische Reinigungsmittel im Wechsel einsetzt, entzieht den unerwünschten Gästen den Nährboden, da sowohl mineralischer als auch organischer Schmutz entfernt wird. Wichtig ist, zu beachten, dass zementhaltige Fugen säureempfindlich sind. Daher sollten sie vor dem Einsatz von säurehaltigen Mitteln ausreichend gewässert werden, um keine Schäden zu verursachen. Durch diese Maßnahmen lassen sich oftmals der Arbeitsschritt Desinfektion und damit Zeit und Kosten einsparen. Grundsätzlich gilt allerdings, dass die Reinigungskraft bei der Verwendung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln mit einer geeigneten Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und Handschuhen ausgestattet sein muss. Denn Sicherheit geht vor. Das gilt im Sport genauso wie bei der Reinigung.

Alexandra Lachner, freie Autorin, ­Sebastian Nann, Kärcher | markus.targiel@holzmann-medien.de