Freudenberg Home and Cleaning Solutions (FHCS) hat das öffentliche Übernahmeangebot für den dänischen Reinigungstechnik-Hersteller Nilfisk erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Anteil von mehr als 90 Prozent des Aktienkapitals und der damit verbundenen Stimmrechte ist FHCS nun Mehrheitsaktionär.

Die verbleibenden Anteile der Minderheitsaktionäre von Nilfisk sollen im Rahmen eines Squeeze-outs übernommen und das Unternehmen anschließend von der Börse genommen werden.
Mit der Akquisition verbindet FHCS zwei Geschäftsfelder im professionellen Reinigungsmarkt: Während das Unternehmen bislang vor allem als Anbieter manueller Reinigungssysteme aufgestellt ist, ergänzt Nilfisk das Portfolio um professionelle Reinigungsmaschinen. "Mit der Übernahme von Nilfisk stärken wir unsere Position sowohl im Bereich innovativer manueller Reinigungssysteme als auch bei professionellen Reinigungsmaschinen", erklärt FHCS-CEO Karin Overbeck. Ziel sei es, auf den Stärken beider Unternehmen aufzubauen und Kunden umfassendere Lösungen anzubieten.
FHCS verweist auf einen stabilen Markt mit wachsendem Bedarf an Reinigungsmaschinen, digitalen Lösungen sowie manuellen Reinigungsprodukten. Kurzfristig stehe die Kontinuität für Kunden und Partner im Vordergrund; mittelfristig sollen Vertriebskompetenzen und Kundennetzwerke beider Unternehmen gebündelt werden.
Nach Abschluss des Squeeze-outs wird Nilfisk Teil von FHCS und damit der Freudenberg-Gruppe. FHCS, zu dessen Marken unter anderem Vileda, Vileda Professional, O-Cedar, Oates, Gimi, Gala, Wettex, Vermop und Marigold zählen, erzielte 2025 mit über 3.800 Mitarbeitenden einen Umsatz von mehr als 1,3 Milliarden Euro.
Nilfisk, gegründet 1906 vom dänischen Ingenieur P. A. Fisker, beschäftigt rund 4.500 Mitarbeitende und kam 2025 auf einen Umsatz von 996,3 Millionen Euro. Über 90 Prozent davon entfallen auf das Profigeschäft. Vertrieben werden die Produkte in mehr als 100 Ländern; produziert wird an fünf Standorten in den USA, Mexiko, Ungarn, Italien und China. Wichtigster Einzelmarkt sind die USA mit 24 Prozent Umsatzanteil, gefolgt von Deutschland (15 %), Frankreich (11 %), Dänemark (7 %) und dem Vereinigten Königreich (5 %). /mjt