Die Mannheimer Lieblang-Gruppe blickt auf 75-jähriges Bestehen zurück. Den Grundstein legte Ernst Lieblang im Jahr 1951 mit einem Stauerei- und Umschlagbetrieb.

Der damals 25-Jährige gründete das Unternehmen in einer Baracke im Mannheimer Hafen, um mit bis zu 2.000 Mitarbeitern – sogenannten "Sackträgern" – Frachtschiffe zu entladen.
1954 kam mit der Lieblang Glas- und Gebäudereinigung ein zweites Standbein hinzu. Schon in den ersten Jahren gehörten ein großer regionaler Chemiekonzern und das Mannheimer Nationaltheater zu den Kunden. Ein entscheidender Wachstumsschub erfolgte 1972, als Ernst Lieblang den Auftrag für die Olympischen Spiele in München erhielt und für die Betreuung des gesamten olympischen Dorfs sowie die Reinigung der Sportstätten verantwortlich war.
"Dieses Großprojekt war rückblickend der Schlüsselmoment für die Weiterentwicklung des Stauereibetriebs und Gebäudereinigers hin zum Generaldienstleister mit Lösungen für komplexe Serviceaufgaben und individuelle Kundenbedürfnisse", sagt Roman Großmann, geschäftsführender Gesellschafter der heutigen Lieblang-Gruppe.
In den folgenden Jahrzehnten erweiterte Lieblang das Portfolio um Dienstleistungen in den Bereichen Facility Management, Sicherheit sowie Hotel und Gastronomie und expandierte in den 1990er-Jahren in die neuen Bundesländer.Heute beschäftigt die Gruppe bundesweit mehr als 7.000 Mitarbeiter und unterhält 18 Standorte. Die Zentrale befindet sich seit 1986 in Mannheim-Friedrichsfeld.
Nach dem Tod von Ernst Lieblang im Jahr 2011 übernahmen die heutigen Gesellschafter Alois Sieburg und Roman Großmann die Unternehmensgruppe ab 2015 im Rahmen eines zweistufigen Management-Buy-outs.
Inzwischen verfolgt Lieblang eine Zwei-Marken-Strategie: 2024 wurden die Bereiche Gebäudedienste sowie Sicherheitsdienste getrennt und letztere unter der neuen Marke Garandus gebündelt. Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und die Konzentration auf Zielbranchen bestimmen nach Unternehmensangaben die strategische Richtung der kommenden Jahre. /HH