Die Miele-Gruppe (Gütersloh) hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2025 um 2,3 Prozent auf 5,16 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,04 Milliarden Euro) gesteigert. Einer der Treiber war der Bereich gewerbliche Anwendungen.

"Das Jahr 2025 war von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Dennoch konnten wir unsere Marktposition behaupten und zugleich Zukunftsthemen gezielt vorantreiben“, sagt Dr. Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter bei Miele.
Wesentliche Impulse setzten insbesondere das Küchen- und das Gewerbekundengeschäft. Letzteres steuert inzwischen mehr als eine Milliarde Euro zum Umsatz bei. Die Business Unit Professional brachte 2025 zahlreiche neue Lösungen für Medizin-, Labor- und Wäschereitechnik auf den Markt, darunter extragroße Waschmaschinen mit Beladungskapazitäten von bis zu 35 Kilogramm. Das Hausgerätegeschäft entwickelte sich insgesamt differenzierter und setzte vor allem im Küchensegment positive Impulse. Weltweit beschäftigte Miele im vergangenen Jahr rund 23.000 Mitarbeitende (minus 2,4 Prozent).
Bis 2028 will Miele rund 60 Prozent des Produktportfolios erneuern. "Damit bekräftigen wir unseren Premiumanspruch, stärken unsere Marktposition und legen die Basis für künftiges Wachstum", sagt Reinhard Zinkann. In den Jahren 2024 und 2025 investierte Miele dafür weltweit insgesamt 468 Millionen Euro, davon rund 300 Millionen Euro in Deutschland.
Das angekündigte Investitionsziel von 500 Millionen Euro in Deutschland bis 2028 bleibt unverändert. Die Mittel fließen unter anderem in die Modernisierung und den Ausbau diverser Werke sowie in die Weiterentwicklung von Entwicklungs- und Schulungszentren. Ergänzt wird dies durch Investitionen in internationale Fertigungskapazitäten und den Ausbau des globalen Netzwerks um Experience Center in Brünn, London und Montreal.
Ein zentraler Baustein der strategischen Weiterentwicklung war das 2024 gestartete "Miele Performance Program“, das zum Jahresende abgeschlossen wurde. Ziel war es, die Kosten- und Ergebnisstruktur zu verbessern und so die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.Das Einsparziel von 500 Millionen Euro wurde erreicht. Die Personalkosten wurden um mehr als 120 Millionen Euro gesenkt, dabei konnten betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland vermieden werden. Insgesamt wurden rund 3.300 Projektmaßnahmen umgesetzt, die größte Einzelmaßnahme in der Logistik mit einem Einsparvolumen im zweistelligen Millionenbereich.
"Mit dem ´Performance Program` haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und das Unternehmen zukunftsfest aufgestellt. Trotz wirtschaftlichen Gegenwinds sind wir vorangekommen, haben wertvolle Erfahrungen gesammelt und setzen diesen Weg konsequent fort", sagt Rebecca Steinhage, Geschäftsführerin Human Resources & Corporate Affairs.
Künftiges Wachstum soll strategisch auf Premium-Innovationen im Haushalts- und Gewerbebereich sowie auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz ausgerichtet sein. „Wir blicken auf das Jahr 2026 verhalten optimistisch und rechnen mit einer moderat positiven Umsatzentwicklung, allerdings weiterhin unter hohem Wettbewerbsdruck“, sagt Markus Miele, geschäftsführender Gesellschafter. /HH