Der mit 25.000 Euro dotierte Preis der Klüh-Stiftung zur Förderung der Innovation in Wissenschaft und Forschung geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Jutta Gärtner für ihre Arbeiten im Bereich neurometabolischer und neurodegenerativer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.

Im Zentrum der Forschung von Prof. Dr. Jutta Gärtner als Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen stehen seltene Erkrankungen wie kindliche Demenzerkrankungen oder die kindliche Multiple Sklerose. Ziel ihrer Arbeit ist es, die genetischen und molekularen Ursachen dieser Erkrankungen zu entschlüsseln und damit die Grundlage für neue therapeutische Ansätze zu schaffen.
Die anerkannte Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Neuropädiatrie studierte und promovierte in Medizin an der Université Catholique de Louvain in Belgien sowie an der Universität Hamburg. Anschließend forschte und arbeitete sie mehrere Jahre an der Johns Hopkins University School of Medicine und am Johns Hopkins Hospital in Baltimore, USA, bevor sie 1993 an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wechselte. Dort habilitierte sie sich 1995 und erwarb die Facharztanerkennung für Kinder- und Jugendmedizin.
Seit 2002 leitet Prof. Dr. Jutta Gärtner die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen. Darüber hinaus gründete sie 2008 zusammen mit Prof. Dr. Wolfgang Brück das Deutsche Zentrum für Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter und leitet seit 2017 das Zentrum für Seltene Erkrankungen Göttingen (ZSEG). Ihre herausragenden Forschungsleistungen wurden bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Hamburger Wissenschaftspreis der Akademie, dem Gerhard-Hess-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Adalbert-Czerny-Preis der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. /GH