Purus Innovation Award 2025 – die Gewinner sind gekürt

Am Abend des ersten Messetages der CMS 2025 wurden die diesjährigen Sieger des Purus Innovation Award gekürt. Der in sechs Kategorien ausgeschriebene Preis zählt zu den angesehensten Auszeichnungen der Reinigungsbranche.

Jury und Preisträger freuen sich gemeinsam über die Auszeichnungen im Rahmen des Purus Innovation Award 2025. - © Messe Berlin

Insgesamt 63 Produkte hatten Aussteller der CMS Berlin im Vorfeld der Branchenmesse für den Purus Innovation Award (PIA) 2025 eingereicht. 18 davon schafften es in die Endrunde und wurden von der achtköpfigen Jury am Tag vor dem offiziellen Messestart vor Ort intensiv begutachtet. Die Kür der Sieger erfolgte schließlich im Rahmen des CMS Welcome Evenings im Marshall-Haus auf dem Berliner Messegelände.

Tanja Čujic-Koch, Vorsitzende der Fachjury, sagt zum Wettbewerb: "Die große Bandbreite der Einreichungen hat uns in diesem Jahr besonders beeindruckt. Die Auswahl war anspruchsvoll, doch nach intensiver Diskussion konnten wir jene Lösungen auszeichnen, die besonders wegweisend sind und eindrucksvoll zeigen, wie vielfältig die Branche aktuelle Herausforderungen meistert."

Neben Tanja Čujić gehören der Fachjury aktuell an: Sascha Hartmann (Helios Kliniken) als stellvertretender Vorsitzender, Fadime Sarikaya (Sarikohn), Jürg Brechbühl (Allpura, Schweiz), Prof. Dr. Benjamin Eilts (Hochschule Albstadt-Sigmaringen), Martin Lutz (FIGR), Gerhard Komarek (Sigron/Bundesinnungsmeister Wirtschaftskammer Österreich der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger) und Günter Herkommer (rationell reinigen/Holzmann Medien). Verliehen wird der begehrte Innovationspreis seit 2005 – und damit in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal (2021 fielen die Messe und damit auch die Verleihung des PIA aus).

Die Sieger in den sechs Kategorien:

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    © rationell reinigen
    Sieger in der Kategorie "Reinigungsmaschinen" ist die "Spin BeFree" von Wetrok. Bei dieser handgeführten Mini-Scheuersaugmaschine kombiniert der Hersteller aus der Schweiz …
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    © Wetrok
    … einen ergonomischen S-Stiel und einen bürstengetriebenen Antrieb – für kraftfreies, entlastendes Arbeiten in engen Bereichen beziehungsweise auf mittleren Flächen. Die seitlich angebrachten Tanks sind vollständig zugänglich und manuell zu reinigen – das beugt Keimbildung und Gerüchen vor. Alle wasser- und chemieführenden Komponenten sind leicht zugänglich und ohne Spezialwerkzeuge wartbar. Die Maschine mit Doppelbürsten-Technologie hat eine Arbeitsbreite von 37 cm, zwei Hochleistungs-Akkus erlauben eine Arbeitszeit von knapp 80 Minuten. Die Unterfahrhöhe gibt der Hersteller mit elf Zentimetern an.
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    In der erstmals ausgeschriebenen Kategorie "Robotik/KI" wurde die autonome Scheuersaugmaschine "Kira B 200" von Kärcher ausgezeichnet. Dieser Roboter …
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    © Kärcher
    … ist für die Reinigung großer Flächen etwa im Intralogistik-Umfeld konzipiert, gemäß IEC 63327 für den Publikumsverkehr zertifiziert und kann mittels Dockingstation vollautonom arbeiten. Mit 200-l-Frisch- und -Schmutzwassertankvolumen sowie einer Reinigungsbreite von bis zu 90 cm erreicht der Kira B 200 laut Herstellerangaben in der Praxis eine Produktivität von bis zu 2.400 m²/h (theoretisch bis zu 4.860 m²/h). Der Lithium-Ionen-Akku ermöglicht eine Laufzeit von bis zu vier Stunden, was den Einsatz für bis zu zehn Stunden pro Tag erlaubt. Über I/O-Box und VDA 5050 ist die Integration in Infrastruktur- und in Fleet-Management-Plattformen möglich.
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    © rationell reinigen
    Der Purus Innovation Award in der Kategorie "Equipment" geht an Arcora International für den größenverstellbaren "Flex-On"-Klapphalter. Er passt sich …
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    © Arcora
    … flexibel allen marktüblichen Wischbezügen an und lässt sich stufenlos von 38 bis 52 cm einstellen. Dadurch lassen sich Arcora zufolge auch Wischbezüge weiterverwenden, die durch Waschen, Trocknen oder Produktionsabweichungen geschrumpft sind. Zudem entfällt mit diesem Wischbezughalter die Notwendigkeit, unterschiedliche Haltergrößen (zum Beispiel 40 und 50 Zentimeter) mitzuführen. Reinigungspersonal benötigt somit nur noch einen Halter. Auf Wunsch können ein zusätzlicher Adapter für den Klapphalter und eine spezielle Naht auf der Tasche angebracht werden, um den Wischbezug zuverlässig gegen Abrutschen zu sichern.
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    © rationell reinigen
    In der Kategorie "Reinigungsmittel" setzte sich der Sanitärreiniger "Milizid One" von Dr. Schnell durch. Das Besondere daran: …
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    © Dr. Schnell
    … Für die Formulierung des Sanitärreinigers kommen Biopolymere aus Kollagen und Parfümöle aus europäischen, regenerativen Quellen zum Einsatz. Die enthaltenen Tenside sind nichtionische Tenside auf Basis von Ölen aus Soldatenfliegenlarven. Dadurch garantiert das Produkt laut Hersteller die volle Leistungsfähigkeit bekannter Sanitärreiniger. Das verwendete Parfüm stammt vollständig aus Quellen der europäischen Landwirtschaft. Alle Inhaltsstoffe für dieses Produkt seien seit mehreren Jahren in Zusammenarbeit mit BASF, Sasol und weiteren Rohstoffproduzenten definiert und entwickelt worden mit dem Ziel, einen zu 100 Prozent regenerativen Sanitärreiniger mit vollständig europäischer Lieferkette zu konzipieren.
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    © rationell reinigen
    In der Kategorie "Digitale Tools und Systeme" gewann das Unternehmen PlanD mit ihrer KI-basierten Sprachassistenz "Paula". Paula ist …
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    © PlanD
    … in das gleichnamige ERP-System von PlanD integriert. Objektleitungen, Innendienst und Geschäftsleitung erhalten dadurch per Spracheingabe Zugriff auf alle relevanten Informationen. Paula erinnert beispielsweise aktiv an wichtige Aufgaben, schlägt ideale Vertretungen vor oder unterstützt bei der Qualitätskontrolle, indem sie auf auffällige Objekte hinweist. Auch wirtschaftliche Analysen sind KI-basiert möglich. Ein weiteres wichtiges Feature in der Gebäudereinigung: Paula versteht und spricht eine Vielzahl an Sprachen.
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    Sieger in der Kategorie "Waschraumhygiene" ist der "Praesidio Fuel Cell" von Ophardt Hygiene – ein berührungsloser Händedesinfektionsmittelspender, …
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    © Ophardt Hygiene
    … der die elektrische Energie für seinen Betrieb aus einer integrierten Brennstoffzelle bezieht. Damit entfällt das regelmäßige Austauschen von Batterien, wodurch Ressourcen geschont werden. Gespeist wird die Brennstoffzelle direkt mit dem im Spender verwendeten Händedesinfektionsmittel (reines Isopropanol, 70 Prozent). Durch die integrierte Stromversorgung und die digitalisierte Füllstandüberwachung wird die Wartungszeit (Füllstand via App) und der Wartungsaufwand (nur noch Desinfektionsmittel nachfüllen) auf ein Minimum reduziert.

Weitere Innovationen, die auf der noch bis zum 26. September laufenden CMS Berlin zu sehen sind, finden Sie im e-Paper des Messeplaners von rationell reinigen. /GH