In gut drei Monaten öffnet die CMS 2025 ihre Pforten. Welche Neuerungen die Besucher zur 12. Auflage der internationalen Reinigungsfachmesse in Berlin erwarten, erläutert Ruth Senitz, Direktorin der CMS Berlin, im Interview.

Frau Senitz, die Branche bereitet sich auf die bevorstehende CMS Berlin 2025 vor. Mit welcher Größenordnung der Messe rechnen Sie in diesem Jahr?
Die CMS Berlin wächst weiter und knüpft an die erfolgreiche Veranstaltung im Jahr 2023 an. Der aktuelle Buchungsstand für die Ausstellungsfläche liegt über den Vergleichswerten von 2019 und 2023 zum gleichen Zeitpunkt. Voraussichtlich werden wir 2025 die 421 Aussteller von 2023 übertreffen. Aufgrund der hohen Nachfrage haben wir die Hallenfläche um 1.200 Quadratmeter erweitert. Damit steigt die Ausstellungsfläche dieses Jahr auf mehr als 32.900 Quadratmeter. Erfreulich ist auch die wachsende internationale Beteiligung, unter anderem mit neuen Ausstellern aus Österreich, der Schweiz, Belgien, Frankreich, Polen und Tschechien.
Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden die CMS 2025 prägen?
Die Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Fachkräftemangel prägen die Branche weiterhin maßgeblich. Das CMS Praxisforum greift diese Herausforderungen mit einem vielseitigen Angebot an Fachvorträgen und Diskussionsrunden auf – stets mit Blick auf die praktischen Anforderungen im Reinigungsalltag. Fachexpertinnen und -experten vermitteln in diesem Rahmen praxisrelevantes Wissen zu Themen wie Künstliche Intelligenz in der Gebäudereinigung, Robotik, Personal und Ausschreibungen.
Einen besonderen Fokus legen wir dieses Jahr auf eine branchenspezifische Kommunikation, weil jede Branche besondere Schwerpunkte hat und ein Netzwerk zwischen den Verantwortlichen wertvoll ist. So erfreut sich unter anderem unser bewährtes Format des Mobility Cleaning Circle wachsender Beliebtheit und entwickelt sich weiterhin zum festen Treffpunkt für Fachleute aus der Verkehrsmittelreinigung. Neu ist, dass wir entsprechende Networking-Formate nun auch für die Branchen Housekeeping und Gesundheitswesen anbieten beziehungsweise den Messefreitag, sprich den 26. September, jetzt auf die Reinigung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie Housekeeping ausrichten. Für Entscheiderinnen und Entscheider im Gesundheitswesen bieten wir analog zum Mobility Cleaning Circle den Hospital Cleaning Circle (HCC); den Austausch zwischen den Verantwortlichen im Bereich Housekeeping fördern wir, indem wir diese zum Get-together einladen.
Die bei Ausstellern und Fachbesuchern beliebte Speakers’ Corner wird ebenfalls fortgesetzt. Hier stellen Anbieter ihre Innovationen und Lösungen vor. Und auch der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Gemeinschaftsstand für junge, innovative Unternehmen ist wieder Teil der Messe.
Vor Kurzem haben Sie die Marke „CMS Berlin“ einem optischen Relaunch unterzogen. Was genau bedeutet das und was hat die Messe Berlin dazu bewogen?

meets Smart".
Als europäische Leitmesse für Reinigung und Hygiene ist die CMS Berlin eine der wichtigsten Branchenplattformen für die internationale Branchen-Community, auf der Aussteller ihre neuesten Produkte präsentieren und Teilnehmende Wissen austauschen. Mit unserem neuen Claim beziehungsweise Untertitel "Clean meets Smart" stellen wir die Innovationskraft der Branche in den Mittelpunkt und durch das "meets" natürlich auch den Austausch und das Netzwerk innerhalb der Branche auf der Messe. Wir glauben, dass wir damit auch denen, die bisher noch nicht mit der Veranstaltung vertraut sind, schneller vermitteln können, wofür wir stehen.
Durch die bereits genannten Themenschwerpunkte Housekeeping und Krankenhaus/Pflege sprechen wir zudem neue Fachbesucherzielgruppen an. Mit dem bisherigen Markenauftritt hatten wir nicht die Möglichkeit, die Komplexität der CMS Berlin auf einen Blick zu vermitteln. Nach dem Markenupdate können wir nun auch Bilder besser integrieren und dadurch die Vielfalt der Veranstaltung darstellen. Nicht zuletzt sollen neue moderne Farbtöne dazu beitragen, ein klares und aufgeräumtes Bild von unserer Veranstaltung zu vermitteln.
Welche weiteren Neuerungen neben einem modernisierten optischen Erscheinungsbild können die Besucher der CMS 2025 erwarten?
Mit dem Podcast Cube und dem Meeting Cube bieten wir auf der CMS Berlin zwei neue Formate. Im Podcast Cube können Unternehmen und Medienschaffende ihre Botschaften professionell aufnehmen und einem breiten Publikum präsentieren – eine Plattform also, um Expertise zu zeigen und Reichweite zu generieren. Der Meeting Cube ist ein exklusiver Rückzugsort mitten im Messetrubel für Gespräche.
Traditionell wird im Rahmen der CMS der Purus Innovation Award (PIA) vergeben. Wie ist der Stand in puncto Einreichungen zum Wettbewerb und gibt es auch beim Award Neuerungen?
Das Interesse am Purus Innovation Award ist erneut groß und viele Aussteller bereiten derzeit ihre Einreichungen vor. Besonders freuen wir uns auch über die ersten internationalen Wettbewerbsbeiträge. Die Bewerbungsfrist läuft bis 13. Juni, sodass noch etwas Zeit bleibt, Innovationen einzureichen. Neu ist in diesem Jahr die Kategorie Robotik und KI. Wir haben schon zur letzten CMS Berlin gemerkt, wie viele Innovationen in diesem Bereich auf den Markt kommen. Da sie sich schwer in einer Kategorie mit den anderen Reinigungsmaschinen bewerten lassen, war für uns die Trennung in zwei Kategorien der logische Schritt.
Außerdem begrüßen wir mit Gerhard Komarek, dem Bundesinnungsmeister der Wirtschaftskammer Österreich für die Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger, einen neuen Juror, der die Expertise der Jury mit dem Blick aus Österreich verstärkt. Neu ist auch, dass die Besucherinnen und Besucher der CMS die Möglichkeit haben, die 18 Finalisten des PIA in thematischen Innovationsrundgängen kennenzulernen. Diese geführten Touren sollen einen exklusiven Einblick in die nominierten Innovationen und deren Anwendungspotenzial bieten./GH