Berufsbekleidung im Gebäudereiniger-Handwerk: Worauf es ankommt

Wenn ein Gebäudereinigerbetrieb plant, eine einheitliche Teambekleidung ­anzuschaffen, stellen sich verschiedene Fragen: Welche Farbe soll es sein? Wie lässt sich die CI des Unternehmens damit ausdrücken? Welchen Funktions- und ­Sicherheitsanforderungen muss das neue Outfit entsprechen? Worauf es im ­Detail ankommt.

In der BPlus-Kollektion von BP sorgen Stretcheinsätze im Bund, am Gesäß, im Schritt und an den Knien für eine spürbare Erleichterung bei extremen ­Bewegungen. - © BP

Bei der Einkleidung eines Teams kann man es sich leicht machen und den Beschäftigten selbst überlassen, was sie bei der Arbeit tragen. Dann ist es wenig verwunderlich, wenn die Belegschaft wie Kraut und Rüben daherkommt. Ein solcher Auftritt ist weder dem Branchen- noch dem Unternehmensimage dienlich. Eine einheitliche Corporate Wear erreicht hingegen das Gegenteil: Sie ermöglicht die optische Zuordnung der in einem Objekt tätigen Reinigungskräfte zu dem beauftragten Gebäudereiniger und vermittelt Professionalität des Personals. Ein uniformes Aussehen ist aber keineswegs bei der Auswahl einer geeigneten Berufsbekleidung ausreichend. Im Gegenteil: Sie braucht auch innere Werte.

Corporate Identity

Jedes professionelle Gebäudereinigungsunternehmen hat ein eigenes Logo und Logofarben, die sich konsequent durch Geschäftspapiere und Homepage, Prospekte, Geschäftsfahrzeuge et cetera durchziehen. Auch die Farbauswahl der Berufsbekleidung ist oft eng mit der Farbe des Firmenlogos verbunden, berichtet Rofa (Schüttorf). So kann ein geschlossenes Gesamtbild entstehen. Die aktuellen Farbtrends kommen der Branche bei der Gestaltung der Firmenkleidung entgegen: Gedeckte dunkle Blautöne und Graphit sind in. Ihr Vorteil: Sie wirken nicht nur seriös, sondern bieten auch den Vorteil, Schmutz und Flecken weniger sichtbar zu machen – und bleiben dadurch länger ansprechend. Die dunklen Töne vereinen also Funktionalität mit einem professionellen Auftritt und lassen sich nicht zuletzt vielseitig kombinieren, erklärt das auf Corporate Fashion spezialisierte Unternehmen Gustav Daiber (Albstadt).

Komfort und Funktionalität

Die Arbeitsaufgaben eines Gebäudereinigers bestimmen den Funktionsumfang der Berufsbekleidung. Sie muss die unterschiedlichen, mit der jeweiligen Tätigkeit verbundenen Bewegungen mitmachen, darf diese nicht behindern oder einschränken. Daher haben sich Shirts aus elastischer Maschenware in allen Bereichen etabliert. Auch die zunehmende Verwendung von Stretchmaterialien und -einsätzen in vielen Kollektionen kommt dem Bewegungsradius von Gebäudereinigern entgegen. BP aus Köln setzt sie beispielsweise im Bund, am Gesäß, im Schritt und an den Knien ein, wodurch Bücken und Knien, Strecken und andere Verrenkungen spürbar erleichtert werden. Dabei ist jedoch eines nicht zu vergessen: Die Textilien für Hosen und Jacken müssen robust sein, damit sie ausreichenden Schutz gegen mechanische Einflüsse bieten.

Zu den wesentlichen Ausstattungsmerkmalen einer Arbeitsbekleidung gehören die Taschenlösungen. Für das Verstauen feuchter Reinigungstücher etwa sollten die Taschen entsprechend großzügig, vor allem aber nässedicht sein. Sollen Arbeitsmaterialien oder persönliche Gegenstände sicher verstaut werden, sind funktionale Verschlüsse wichtig. Auf Klettverschlüsse sollte grundsätzlich verzichtet werden; beim Waschen können sie die textilen Oberflächen aufrauen oder Löcher in Shirts reißen. Zudem sammelt sich faseriger Schmutz in den Haken, sodass sie nicht mehr vernünftig schließen. Für Unternehmen, deren Personal sich in einem Objekt ausweisen muss, sollte eine Möglichkeit zur Anbringung des Zugangsdokuments nicht fehlen.

  • Bild 1 von 10
    © Kübler
    Berufsbekleidung in dunklen Farben und aus elastischen Materialien wie in der Iconiq-Kollektion von Kübler ist branchenübergreifend sehr beliebt.
  • Bild 2 von 10
    © Fristads
    Die strapazierfähige, funktionale Kollektion Forsbo von Fristads kombiniert einen auf verschiedenen Einsatzbedingungen abgestimmten Tragekomfort mit Nachhaltigkeit, denn die Linie ist mit einer Umweltproduktdeklaration ausgezeichnet.
  • Bild 3 von 10
    © Daiber
    Pflegeleichte, strapazierfähige Stoffe mit Vier-Wege-Stretch und gedeckten Farben wie Navy, Carbon, Black verleihen Damen- und Herrenberufs­bekleidung von Daiber eine bequeme Passform und Bewegungsfreiheit bei körperlichen Arbeiten.
  • Bild 4 von 10
    © Kärcher
    Der bis zu 1.000 Bar hochdruckfeste Schutzanzug von Kärcher bewahrt Anwender und Dritte zuverlässig vor Risiken durch direkten Kontakt mit dem Hochdruckwasserstrahl.
  • Bild 5 von 10
    © Strauss
    In der Berufsbekleidungslinie E.S.Motion 2020 bindet Strauss farbliche Ak­zente in fluoreszierendem Orange ein, die sich in der Warnkollektion wie­der­holen. Dadurch entsteht eine gute Erkennbarkeit eines gesamten Teams.
  • Bild 6 von 10
    © Mewa
    Eine von Mewa im Jahr 2023 in Auftrag gegebene Meinungsumfrage ergab, dass sich Handwerker modisch und seriös präsentieren wollen. Dazu passt Berufsbekleidung in sportlichen, körpernahen Passformen und dunklen Grau- oder Blautönen.
  • Bild 7 von 10
    © DBL
    Der DBL Mietservice macht Profis mit fachgerechter Kleidung und einem umfassenden Pflegeservice den guten Auftritt leicht.
  • Bild 8 von 10
    © Rofa
    Die nach EN 343 für Nässeschutz zertifizierte Dry-Light-Linie von Rofa ist eine universelle Ergänzung zu weiteren Berufsbekleidungskollektionen des Unternehmens und ermöglicht die konsequente Umsetzung einer Corporate Identity.
  • Bild 9 von 10
    © Weitblick
    Bei der Wahl einer geeigneten Berufsbekleidung müssen die zu erwartenden Witterungsverhältnisse berücksichtigt werden. Softshelljacken wie aus der Kollektion Heavy Force von Weitblick schützen gegen leichten oder Nieselregen.
  • Bild 10 von 10
    © BP
    In der BPlus-Kollektion von BP sorgen Stretcheinsätze im Bund, am Gesäß, im Schritt und an den Knien für eine spürbare Erleichterung bei extremen ­Bewegungen.

Im Umfeld der Gebäudereinigung ist außerdem der Schutz vor äußeren Einflüssen ein relevantes Thema, weiß man bei Fristads (Norderstedt). Bei Außenarbeiten kann es regnen oder schneien, windig oder besonders warm sein. Bei der Wahl einer geeigneten Berufsbekleidung müssen daher die entsprechenden Witterungsverhältnisse berücksichtigt werden. So unterstützen beispielsweise Oberteile mit zertifiziertem UV-Schutz die Hautgesundheit. Ergibt die Risikoanalyse hingegen, dass aufgrund klirrender Kälte oder prasselndem Regen mit Gesundheitsgefährdung für die Beschäftigten zu rechnen ist, gehören Winterjacke – auch in Kombination mit wärmender ­Unterwäsche – und Nässeschutzkleidung ins firmeneigene Sortiment. Bei einem Wechsel des Personals vom Zubringerfahrzeug in das Objekt reicht meist eine wärmende Fleecejacke aus.

Viele Arbeiten im Gebäudereiniger-Handwerk sind mit körperlicher Anstrengung und mehr oder weniger starkem Schwitzen verbunden. Daher kommt es auf einen guten Klimakomfort und die Unterbindung von unangenehmen Körpergerüchen an. Die Kombination von Synthetik mit Baumwolle sorgt beispielsweise dafür, dass Schweiß effektiver aufgenommen werden kann und so Körpergeruch minimiert wird, berichtet Mewa (Wiesbaden). Das Unternehmen bietet aber auch Mietkleidung mit einem aus der Sportswear entnommenen Gewebeaufbau aus Polyesterfasern, in die Partikel aus Aktivkohle eingebettet sind. Diese nehmen Feuchtigkeit und Wärme auf und geben sie wieder ab, sodass eine thermoregulierende Eigenschaft entsteht, die Schwitzen abmildert, die Kleidung trockener hält und dadurch das typische Frösteln bei schweißnasser Kleidung unterbindet.

Ein solches Feuchtigkeitsmanagement muss sowohl bei den einzelnen Oberteilen als auch bei mehrlagigen Systemen funktionieren. Die beim Schwitzen entstehende Feuchtigkeit muss also von sämtlichen Bekleidungsschichten aufgenommen und an die Außenfläche transportiert werden, wo sie verdunsten kann. Passiert dies nicht, kann sich ein Saunaeffekt einstellen, der einem komfortablen Arbeiten nicht dienlich ist.

Passend für Männer und Frauen

Ein einheitliches Auftreten betrifft das komplette Team eines Unternehmens. Ein geeignetes Sortiment sollte daher aufeinander abgestimmte Oberteile und Hosen in Damen- und Herrenschnitten bieten. Das Größenangebot sollte umfassend sein und die unterschiedlichen Figurtypen (Kurz-, Lang- und Bauchgrößen bei Herrenkleidung) berücksichtigen. Amerikanische Größen (S, M, L) empfehlen sich lediglich bei Shirts und Polos.

Nach den Erfahrungen von Kübler (Plüderhausen) sind in der Branche Kasacks und Kittelschürzen noch immer weit verbreitet. Deren großer Vorteil ist, dass sie sehr locker und großzügig geschnitten sind, gegebenenfalls mit einem Bindegürtel der eigenen Figur angepasst und daher von Beschäftigten mit unterschiedlichster Figur getragen werden können. Allerdings sind diese Oberteile derweil oftmals durch Shirts abgelöst worden, weshalb man bei der Wahl einer Kollektion darauf achten muss, dass sie die gesamte Bandbreite der im Unternehmen eingesetzten Arbeitsbekleidung abdeckt.

Platz fürs Logo

Das Firmenlogo ist ein wichtiger Bestandteil einer Corporate Wear. Damit dieses zur Geltung kommen kann, müssen die Kollektionsteile ­eine ausreichend große Fläche für dessen Aufbringung haben und sich bei Damen- und Herrenkleidung vergleichbar positionieren lassen. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Materialien für die Applikationsmethode geeignet sind. Beim Thermopatchen etwa wird die Kleidung kurzfristig mit hohen Temperaturen beaufschlagt; dadurch darf das Gewebe nicht verformt oder angeschmolzen werden. Hochwertige Stick­embleme wiederum empfehlen sich weder bei dünnen Maschenwaren noch bei Soft­shell- und beschichteten Jacken: Durch die Nadeln und häufiges Einstechen werden die Oberflächen geschädigt und die Funktion geht verloren.

Qualität und lange ­Verfügbarkeit

Bei ihrer Arbeit hantieren Gebäudereiniger mit unterschiedlichen, zum Teil aggressiven oder chlorhaltigen Substanzen. Dann ist Vorsicht geboten: Säurehaltige Mittel können Löcher in Baumwolle brennen, Chlor kann zur Zerstörung ungeeigneter Farbstoffe führen und gelbliche Flecken hinterlassen. Wer entspre­chende Arbeiten ausführt, muss daher darauf achten, dass die Kleidung aus chlorechten Materialien beziehungsweise mit einem höheren Polyesteranteil gefertigt ist.

Auch Sonnenwetter kann sich negativ auf die Arbeitskleidung auswirken und deren Farbe ausbleichen. Dieses Problem lässt sich durch Materialien beheben, die mit lichtbeständigen Farbstoffen gefärbt sind. Allerdings ist Farbe nicht immer Farbe. Manch einer wird bereits die Erfahrung gemacht haben, dass bei Nachbestellungen große Farbdifferenzen auftreten können – etwa, wenn ein und dieselbe Kollektion eines Herstellers in unterschiedlichen Lieferländern gefertigt wird. Solche sichtbaren Unterschiede zeichnen sich bei einer großen Mannschaft deutlich ab – sowohl bei Grau- als auch Blautönen reagiert das menschliche Auge sehr empfindlich. Dann stören selbst kleinere Farbverschiebungen das Gesamtbild eines Teams, das eigentlich einheitlich daherkommen soll.

Pflegeeigenschaften

Die Pflegeeigenschaft einer Berufsbekleidung sorgt dafür, dass sie nach getaner Arbeit wieder sauber wird. Die Hersteller fachgerechter Workwear kennen diese Herausforderung. Sie entwickeln ­professionelle Berufsbekleidung mit Pflegeeigenschaften, die den Branchenverschmutzungen angepasst sind. So sind viele Oberteile und Hosen bis 60 Grad Celsius waschbar und trocknergeeignet. Muss die Kleidung aufgrund hartnäckiger Verschmutzungen gekocht werden, ist darauf zu achten, dass im Pflegekennzeichen eine Waschtemperatur von mindestens 90 Grad Cel­sius ausgewiesen ist.

Nässeschutzkleidung erfordert beim Waschen mehr Vorsicht, da die Materialien imprägniert, mit Membranen laminiert oder beschichtet sein können. Auch hier geben die im Inneren der Kleidung angebrachten Pflegeetiketten Auskunft über die Aufbereitungs­möglichkeit. Eine Alternative zum Do-it-yourself ist das Mieten der Kleidung durch ein Textilservice-Unternehmen wie DBL (Zirndorf). Die Dienstleister übernehmen für einen Gebäudereiniger nicht nur die Ausstattung mit Berufs- und Schutzkleidung, sondern auch deren ­Pflege in zertifizierten Aufbereitungsprozessen, die Qualitätskontrolle, gegebenenfalls Reparatur und Austausch sowie die Auslieferung auf Wunsch bis in die Spinde vor Ort.

Schutzfunktionen

In diversen Bereichen der Gebäudereinigung reicht ­eine normale Berufsbekleidung nicht aus – etwa, wenn mit Hochdruckreinigern ans Werk gegangen wird, wenn im öffentlichen Verkehr oder auf Baustellen, in Reinräumen, Chemikalientanks, bei schlechtem Wetter et cetera gearbeitet wird. Dann muss im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung über eine notwendige persönliche Schutzausrüstung für die Mitarbeiter entschieden werden.

So sind beim Arbeiten mit extrem hohen Wasserdrücken zwingend Schutzmaßnahmen vorzusehen, um das Verletzungsrisiko im Fall eines Missgeschicks oder Unfalls auf ein Minimum zu reduzieren, erläutert Kärcher (Winnenden). Das Unternehmen hat Schutz­anzüge entwickelt, die bis zu 1.000 Bar Wasserdruck standhalten, wasserdicht und zudem atmungsaktiv sind, Verletzungsrisiken durch komprimiertes Wasser und eindringende Nässe vermindern und dem Träger einen ausreichenden Klimakomfort bieten. Da die Auswahl solcher hoch spezialisierten ­Schutzanzüge sehr begrenzt ist, muss im Sinne einer Corporate ­Fashion zugunsten der Funktion und nicht des Designs entschieden werden.

Bei der Reinigung von Verkehrswegen oder öffentlichen Verkehrsmitteln kann das Tragen von Warnkleidung notwendig sein. Diese ist entsprechend den gegebenen Risiken in drei Klassen eingeteilt. Die Klasse gibt die Menge an Reflex- und fluoreszierendem Hintergrundmaterial vor, was wiederum über die mögliche Fläche an andersfarbigem Besatzmaterial entscheidet. Da die Sicherheit der Beschäftigten in jedem Fall Vorrang hat, ist das Corporate Design eines Betriebs der Schutzfunktion untergeordnet.

Kleider machen immer noch Leute: Positive ­Überraschung

Frank Ziegenhirt, ­Geschäftsführer von ­Gebäudedienste Ziegenhirt, leitet das Familienunternehmen in vierter Generation. Sein Team hat er kürzlich neu eingekleidet und ist von der positiven Wirkung selbst überrascht. - © Ziegenhirt

Wie du kommst gegangen, so wirst du auch empfangen. Dieses von seinem Vater gelernte Motto hat für Frank Ziegenhirt, ­Geschäftsführer der Gebäudedienste Ziegenhirt in Menden, noch immer Gültigkeit. Dementsprechend legt er großen Wert auf das ­Erscheinungsbild ­seiner Gesellen. Erst kürzlich hat er sein ­18-köpfiges Team neu eingekleidet und ist von der ­positiven ­Wirkung selbst überrascht. So ­berichten seine ­Mitarbeiter, dass sie in der ­neuen ­Corporate Wear mit deutlich mehr Respekt und ­Wertschätzung von den Kunden behandelt ­werden. Aber auch seine Angestellten im Büro und die Objektleiter finden die neue Firmenkleidung so gut, dass sie diese inzwischen tragen – und zwar freiwillig und auch nach Feierabend.

Ein dezenter schwarzer Logoaufdruck auf nachtblauer Berufsbekleidung wirkt professionell und wird von den Kunden mit großer Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten goutiert. - © Oliver Pohl/Gebäudereinigung Ziegenhirt

Kleider machen Leute – und Sie haben diese Devise schon vor langer Zeit auf Ihr Unternehmen übertragen. Warum?

Frank Ziegenhirt: Unsere Familie hat sich aus verschiedenen Gründen für eine einheitliche Firmenkleidung der Gesellen entschieden. Zuallererst wollen wir dem schlechten Ruf unserer Branche entgegenwirken: Ein ansprechendes und seriöses Erscheinungsbild kommt beim Kunden gut an. Ferner haben wir festgestellt, dass auch das Verhalten gegenüber unseren Gebäudereinigern respektvoller wird. Für unser Personal ist das eine ausgesprochen positive Erfahrung. Die einheitliche Unternehmenskleidung hat außerdem praktische Gründe. Sie ist ein optisches Erkennungszeichen unseres Teams und erleichtert dem Kunden die schnelle Zuordnung unserer Mitarbeiter – auch dann, wenn sie zum ersten Mal auf dessen Gelände tätig sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Arbeitsergonomie: Die Berufsbekleidung sollte in Form und Funktion zum Wohlbefinden unserer Mitarbeiter beitragen.

Sie haben vor Kurzem die Arbeitskleidung für Ihre Gesellen auf einen anderen Anbieter umgestellt. Was hat Sie dazu bewogen?

Frank Ziegenhirt: Unsere Familie hat sich aus verschiedenen Gründen für eine einheitliche Firmenkleidung der Gesellen entschieden. Zuallererst wollen wir dem schlechten Ruf unserer Branche entgegenwirken: Ein ansprechendes und seriöses Erscheinungsbild kommt beim Kunden gut an. Ferner haben wir festgestellt, dass auch das Verhalten gegenüber unseren Gebäudereinigern respektvoller wird. Für unser Personal ist das eine ausgesprochen positive Erfahrung. Die einheitliche Unternehmenskleidung hat außerdem praktische Gründe. Sie ist ein optisches Erkennungszeichen unseres Teams und erleichtert dem Kunden die schnelle Zuordnung unserer Mitarbeiter – auch dann, wenn sie zum ersten Mal auf dessen Gelände tätig sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Arbeitsergonomie: Die Berufsbekleidung sollte in Form und Funktion zum Wohlbefinden unserer Mitarbeiter beitragen.

Die neue Corporate Wear der Gebäudereinigung Ziegenhirt ist sehr hochwertig und bietet eine hohe Bewegungsfreiheit, auf die die Mitarbeiter großen Wert legen. - © Oliver Pohl/Gebäudereinigung Ziegenhirt

Unsere Gesellen steigen auf Gerüste und Leitern, knien, bücken, drehen, strecken und verrenken sich. Nachdem es von unseren Mitarbeitern in der Vergangenheit vermehrt zu Beschwerden hinsichtlich der ­Flexibilität und Qualität der bestehenden Berufs­bekleidung kam, haben mein Sohn und ich uns entschlossen, auf die Suche nach einer neuen Arbeitskleidung zu gehen.

Wie sind Sie dabei vorgegangen?

Frank Ziegenhirt: Unsere Familie hat sich aus verschiedenen Gründen für eine einheitliche Firmenkleidung der Gesellen entschieden. Zuallererst wollen wir dem schlechten Ruf unserer Branche entgegenwirken: Ein ansprechendes und seriöses Erscheinungsbild kommt beim Kunden gut an. Ferner haben wir festgestellt, dass auch das Verhalten gegenüber unseren Gebäudereinigern respektvoller wird. Für unser Personal ist das eine ausgesprochen positive Erfahrung. Die einheitliche Unternehmenskleidung hat außerdem praktische Gründe. Sie ist ein optisches Erkennungszeichen unseres Teams und erleichtert dem Kunden die schnelle Zuordnung unserer Mitarbeiter – auch dann, wenn sie zum ersten Mal auf dessen Gelände tätig sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Arbeitsergonomie: Die Berufsbekleidung sollte in Form und Funktion zum Wohlbefinden unserer Mitarbeiter beitragen.

Als Erstes haben wir die Kriterien für unsere neue Corporate Wear festgelegt. Wichtig waren uns hierbei Nachhaltigkeit, Design, Dehnbarkeit, Vielfältigkeit bei den Größen und Artikeln – sowohl für Damen als auch für Herren –, ein optimaler Wetterschutz sowie eine hohe und gleichbleibende Qualität. Außerdem erwarten wir eine ­langjährige Verfügbarkeit der Kollektion und eine gleichbleibend hohe Qualität. Für uns ist es beispielsweise inakzeptabel, wenn mit jeder Charge eine neue Farbvariante eintrifft und die Kleidung dadurch große ­Farbunterschiede hat.

Mit diesem Anforderungsprofil haben wir uns auf Messen umgesehen, Kataloge gewälzt und Musterteile bestellt, um die richtige Berufsbekleidung zu finden. Das war mit einem erheblichen Aufwand verbunden und hat viel Zeit gekostet. Den Gesellen hat dieser Prozess zu lange gedauert, weshalb sie sich selbst eine neue Allerweltsarbeitskleidung angeschafft haben.

Wie haben Sie darauf reagiert?

Frank Ziegenhirt: Unsere Familie hat sich aus verschiedenen Gründen für eine einheitliche Firmenkleidung der Gesellen entschieden. Zuallererst wollen wir dem schlechten Ruf unserer Branche entgegenwirken: Ein ansprechendes und seriöses Erscheinungsbild kommt beim Kunden gut an. Ferner haben wir festgestellt, dass auch das Verhalten gegenüber unseren Gebäudereinigern respektvoller wird. Für unser Personal ist das eine ausgesprochen positive Erfahrung. Die einheitliche Unternehmenskleidung hat außerdem praktische Gründe. Sie ist ein optisches Erkennungszeichen unseres Teams und erleichtert dem Kunden die schnelle Zuordnung unserer Mitarbeiter – auch dann, wenn sie zum ersten Mal auf dessen Gelände tätig sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Arbeitsergonomie: Die Berufsbekleidung sollte in Form und Funktion zum Wohlbefinden unserer Mitarbeiter beitragen.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns bereits für die neue Kollektion entschieden, wollten diese aber erst einmal von unseren Mitarbeitern zur Probe tragen lassen. Bis zur endgültigen Entscheidung haben wir daher um Geduld gebeten, gleichzeitig aber auch verlangt, dass so lange unsere bestehende Corporate Wear bei der Arbeit getragen wird. Damit wollten wir sichergehen, dass unsere Gesellen nicht wie das Gros der ­Handwerker herumläuft, sondern auch weiterhin als Mitarbeiter der Gebäudereinigung Ziegenhirt erkannt werden.

Wie ging es dann weiter?

Frank Ziegenhirt: Unsere Familie hat sich aus verschiedenen Gründen für eine einheitliche Firmenkleidung der Gesellen entschieden. Zuallererst wollen wir dem schlechten Ruf unserer Branche entgegenwirken: Ein ansprechendes und seriöses Erscheinungsbild kommt beim Kunden gut an. Ferner haben wir festgestellt, dass auch das Verhalten gegenüber unseren Gebäudereinigern respektvoller wird. Für unser Personal ist das eine ausgesprochen positive Erfahrung. Die einheitliche Unternehmenskleidung hat außerdem praktische Gründe. Sie ist ein optisches Erkennungszeichen unseres Teams und erleichtert dem Kunden die schnelle Zuordnung unserer Mitarbeiter – auch dann, wenn sie zum ersten Mal auf dessen Gelände tätig sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Arbeitsergonomie: Die Berufsbekleidung sollte in Form und Funktion zum Wohlbefinden unserer Mitarbeiter beitragen.

Das komplette Team wurde vermessen und mit der neuen Arbeitskleidung ausgestattet. Dann haben wir das Feedback ­abgewartet. Die Meinung war und ist einhellig: Das gesamte Team ist von der neuen ­Corporate ­Wear total begeistert. Selbst der größte Kritiker hat mit einer gewissen Selbstironie zugegeben, dass die Kleidung kein Fehlkauf sei. Um die Bestellung zu vereinfachen, hat unser Lieferant einen Webshop eingerichtet. Jeder Gebäudereiniger und Objektleiter hat seinen eigenen Zugang und kann innerhalb seines Budgets weitere Arbeitskleidung bestellen.

Sie haben viel Arbeit und Zeit in die Auswahl der neuen Ausstattung Ihres Teams gesteckt. Hat sich der Aufwand gelohnt?

Frank Ziegenhirt: Unbedingt! Zum einen hat die Kollektion einen hohen Stretchanteil, wodurch sich der Bewegungskomfort deutlich verbessert hat. Zum anderen vermittelt die Linie aufgrund ihres Designs und ihrer Farbe – wir ­haben uns für ein Nachtblau mit schwarzem Logoaufdruck entschieden – eine hohe Professionalität. Den Unterschied zu der Vorgängerkollektion merken unsere Gesellen im täglichen Kundenumgang. Sie werden in den Unternehmen, in denen wir tätig sind, anders wahrgenommen und mit noch größerer Wertschätzung behandelt. Mit dieser sehr deutlichen Reaktion hatten wir überhaupt nicht gerechnet. Sie hat aber zu einem weiteren Effekt geführt: Inzwischen tragen auch alle Büroangestellten, die Objektleiter und die Fahrer freiwillig unsere Jacken und machen damit auch nach Feierabend Werbung für unser Unternehmen. Denn wie unsere Gesellen wechseln sie ihre Kleidung nicht mehr nach getaner Arbeit, sondern behalten sie an. Die Mühe war es also wert!

Sabine Anton-Katzenbach

Gebäudereiniger, die sowohl klassische als auch Schutzbekleidung für ihr Team benötigen, stehen daher vor einer besonderen Herausforderung. Entweder lassen sie ­ihre Teamkleidung maßschneidern oder finden einen Hersteller, der aufeinander abge­stimmte Berufs- und Schutzkleidungskollektionen anbietet. So berichtet Strauss (Biebergemünd), dass sich eine Berufsbekleidung mit Akzenten in fluoreszierendem Gelb oder Orange ideal mit Warnbekleidung in der entsprechenden Farbe kombinieren lässt. Einerseits wird durch die Warndetails die Erkennbarkeit der Beschäftigten im Dämmerlicht oder in schlecht beleuchteten Bereichen verbessert. Andererseits entsteht durch die optische Abstimmung solcher Kollektionen ein einheitlicher Gesamteindruck des Teams.

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass schlechtes Wetter Regenkleidung erforderlich macht, ist auf eine Zertifizierung der Oberteile und Hosen nach EN 343 zu achten. Erfreulicherweise gehören Wetterschutzjacken oft zum Gesamtumfang einer Kollektion: Je nach Anbieter gibt es sie in einer ungefütterten Version für wärmeres Wetter und einer gefütterten, wärmeren Variante für die kalte Jahreszeit.

Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung, auch in der Gebäudereinigungsbranche. Diese Entwicklung spiegelt sich in einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und einem Trend zu ­biologisch abbauba­ren und umweltfreundlichen Produkten wider. Auch bei der Ausstattung der Mitarbeiter findet ein Umdenken statt. Langlebige Kleidung aus kreislauffähigen Materialien rückt verstärkt in den Fokus, weiß man bei BP (Köln). Daher werden für die Herstellung von Berufsbekleidung vermehrt wiederverwendete Materialien wie recyceltes Polyester genutzt oder sie werden unter Betrachtung ihrer Umweltkriterien entwickelt, die dann in einer Umweltproduktdeklaration (Environmental Product Declaration, EPD) transparent dargestellt werden.

Vor der Anschaffung einer eigenen Unternehmenskleidung muss sich ein Betrieb über deren ­wichtigste Kriterien im Klaren sein. Selbstverständlich spielt dabei auch das Budget eine wichtige Rolle. Man sollte aber bedenken, dass eine den Aufgaben angepasste, komfortable Teamkleidung die Arbeitsleistung verbessert und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mannschaft stärkt. Angesichts des Arbeitskräftemangels und der Leere auf dem Lehrstellenmarkt sind die weichen Faktoren einer Corporate Wear nicht gegen harte Währung aufzuwiegen.

Sabine Anton-Katzenbach | markus.targiel@holzmann-medien.de