Azubis im Einsatz: Das Heideheim wieder schick gemacht

Bodenbeläge, Sanitärräume und Fenster: Rund 20 Gebäudereiniger-Auszubildende aus dem ersten und zweiten Jahr, die an der BBS3 Hannover zur Berufsschule gehen, haben das Schullandheim Heideheim in Burgwedel wieder auf Hochglanz gebracht.

Fertig! Die Gebäudereinigerauszubildenden mit Lehrkräften und Betreuern nach ihrem Einsatz im Schullandheim Heideheim. - © BBS3

Der Einsatz hat Tradition: Seit knapp 20 Jahren fahren Auszubildende der Gebäudereinigerklassen der BBS3 Hannover und gelegentlich der BBS2 Braunschweig in das Schullandheim, um dort die Theorie mit der Praxis zu verknüpfen.

Angeleitet wurden die angehenden Gebäudereiniger von Lehrkräften der BBS3 (Projektleiterin Klaudia Knötschke, Jörg ­Büchler, Teamleiter Gebäudereinigung, sowie Jens Wunnenberg) und der Überbetrieblichen Ausbildung – Leiterin ist Alexandra Steinwachs – sowie Demonstrationslehrer Olaf Lange (Breitner). Zu den zehn Betreuern gehörten Junggesellen, Meister und Azubis aus dem zweiten und dritten Ausbildungsjahr. 

Heimleiterin Carola Bachelle erwartete die angehenden Gebäudereiniger bereits. Zunächst gab es ein leckeres Essen, zubereitet von Ralf Bachelle. Anschließend wurde gemeinsam das Material im Materiallager sichergestellt.

Am nächsten Tag starteten die Azubis mit den Arbeiten, für die drei Tage eingeplant waren. Auf dem Programm standen die Grundreinigung und Beschichtung von Böden – vor allem PVC und Linoleum – in Zimmern und Fluren, die Grundreinigung aller Fenster mit Rahmen und Falz in beiden Häusern des Schullandheims sowie die Grundreinigung der Sanitäranlagen. Gearbeitet wurde in drei Gruppen. Eine freiwillige Sonderaufgabe war auch in diesem Jahr die Grundreinigung des Asphaltbodenbelags im Speisesaal. Dort arbeiteten die Auszubildenden gleichzeitig neben- und miteinander.  

Nach Aufmaß und Informationssammlung wurden die möglichen Verfahren und Behandlungsmittel diskutiert und in einem Ablaufplan festgelegt. Die Materialien wurden auf Aufforderung und gegen Unterschrift vom Materiallagerbeauftragten ausgehändigt. Die Auszubildenden setzten den Ablaufplan eigenständig in die Praxis um. Die eingeteilten Betreuer standen dabei mit Rat und Tat zur Seite, sodass eine dokumentierte Arbeit stattfinden ­konnte. Nach Abnahme der Arbeiten durch Lehrkräfte und Betreuer wurden die Materialien abgegeben. Anschließend fand eine Reflexion der Gruppen im Hinblick auf die Vorbereitung und Verbesserungsvorschläge für die Prüfung statt.

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    Im Mittelpunkt des Reinigungseinsatzes standen die Grund­reinigung von Fenstern, Bodenbelägen und Sanitärräumen.
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    Eine freiwillige Sonderaufgabe für die Gebäudereiniger-Azubis war die Grundreinigung des Asphaltbodenbelags im Speisesaal des Heideheims.
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    Zugleich erhielten die Azubis Einblicke in die Fassadenreinigung mit Trocken­eis (Bild) ...
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    ... und die Glasreinigung mit Reinwasser.
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    Angeleitet wurden die Azubis nicht nur in der Praxis, sondern auch in der Theorie.
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    Fertig! Die Gebäudereinigerauszubildenden mit Lehrkräften und Betreuern nach ihrem Einsatz im Heideheim.

Am Besuchertag nahmen sich auch Annkatrin Kiel, Lehrlingswartin der Landesinnung Niedersachsen, und der Prüfungsausschussvorsitzende Christian Gancarz einen Nachmittag Zeit, um den Azubis bei der Arbeit zuzusehen. Außerdem nutzten diverse Ausbilder die Gelegenheit.

Zum Gelingen der Aktion haben auch verschiedene Firmen aus der Branche beigetragen. Dussmann stellte eine Trockeneisanlage für die Fassadenreinigung zur Verfügung, Klüh und Nachtigall sorgten für beheizte und unbeheizte Reinwasser-Mobile. Beide Verfahren wurden den Auszubildenden vorgeführt. Und die Firma Keerl spendete Reinigungsmittel sowie Grundierung von Fala. Zudem erhielten die Azubis ein kleines Geschenk in Form von Glasreiniger und Mikrofasertuch.

Auch für Freizeitaktivitäten war bei dem Reinigungseinsatz im Heideheim gesorgt – mit einer Nachtwanderung im angrenzenden Wald, Tischfußball und geselligen Runden vor dem Kamin. Als Dankeschön für die Arbeiten lud die Heimleitung zu selbstgebackener Pizza ein und äußert die Bitte, "das nächste Jahr auf jeden Fall wieder zu kommen". /HH