Der Textildienstleister Mewa (Wiesbaden) hat die Bocholter Weberei-Vorwerk Siemen übernommen. Der Geschäftsbetrieb soll weitestgehend unverändert fortgeführt werden.
Das 1957 gegründete Familienunternehmen ist laut Mewa deutscher Marktführer im Bereich der Kettherstellung und Garnveredlung und produziert mit rund 40 Mitarbeitenden am Gründungsstandort im nordrhein-westfälischen Bocholt. In zweiter Generation familiengeführt, erwirtschaftete das Unternehmen 2024 mit seinem spezialisierten Leistungsangebot für die textile Lieferkette einen Umsatz von rund acht Millionen Euro
Als Vorlieferant der Mewa-Weberei in Immenhausen bei Kassel ist Siemen seit langer Zeit ein Partner für eines der Kernprodukte der Unternehmensgruppe: dem textilen Tuch für die Reinigung und Pflege industrieller Anlagen und Maschinen.
"Siemen ist einer der wenigen Spezialisten im Bereich der Garnveredlung, der noch in Deutschland produziert. Durch hohe Qualität und kurze Lieferwege ist Siemen daher seit langer Zeit ein wichtiger Partner für eine stabile und nachhaltige Produktion unserer Putztücher in Deutschland", erklärt Bernhard Niklewitz, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Mewa-Gruppe.
Die Unternehmerfamilie Siemen, repräsentiert durch Michael, Jan und Nils Siemen, wird das Unternehmen künftig eng begleiten und damit einen reibungslosen Übergang sicherstellen. Michael Siemen, geschäftsführender Gesellschafter, freut sich, mit Mewa an einen langfristig orientierten Nachfolger übergeben zu können. Die Aufnahme in die Mewa-Gruppe stelle eine Win-Win-Situation für beide Unternehmen dar und sichere die Zukunft der Arbeitsplätze der Firma Siemen.
Mewa bietet Betriebstextilien im Rundum-Service in Europa und ist nach eigenen Angaben in Deutschland Marktführer. Der Umsatz lag 2023 bei 896 Millionen Euro. /HH
