Die Anbieter von Facility Services in Deutschland konnten trotz Rezession im vierten Quartal 2024 ein Wachstum von durchschnittlich 8,3 Prozent verzeichnen. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste Konjunkturindex des Marktforschungsunternehmens Lünendonk.

Für die vierte Quartalsanalyse des vergangenen Geschäftsjahres hat Lünendonk im Zeitraum vom 27. Januar bis 7. Februar 2025 insgesamt 37 Facility-Service-Unternehmen online befragt. Demnach spürten 59 Prozent der Dienstleister im vierten Quartal 2024 keine Auswirkungen der aktuellen Rezession auf die Nachfrage nach Dienstleistungen. Ein Fünftel der Unternehmen verzeichnete sogar eine steigende Nachfrage, lediglich 17 Prozent berichten über einen Rückgang aus konjunkturbedingten Gründen. Allerdings spüren acht von zehn Dienstleistern, dass sich die derzeitige Wirtschaftskrise auf die Geschäftstätigkeit auswirkt: Auftraggeber würden Sonderprojekte häufiger verschieben und Aufträge preissensibler vergeben. Neben dem steigenden Kostendruck sehen 15 Prozent der Dienstleister aber auch Chancen in der Krise, um Prozesse und Leistungen zu optimieren.
Die Erwartungen für 2025
Im ersten Quartal 2025 erwarten die Facility-Service-Anbieter ein Umsatzwachstum von 6,1 Prozent und eine Personalentwicklung von plus 5,2 Prozent. Für das gesamte Geschäftsjahr 2025 prognostizieren die Dienstleister ein Umsatzplus von 7,2 Prozent. Das wichtigste Thema für das aktuelle Geschäftsjahr ist für 46 Prozent der Dienstleister die Digitalisierung und Optimierung von Prozessen und Leistungen. 23 Prozent der Unternehmen planen KI-Tools in ihren Betrieb zu integrieren. Damit nimmt die Bedeutung technologischer Innovationen im Markt weiter zu.
"Der Markt für Facility Services ist im Vergleich zu anderen Branchen weniger krisenanfällig", kommentiert Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder die vorliegenden Ergebnisse des Konjunkturindex und ergänzt: "Dies zeigt sich erneut im anhaltenden Marktwachstum trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Damit unterstreichen die Unternehmen der Branche einmal mehr ihre Rolle als wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft."
Auf der Webseite von Lünendonk finden sich weitere Informationen und eine interaktive grafische Aufbereitung der Ergebnisse des Konjunkturindex. /GH