Dritte Tarifrunde im Gebäudereiniger-Handwerk ohne Einigung vertagt

Auch in der dritten Tarifrunde zwischen der Gewerkschaft IG BAU und dem Bundes­innungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) auf Arbeitgeberseite hat es keine Einigung gegeben.

Auch die dritte Verhandlungsrunde zwischen IG BAU und BIV ist ohne Einigung vertagt worden. - © BIV

Im Rahmen der rund sechsstündigen Gespräche in Frankfurt am Main hat der BIV der Gewerkschaft einen Lohnkompromiss unterbreitet: Er sieht für die zentrale Lohngruppe 1 (aktuell: 13,50 Euro) einen 24-monatigen Tarifvertrag vor. Die Arbeitgeberseite bietet für 2025 eine Lohnerhöhung von 3,7 Prozent auf 14 Euro und für 2026 eine nochmalige Erhöhung um 2,5 Prozent auf 14,35 Euro an. Übertragen auf die Lohngruppe der Glasreiniger wären dies 17,32 Euro für das Jahr 2025 und 17,75 Euro für das Jahr 2026.

"Wir haben der IG BAU einen Tarifkompromiss unterbreitet, der zum einen sachorientiert und entgegenkommend ist, und auf der anderen Seite die äußerst schwierige wirtschaftliche Realität abbildet", sagt Christian Kloevekorn, Vorsitzender der BIV-Tarifkommission. Die IG BAU bezeichnet das Angebot hingegen als "realitätsfern und respektlos". Die Gewerkschaft fordert für alle Lohngruppen drei Euro mehr pro Stunde, in Lohngruppe 1 sind das 16,50 Euro, und ein 13. Monatseinkommen für Gewerkschaftsmitglieder.

"Nach der abstrusen Maßlos-Forderung von mehr als 30 Prozent pro Jahr und nach Terminabsagen der IG BAU für Juli, August und September hofft die Arbeitgeberseite im Sinne der Unternehmen, der Beschäftigten und der Auftraggeber endlich auf zielorientierte Verhandlungen", sagt Christian Kloevekorn. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 14. November geplant./HH