Grundreinigung einer Lagerhalle: "Ein Unterschied wie Tag und Nacht"

Regelmäßig ein- und ausfahrende Lastwagen hatten im Laufe der Zeit ihre ­Spuren ­hinterlassen in der heutigen Lagerhalle eines Großhandels. Vor allem Decke und ­Wände ­waren mit Rußablagerungen infolge der Abgase überzogen. Im Rahmen einer Grund­reinigung der gesamten Halle rückte der Dienstleister den Verschmutzungen ­mit ­Melaminpads und einem Werkstattreiniger zu Leibe – mit deutlichem Ergebnis.

Der Ruß muss weg: Decke und Wände der Lagerhalle sind ebenso mit Verschmutzungen bedeckt wie Lampen, Kabelschächte und Rohre. - © rationell reinigen

Ausgedehnte Rußverschmutzungen nicht nur an ­Decke und Wänden, sondern auch an Rohren, Regalen, Kabelschächten oder Lampen: Wiederkeh­rende Versuche, das Problem in der früheren Lkw-­Halle ­beziehungsweise Verladezone mit Bordmitteln in Eigen­regie zu lösen, hatten in der Vergangenheit nur mäßigen Erfolg ­gebracht. Das Großhandels­­­unternehmen Früchte Jork im baden-württem­bergischen Isny hatte deshalb nun seinen Dienstleister für die Unterhaltsreinigung der Verwaltung, die Firma RVG Dienstleistungen (Weitnau), mit der Grund­reinigung der Halle, in der mittlerweile Obst, Ge­müse und andere Waren für die Abholung in der Nacht bereitgestellt werden, beauftragt. Inhaber Ralf von Gehlen und sein Geschäftspartner Kemal Miro von der Miro Gebäude­reinigung in Kempten setzten dabei auf ­Melaminpads von Haid-tec (Rotten­acker) in Kombi­nation mit dem Werkstattreiniger des Unternehmens.

Reinigung im laufenden Betrieb

Gereinigt werden musste im laufenden Betrieb – und damit in einem Zeitfenster von morgens um vier bis mittags um zwölf. An fünf Tagen hieß es dann bei ­Arbeitsende: Tore schließen und die Kühlung wieder auf sechs Grad herunterregeln, damit die knapp 300 Quadratmeter große Halle wenig später wie gewohnt mit Waren zum Abtransport in der Nacht befüllt werden konnte. Die Firma Jork beliefert vor allem die ­Gastronomie mit Lebensmitteln und weiteren Produkten wie Reinigungschemie – im Sommer pro Woche rund 120.000 sogenannte Kommissioniereinheiten.

Manuell und maschinell

Bei maximal zehn erlaubten Grad ist die Arbeits­temperatur eher frisch für Kemal Miro und seine Kollegen. Um die Decke der Lagerhalle zu erreichen, ist das Team bereits mit einer Scherenarbeits­bühne sieben Meter nach oben gefahren. Dort wird der Werkstatt­reiniger – er entfernt Verschmutzungen wie Öl, Fett, Wachs und Gummiabrieb – in einer Konzentration von 1:1 abschnittsweise mit einem Sprühgerät aufgetragen. Nach einer Einwirkzeit von drei Minuten greifen die Reinigungskräfte zu Melaminpads (Melamin­Plus), befestigt an einem Handpadhalter, um die angelösten Rußablagerungen Strich für Strich zu entfernen. Anschließend wird mit einem Mikro­fasertuch nachgewischt. "Die Pads bestehen aus Mela­minharzschaum und ausgewählten Zuschlagstoffen, die mithilfe spezieller Kleber so veredelt und verpresst sind, dass eine extrem hohe Reißfestigkeit und Standzeit erreicht wird", sagt Haid-tec-Geschäftsführer Thomas Haid-Thoma. Auch bei der abschnittsweisen Reinigung der rußverschmutzten Wand­flächen leisten die Melamin­PlusPads gute Dienste – in Kombination mit einer Exzentermaschine und einem Winkelschleifer.

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    Um die Verschmutzungen an der Decke anzulösen, sprüht Kemal Miro zunächst einen Werkstattreiniger auf.
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    Mit abrasiven Melaminpads von Haid-tec (MelaminPlus) an einem Handpadhalter lässt sich die Decke nach kurzer Einwirkzeit von den Verschmutzungen befreien.
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    Zum Abschluss wird mit einem Mikrofasertuch nachgewischt.
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    Jeder Zentimeter in der Lagerhalle muss gereinigt werden.
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    Auch die Wände sind mit Ruß überzogen.
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    Abschnittsweise werden die Wände mit den Melamin­PlusPads gereinigt – hier mithilfe eines Winkelschleifers.
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    Um den Zementestrichboden zu reinigen, tauscht Kemal Miro die Bürste der Einscheibenmaschine gegen ein ­Melaminpad (PinkPowerSaver).
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    Am Boden sind vor allem Obst- und Gemüsereste, Reifenabrieb von Flurförderfahrzeugen, ölhaltige Verschmutzungen und anderer von draußen hereingetragener Dreck zu beseitigen.
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    Freuen sich über das gute Ergebnis (v.li.): Ingo Maier vom Auftraggeber Früchte Jork , die Dienstleister Kemal Miro und Ralf von Gehlen sowie Haid-tec-­Geschäftsführer Thomas Haid-Thoma.
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    Der Ruß muss weg: Decke und Wände der Lagerhalle sind ebenso mit Verschmutzungen bedeckt wie Lampen, Kabelschächte und Rohre.

Von der Decke bis zum Boden

Heruntergefallenes Obst und Gemüse, Reifenabrieb von Flurförderfahrzeugen, ölhaltige Verschmutzungen und anderer von draußen hereingetragener Dreck: Um den Zementestrichboden der Lagerhalle zu reinigen, setzen Kemal Miro und sein Team auf eine Einscheibenmaschine, bestückt mit dem Melaminpad PinkPowerSaver von Haid-tec.

Zunächst heißt es: Reinigungsflotte mit dem Mopp vorlegen, dann wird der Boden maschinell bearbeitet, bevor die Schmutzflotte abgesaugt und die Fläche in einem letzten Schritt mit viel Frischwasser erneut abgefahren wird. Das PinkPowerSaver-Pad unter der Reinigungsma­schine besteht zu 60 Prozent aus Melaminharzschaum und zu 40 Prozent aus ­Polyester-Scheuervlies. Der Me­laminharzschaum holt den Schmutz aus dem Boden, ohne den Untergrund zu verkratzen. Das Polyestervlies verbessert den Wasserdurchfluss und sorgt dafür, dass Grobschmutz besser abgetragen wird.

Aufgrund der Materialmischung erzeugt das Pad nach Unternehmensangaben weniger Reibung am Boden, wodurch der Motor der Reinigungs­maschine weniger beansprucht wird. "Durch Einsatz der PinkPower­Saver-Pads kann sich der Batterieverbrauch bei Scheuer­saugmaschinen bis um circa 20 Prozent im Vergleich zur Verwendung herkömmlicher Mela­minpads reduzieren. Dadurch erzielt man eine deutlich höhere ­Flächenleistung im Objekt", sagt Thomas Haid-Thoma. Die Pads seien zudem deutlich stabiler und langlebiger als Varianten aus reinem Melaminharzschaum.

Fünf Tage dauert es, dann sieht alles aus wie frisch gewaschen. Zum ersten Mal wurde die Halle professio­nell gereinigt, von der Decke bis zum Boden, ebenso wie vier weitere Hallen des Großhandelsunternehmens. "Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht – ein Ergebnis, das um Welten besser ist als vorher", sagt Ingo Maier vom Auftraggeber Früchte Jork.

Heike Holland | heike.holland@holzmann-medien.de