Die Dr. Sasse Gruppe, München, stellte ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2023 Jahr vor. In einem schwierigen Umfeld konnte der Multidienstleister wachsen. Der Vorstand ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Die Dr. Sasse Gruppe ist auch 2023 gewachsen. Gegenüber dem Vorjahr stieg der konsolidierte Umsatz (ohne Beteiligungsunternehmen) um zehn Prozent auf rund 310 Millionen Euro, davon 75 Millionen Euro im Ausland. Inflationsbereinigt entspricht dies einem Plus von vier Prozent. Man habe ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt, betonten die Vorständinnen des Familienunternehmens bei der Jahrespressekonferenz in München. "Ein moderates, organisches Wachstum dürfen wir unter den gegebenen Umständen am Markt als guten Erfolg verbuchen", sagte Dr. Laura Sasse, verantwortlich für Finanzen und Digitales.
Starkes Wachstum konnte der Multidienstleister insbesondere dort verzeichnen, wo technisches Know-how und Spezialwissen eine tragende Rolle spielen. Hier zahlen sich laut Clara Sasse, Vorständin für Sales und Marketing, die eigene Expertise und Leistungsfähigkeit bei Reinraumservices aus. "Mit der wachsenden Bedeutung der IT-Produktion in und für Europa wächst dieser Markt für uns deutlich." Als Zugpferd hat sich auch integriertes FM erwiesen, in diesem Bereich ist das Auftragsvolumen zweistellig gewachsen.
"In finanziell angespannten Zeiten gelten die ersten Budgetkürzungen meistens den Commodities", so Laura Sasse. "Wenn wir hier valide Beiträge zu Produktivität und Effizienzsteigerung liefern, rücken wir aus der Position des Kostenfaktors in die des Wertschöpfungspartners." Positiv gestalte sich vor diesem Hintergrund der Start von SasTech. Dieses Programm unterstützt Auftraggeber der Dr. Sasse Gruppe dabei, die Klima- und Energieziele ihrer Immobilien zu erreichen. Gleichzeitig liefert der FM-Dienstleister aus seiner Arbeit heraus notwendige Daten für die ESG-Berichte der Auftraggeber.
"Die Nachfrage unserer Kunden ist enorm“, bestätigt Katja Böhmer, im Vorstand verantwortlich für Operations und Engineering. Die Ursachen dafür sieht sie im hohen Aufwand, den jedes Unternehmen betreiben muss, um den einschlägigen Regeln und Vorschriften gerecht zu werden. "Da liegt es nahe, aus Effizienzgründen den FM-Dienstleister einzubinden, bei dem der Mammutanteil relevanter Daten vorhanden ist – Analyse inklusive.“ Laura Sasse ist überzeugt, dass Beiträge und Leistungen zu ESG schon in naher Zukunft zu den kritischen Faktoren gehören werden, die über erfolgreiche Kundenbeziehungen entscheiden.
Darüber hinaus wirken sich Digitalisierung und Nachhaltigkeitsaspekte vorteilhaft im Wettbewerb um neue Mitarbeitende aus, merkte Personalvorständin Dr. Christine Sasse an. "Dienstleistungen, die zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz beitragen, genießen Ansehen und versprechen Zukunftsperspektive“, stellte sie fest. "Gerade junge Akademiker fühlen sich von dieser neuen Idee des FM angesprochen. Und uns bringen jene Menschen am meisten voran, die vernetzt und prozessorientiert denken und arbeiten können.“
Mit Blick auf den Arbeitsmarkt macht sich Christine Sasse dafür stark, noch mehr als bisher Fachkräften aus anderen Ländern den Zugang zu öffnen. "Die Frage ist schon beantwortet: Zum Erhalt und zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft ist mehr Zuwanderung nötig. Wir selbst arbeiten schon mit Agenturen zusammen, um Kräfte im Ausland anzuwerben. Aber diese wichtige Aufgabe darf nicht einzelnen Initiativen überlassen bleiben.“ /mjt