Die Dussmann Group – gegründet im Jahr 1963 – hat im Geschäftsjahr 2023 erstmals einen Umsatz von über drei Milliarden Euro erzielt. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von neun Prozent.

Anlässlich der Jahrespressekonferenz in Berlin fasste Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstandsvorsitzender der Dussmann Group, das Geschäftsjahr 2023 mit den Worten zusammen: "Wir haben in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld ein solides Ergebnis erzielt. Im Geschäft mit Facility Management und Food Services haben wir den Umsatz über alle Regionen hinweg gesteigert und unsere technische Ausrichtung, auch durch gezielte Akquisitionen und Beteiligungen, weiter verstärkt." Der Rekordumsatz sei im Wesentlichen das Ergebnis organischen Wachstums, das im Jahr 2023 vor allem von einem stark wachsenden FM-Geschäft in Deutschland, Italien und Luxemburg getrieben war. Die EBITDA-Marge lag mit 4,4 Prozent unter dem sehr hohen Niveau des Vorjahres (6,1 Prozent).
Die Zahl der weltweit tätigen Mitarbeitenden der Dussmann Group stieg zum Jahresende 2023 von 66.000 auf 68.200 in 21 Ländern. In den Joint-Venture-Unternehmen mit Dussmann-Beteiligung arbeiteten weitere 850 Menschen.
Umsatzentwicklung der Geschäftsbereiche
Der Geschäftsbereich Dussmann, der integriertes Facility Management, Food Services und Technical Solutions vereint, steigerte seinen Umsatz um 10,5 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, was einem Umsatzanteil von 81,9 Prozent am Gesamtumsatz entspricht. Der Geschäftsbereich Care & Kids, mit Seniorenbetreuung und -pflege (Kursana) sowie Ganztagesbetreuung von Kindern (Dussmann KulturKindergarten und Kinder, Kinder), steigerte trotz herausforderndem Marktumfeld und regulatorisch schwieriger Rahmenbedingungen seinen Umsatz auf 505 Millionen Euro und liegt damit leicht über dem Vorjahresniveau (496 Millionen Euro). Der Bereich trug im Jahr 2023 somit 16,7 Prozent zum Umsatz des Gesamtkonzerns bei. Dussmann das KulturKaufhaus gelang 2023 mit einer Umsatzsteigerung von 13,2 Prozent auf 43 Millionen Euro ebenfalls ein Umsatzrekord. Das Wachstum stammt aus dem Online-Shop, dem B2B-Geschäft und dem Umsatz im stationären Handel.
Weichen für die Zukunft werden gestellt
Seit 2018 setzt das Unternehmen seine "Next Level"-Strategie um und hat in dieser Zeit den Umsatz von rund zwei Milliarden Euro (2018) auf über drei Milliarden Euro im vergangenen Jahr gesteigert. Ein zentrales Ziel von "Next Level" sei es gewesen, den technischen Fußabdruck auszubauen – auch durch Akquisitionen. Dazu zählen neben der Großakquisition der STS-Gruppe im Jahr 2019 und damit verbunden dem Aufbau einer Einheit für den technischen Anlagenbau (Dussmann Technical Solutions) auch jüngst die Übernahme der Geschäftsaktivitäten der Speidel GmbH, einem Anbieter von Elektro- und Kommunikationstechnik, sowie der Automatic Klein GmbH, Anbieter von industrieller Prozessautomatisierung. Außerdem beteiligte sich die Dussmann Group an Neogramm, einem Spezialisten für industrielle Digitalisierung. Der Umsatzanteil mit technischen Dienstleistungen liege inzwischen bei über 20 Prozent des Konzernumsatzes.
Aktuell stellt die Dussmann Group unter dem Slogan "Road to 2030" die Weichen für die kommenden fünf Jahre. Beispielhafter Ansatzpunkt der neuen Konzernstrategie sei die Ausrichtung des Dienstleistungsunternehmens auf weitere, häufig überregionale Aufträge im Integrierten Facility Management (IFM). Weiter sieht Dussmann als Dienstleister große Chancen darin, die mit den zunehmenden ESG-Berichtspflichten verbundene Regelfülle im Bereich Facility Management für seine Kunden zu bearbeiten und ihnen Komplexität abzunehmen.
Für das laufende Geschäftsjahr ist die Dussmann Group verhalten optimistisch. "Unsere Finanzkraft und die Risikoverteilung auf mehrere Geschäftsbereiche und Regionen sind angesichts der großen Herausforderungen für die Weltwirtschaft von Vorteil. Gleichwohl sind wir nicht von der allgemeinen Konjunktur abgekoppelt", blickt Adlhoch auf die kommenden Monate. /GH