Pflege und Wartung von Batterien: Ausfälle und Kosten ­minimieren

Damit Batterien von Reinigungsmaschinen einwandfrei funktionieren, ist die richtige Pflege und Wartung außerordentlich wichtig. Dadurch werden Fehlfunktionen verhindert und die Langlebigkeit der Batterie verlängert. Worauf es im Detail zu achten gilt.

Beispiel für eine Lithium-Ionen-Batterie einer großen handgeführten ­Scheuersaugmaschine. - © Remaconcept

Fahrzeug-Antriebsbatterien sollten in regelmäßigen Abständen gepflegt und gewartet werden. Um die Batterie vor Leistungsverlust und Schäden zu bewahren, sollten regelmäßige Zyklen eingehalten werden. Hierbei wird unterschieden, was täglich, wöchentlich, monatlich, halbjährlich, jährlich und alle vier bis fünf Jahre zu überprüfen ist.

Tägliche Pflege und Wartung:

  • Beim Laden der Batterie muss auf einen einwandfreien Abzug der Ladegase geachtet werden. Trogdeckel oder Abdeckungen von Batterieeinbauräumen sind zu öffnen oder abzunehmen.
  • Im Anschluss ist der Elektrolytstand zu kontrollieren. Ein Elektrolyt ist eine Mischung aus Schwefelsäure und destilliertem Wasser und kein grundlegender Bestandteil der Batterie. Moderne Batterien sind mit einem speziellen Sensor am Gehäuse ausgestattet, der einen zu niedrigen Elektrolytstand anzeigt. Dieser muss dann wieder aufgefüllt werden.
  • Kontrollieren Sie täglich die Steckverbindungen sowie Anschlusskabel auf Beschädigungen.

Wöchentliche Pflege und Wartung:

  • Bei längerem Stillstand, zum Beispiel über das Wochenende, sollte die Batterie zur automatischen Ausgleichsladung an das Ladegerät angeschlossen werden.
  • Da bei der Wiederaufladung von Batterien Wasser verbraucht wird, muss regelmäßig gereinigtes (entmineralisiertes) Wasser nachgefüllt werden, für dessen Reinheit hohe Anforderungen gelten.
  • Beim Befüllen der Batterie mit einem Fallwasserbehälter muss die Mindesthöhe des Behälters 3 m über der Batterieoberkante betragen. Darauf ist unbedingt zu achten!

Monatliche Pflege und Wartung:

  • Funktion des Ladegleichrichters überprüfen. Das sind intelligente Ladegeräte zur Erhöhung der Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit einer Batterie.
  • Nach erfolgter Ladung ist die Elektrolytdichte zu messen. Die Elektrolytkonzentration kann mit einer medizinischen 10-cm3-Spritze und einer genauen Digitalwaage gemessen werden.
  • Im Anschluss an die Ladung wird nun auch die Temperatur gemessen. Die einfachste Möglichkeit hierbei ist ein Temperatursensor, welcher am Minuspol der Batterie installiert wird.
  • Batterie säubern und auf Schäden prüfen. Zur Reinigung der Kontakte sind am besten Alkohol oder ein spezieller Alkoholreiniger geeignet.

Halbjährliche Pflege und Wartung:

  • Prüfung der ortsveränderlichen Ladegeräte nach DGUV 13. Das sind Geräte, die im laufenden Betrieb problemlos bewegt werden können, während sie weiterhin an den Versorgungsstromkreis angeschlossen sind. Sie besitzen einen Stecker, wiegen weniger als 23 kg und sind nicht fest an einem Platz verbaut. Unter dieser Prüfung versteht man die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel. Die Elektroprüfung nach DGUV umfasst elektrische Geräte, Maschinen und Anlagen.

Jährliche Pflege und Wartung:

  • Prüfung der Teile nach den vorgegebenen Normen und den Gebrauchsanweisungen der Hersteller.

Pflege und Wartung alle vier bis fünf Jahre:

  • Prüfung der ortsfesten Ladegeräte nach DGUV V3. Das sind fest installierte Betriebsmittel beziehungsweise solche, die über keine Transportvorrichtung verfügen und durch ihre Masse nicht leicht bewegt werden können.

Fazit: Wenn eine Batterie nie oder nicht richtig gewartet wird, kann sie säuern oder austrocknen und es kommt zu einer Säureablagerung innerhalb der Batterie. Dadurch entstehen eventuell hohe Kosten für die Reparatur oder es ist im schlimmsten Fall eine Neuanschaffung zu tätigen. Um Fehlfunktionen und hohe Kosten zu vermeiden, sollten Batterien auf alle Fälle regelmäßig gepflegt und gewartet werden.

Constance Schulz, Remaconcept | markus.targiel@holzmann-medien.de

Lebensdauer von Batterien: Weitere Tipps zur Pflege

Um die Lebensdauer der Batterie zu verlängern, sollte man Folgendes beachten:

  • Große Temperaturschwankungen vermeiden,
  • kurze Ladezyklen vermeiden (ausgenommen Lithium-Ionen-­Batterie),
  • Batterie nie vollständig entladen,
  • passende Markenladegeräte verwenden,
  • Nass-Batterien regelmäßig warten und laden.