Dussmann (Berlin) hat das Geschäftsjahr 2022 mit einem Rekordumsatz von 2,8 Milliarden Euro abgeschlossen – ein Plus von 20,2 Prozent.

Die EBITDA-Marge lag mit 6,1 % auf dem hohen Niveau des Vorjahres (6,4 %). "Wir sind profitabel gewachsen, haben Umsatz und Ergebnis gesteigert. Dabei handelt es sich praktisch ausschließlich um organisches Wachstum“, sagte Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstandsvorsitzender der Dussmann Group, bei der Jahrespressekonferenz in Berlin. Es habe sich erneut ausgezahlt, im Zuge der Next-Level-Strategie die technische Ausrichtung verstärkt zu haben. Mittlerweile mache das Technik-Geschäft 21 % des Konzernumsatzes aus.
Besonders Dussmann Technical Solutions sowie das Italien-Geschäft trieben das Wachstum im Geschäftsjahr 2022. Zu den Herausforderungen gehörten für Dussmann indes die Aus- und Nachwirkungen der Corona-Pandemie auf den Geschäftsbereich Care & Kids, Kostensteigerungen bei Energie und Lebensmitteln sowie höhere Lohnkosten durch Tariferhöhungen.
Der Geschäftsbereich Dussmann – er vereint integriertes Facility Management, Food Services und Technical Solutions - steigerte den Umsatz um 25,8 % auf 2,3 Mrd. Euro (2021: 1,8 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Umsatzanteil von 80,8 %.
Auf die Bereiche Facility Management und Food Services entfielen dabei 1,9 Mrd. Euro (2021: 1,6 Mrd. Euro), eine Umsatzsteigerung von 17,5 %. Besonders erfolgreich war Dussmann dabei in Italien, vor allem dank eines starken Neukundengeschäfts im Gesundheitswesen. Auch das deutsche Food-Services-Geschäft entwickelte sich gut – nach dem Ende der Corona-Beschränkungen steigen die Gästezahlen vor allem in den Betriebsrestaurants wieder an.
Auf den 2019 gegründeten Bereich Technical Solutions, in dem das Unternehmen seine Spezialisten für technischen Anlagenbau vereint, entfielen 393 Mio. Euro Umsatz (2021: 208 Mio. Euro). Der Wachstumssprung geht nach Unternehmensangaben maßgeblich auf den Abschluss einiger jahresübergreifender elektrotechnischer Großprojekte bei Kunden aus der Life-Science-Industrie und mit Rechenzentren zurück.
Der Geschäftsbereich Care & Kids - Seniorenbetreuung und -pflege (Kursana) sowie Ganztagesbetreuung von Kindern (KulturKindergarten und Kinder, Kinder) – blieb mit einem Umsatz von 496 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (2021: 496 Mio. Euro) und trug somit 17,8 % zum Gesamtumsatz bei.
Dem KulturKaufhaus gelang es nach Unternehmensangaben, mit einer Umsatzsteigerung von 26,7 % auf 38 Mio. Euro (2021: 30 Mio. Euro) das Niveau von vor der Corona-Pandemie wieder zu übertreffen. Der Erfolg des größten Medienkaufhauses in Deutschland sei vor allem einem starken Wachstum des Online-Shops sowie den wieder anwachsenden Touristenströmen nach Berlin zu verdanken.
1,15 Mrd. Euro erzielte Dussmann im vergangenen Jahr in Deutschland - ein Anteil am Gesamtumsatz von 41,4 % (2021: 45,4 %, 1,05 Mrd. Euro). Die Zahl der weltweit tätigen Mitarbeitenden von Dussmann stieg zum Jahresende 2022 von 64.600 auf 66.000 Beschäftigte in 21 Ländern. Das Unternehmen blickt in diesem Jahr auf 60-jähriges Bestehen zurück.
Aktuell entwickelt Dussmann die Next-Level-Strategie 2023-2028 weiter. "Wir wollen uns weiterhin fit machen für integrierte, häufig überregionale Facility-Management-Ausschreibungen, denn unsere Kunden möchten für sich Komplexität reduzieren. Auch unsere Kompetenz und das Angebot bei technischen Services und technischer Gebäudeausrüstung wollen wir ausbauen – durch Zukäufe mit Fokus auf die Regionen DACH und EMEA“, sagte Wolf-Dieter Adlhoch. /HH