2021: Miele erzielt 7,5 Prozent Umsatzplus

Miele (Gütersloh) hat im Geschäftsjahr 2021 weltweit 4,84 Milliarden Euro Umsatz erzielt - 7,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In Deutschland stieg der Umsatz um 5,1 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro.

Miele hat im vergangenen Jahr starkes Wachstum verzeichnet. - © Miele

Damit ist die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben deutlich stärker gewachsen als im langjährigen Mittel – in allen Regionen und Produktgruppen. Überproportional dazu beigetragen haben vor allem Osteuropa, China und die USA.

Das Geschäft wurde nach Unternehmensangaben von starken gegenläufigen Entwicklungen geprägt: einerseits die Sonderkonjunktur aufgrund von Corona, andererseits Störungen in den weltweiten Lieferketten, insbesondere bei Halbleitern. Dennoch wurden 2021 mehr Geräte produziert und verkauft als jemals zuvor in der Unternehmensgeschichte.

Die Business Unit Professional hat 6,2 Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr und mit ihren Produktbereichen Wäschereitechnik, professionelles Geschirrspülen sowie Medizin- und Labortechnik rund 14 Prozent zum Gesamtumsatz beigetragen.

Im Rahmen des Ende 2021 abgeschlossenen Wachstums- und Effizienzprogramms Design2Excellence (D2E) hatte sich Miele grundlegend neu aufgestellt. Ziel war es, die Unternehmensgruppe wachstumsorientierter aufzustellen und zugleich 193 Millionen Euro an Kosten pro Jahr dauerhaft einzusparen. Im Zusammenhang mit D2E entfallen nach Unternehmensangaben etwa 800 Stellen. Gleichzeitig wurde in erheblichem Umfang Personal zusätzlich eingestellt, etwa um neue Geschäftsfelder zu erschließen, die Digitalkompetenz zu stärken oder zum Aufbau neuer Standorte.

Am Jahresende zählte die Miele-Gruppe weltweit 21.921 Beschäftigte, das sind 977 Mitarbeiter beziehungsweise 4,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch in Deutschland ist die Belegschaft gewachsen um 331 (plus 3,0 Prozent) auf 11.397 Beschäftigte.

Zugleich wurden im vergangenen Jahr die Anstrengungen in Richtung der Pariser Klimaziele weiter verstärkt. Unter anderem arbeitet Miele seit 2021 über alle Standorte hinweg bilanziell CO2-neutral, bezogen auf die eigenen Emissionen (Scope 1) und die der Energielieferanten (Scope 2).  

Die Perspektiven für den weiteren Verlauf des Jahres sind durch die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt. Dort ist Miele, wie auch in Russland, mit einer Vertriebsgesellschaft und 54 Mitarbeitern vertreten. Die Lieferung von Geräten nach Russland hat das Unternehmen bis auf Weiteres eingestellt. Ausgenommen bleiben Produkte für die medizinische Versorgung. Die Shops (Miele Experience Center) und der Webshop sind geschlossen, Investitionen in den Markt eingefroren. Die Arbeitsplätze der rund 230 Mitarbeiter in Russland wie auch deren Bezahlung bleiben für mindestens sechs Monate erhalten. / HH