
Das dritte OHMS-Forum von Ophardt Hygiene lockte zahlreiche Experten aus der Krankenhaushygiene und Mikrobiologie nach Issum. Das Forum fand unter dem Motto „Händehygiene-Feedback zur Steigerung der Compliance: Mehrwert eines elektronischen Monitoring-Systems“ statt.
Zum Hintergrund: Im Rahmen von Interventionsprogrammen zur Verbesserung der Händehygiene nimmt die permanente Rückmeldung der Compliance an das Krankenhauspersonal eine wichtige Rolle ein. Zur Erhebung entsprechender Daten sind elektronische Monitoring-Systeme ein nützliches Instrument. Ophardt bietet seit 2011 ein entsprechendes System an.
Zum Auftakt der Veranstaltung stellte Professor Dr. Andreas Voss, Facharzt für Klinische Mikrobiologie am Canisius-Wilhelma Krankenhaus und Professor für Infektionsprävention an der Radboud Universität Nimwegen, den gegenwärtigen Zustand der Händehygiene im klinischen Alltag dar und präsentierte Lösungsansätze zur Verbesserung der Compliance. In seinem Fazit verwies er unter anderem auf die Vorteile von visuellem Feedback zur Handhygiene.
Die permanente Verfügbarkeit von validen Daten zum Händehygieneverhalten ist von zentraler Bedeutung für eine zeitnahe Rückmeldung an das Krankenhauspersonal. Dieser Meinung ist Dr. Clemens Hoffmann, Oberarzt der interdisziplinären internistischen Intensivstation an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Im Rahmen seines Vortrages präsentierte er seine Erfahrungen mit dem Ophardt-Hygiene-Monitoring-System (OHMS) auf einer Intensivstation der Charité.
Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin und Vorsitzender der Hygienekommission am Franziskus Hospital Bielefeld, verdeutlichte den Nutzen des OHMS als zuverlässige Datenbasis zur Erfolgsmessung von Interventionsmaßnahmen.
Welchen Nutzen hat die Einführung eines Händehygiene-Feedback-Monitors auf einer Krankenhausstation? Diese Frage beantwortete Hans Eberhardt, Pflegerische Leitung der Infektiologie am Klinikum Heidenheim. Eine kontinuierliche und visuelle Rückmeldung der Compliance – mithilfe von OHMS – führt zu einer nachhaltigen Verbesserung der Händehygiene, so Hans Eberhardts Erkenntnisse aus einer Untersuchung am Klinikum Heidenheim.
Zum Abschluss stellte Dr. Nina Stock, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Hygiene und Mikrobiologie an der Universität Würzburg, ihre geplante Studie mit dem OHMS in einem Operationsbereich der Universitätsklinik Würzburg vor. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob manuelle oder berührungsfreie Desinfektionsmittelspender häufiger vom Personal genutzt werden. Daraus sollen in Zukunft unter anderem Beschaffungsentscheidungen abgeleitet werden. Das OHMS erlaube eine exakte und zuverlässige Aussage zum Gegenstand der Studie.