Der Reinigungsgerätehersteller Kärcher hat in Obersontheim ein neues Logistikzentrum eingeweiht. Mit 31 Millionen Euro ist es die größte Sachinvestition der Firmengeschichte.
Außerdem wurden das Bürogebäude des Logistikzentrums und das benachbarte Werk für insgesamt neun Millionen Euro erweitert.
Mit dem neuen Logistikzentrum stehen nun fast 20.000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche und 23.000 zusätzliche Palettenstellplätze zur Verfügung, davon mehr als 15.000 im neuen Hochregallager. Im automatischen Kleinteilelager können dank der Erweiterung 85.000 Behälterplätze genutzt werden.
Auch das Lagerverwaltungssystem wurde komplett erneuert. So wurde die Lagerkapazität des Standorts deutlich erhöht, die Ausbringungsmenge von früher 750 Positionen in der Stunde mehr als verdoppelt. Von Obersontheim aus beliefert Kärcher alle Kontinente mit mehr als 60.000 verschiedenen Ersatz- und Zubehörteilen. In der Hochsaison werden täglich bis zu 14.000 Lieferscheinpositionen bearbeitet und bis zu 4.500 Pakete versendet.
Das Werk Obersontheim verfügt jetzt über 7.800 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche. Im Neubau ist die Fertigung von Kehrmaschinen und Kommunalfahrzeugen untergebracht; den dadurch frei gewordenen Platz im alten Werksteil nutzt Kärcher für die Erweiterung und Modernisierung der Teilefertigung, in der Gerätekomponenten auch für andere Produktionsstandorte hergestellt werden.
Das Verwaltungsgebäude des Logistikzentrums wurde um 1.750 Quadratmeter vergrößert und bietet Platz für 90 Mitarbeiter. Neben Büros stehen im neuen Gebäude auch Räume für Schulungen und für die Kärcher-Betriebssportgruppe zur Verfügung.
Bei Planung und Bau der Gebäude wurden zahlreiche Umweltaspekte berücksichtigt. So werden im Logistikzentrum zur Beheizung energieeffiziente Deckenstrahlplatten eingesetzt. Außerdem nutzt das Unternehmen als Alleinabnehmer die CO2 -neutrale Wärmeerzeugung aus einem Holzhackschnitzelheizwerk im Industriegebiet Obersontheim. Im Werk wird die bei Gerätetests entstehende Abwärme zur Gebäudebeheizung verwendet.
„Durch die Investitionen haben wir unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit deutlich ausgebaut: Die verbesserten logistischen Abläufe kommen unseren Kunden unmittelbar zugute, und durch die Erweiterung unseres Werks haben wir unsere Produktivität nochmals gesteigert. Damit gehört der Standort Obersontheim zu den modernsten und erfolgreichsten innerhalb des weltweiten Kärcher-Firmenverbunds“, sagt Hartmut Jenner, der Vorsitzende der Geschäftsführung.