Moppbezüge vor Verkeimung bewahren Schutz durch Silberionen

Gewaschene Moppbezüge müssen vor Wiederverkeimung geschützt werden. Der bisher übliche Weg war, die Mopps nach der Wäsche im Trockner zu trocknen. Pfennig Reinigungstechnik stellt ein neues Verfahren vor, bei dem Silberionen zum Einsatz kommen.

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    Einsatz des Spezialmopp SilberKing im Vorpräparationsverfahren mit dem EasyMop-System.

Schutz durch Silberionen

-Die Aufbewahrung gewaschener Moppbezüge ist in Einrichtungen des Gesundheitswesens kein triviales Thema: Die RKI-Richtlinie fordert im Kapitel 4.1 nicht nur die thermische oder chemothermische Desinfektion von Wischbezügen, sondern explizit auch deren Schutz vor Wiederverkeimung. Die dort empfohlene Trocknung der Bezüge ist sicherlich ein geeignetes Mittel zur Verhinderung der Wiederverkeimung, jedoch sehen sich gerade Betreiber kleinerer Einrichtungen oftmals vor das Problem gestellt, zusätzlich zu den Waschmaschinen noch einen oder mehrere Trockner unterbringen zu müssen. Dafür ist in vielen Fällen weder die Infrastruktur vorhanden, noch sind die räumlichen Gegebenheiten entsprechend.

Auch die Betriebskosten sowie die Durchlaufzeiten der Wäschetrockner sind in die Überlegung mit einzubeziehen. Eine interessante Alternative wäre es also, das Keimwachstum in nassen bzw. feuchten Moppbezügen verhindern zu können. Es gab bereits mehrere Versuche, diesen Effekt durch das Imprägnieren mit keimhemmenden Chemikalien zu erreichen, jedoch konnte das Problem der Langzeitwirkung nie zufrieden stellend gelöst werden. Ein neuer Ansatz kommt jetzt von Pfennig Reinigungstechnik (PPS) aus Durach: Schutz vor Wiederverkeimung durch den Einsatz von Silberionen.

Silber findet aufgrund seiner antimikrobiellen Eigenschaft schon seit vielen Jahren Anwendung im industriellen (z.B. Trinkwasserfilter) und medizinischen Bereich (z.B. Verbände, Produkte für die Heilung bei Verbrennungen sowie in vielen Medizinprodukten, die gegen Infektionen dienen). Neu hingegen ist der Einsatz in Reinigungstextilien.

Bei PPS beschäftigte man sich bereits seit über vier Jahren mit dieser Thematik, da jedoch auf diesem Gebiet keine Erfahrungswerte vorlagen, war eine umfangreiche Begutachtung notwendig. Zunächst wurden mehrere Laborgutachten in Auftrag gegeben, die alle hervorragende Ergebnisse lieferten. Da ein Laborgutachten jedoch nur eingeschränkt aussagekräftig ist, sollten die Einflüsse der täglichen Praxis vor einer Markteinführung des Produktes ausführlich untersucht werden.

Ermutigt von den Laborergebnissen, wurde gemeinsam mit einem Dienstleister ein Krankenhaus als Testobjekt ausgewählt. Dort wurde vor einem Jahr bei Übernahme des Reinigungsauftrages in Absprache mit der hauseigenen Hygiene der Großtest begonnen. Die SilberKing-Moppbezüge werden nach der desinfizierenden Wäsche schleuderfeucht in den Clino-Systemboxen aufbewahrt. Der Keimstatus wurde laufend von einem renommierten Hygieneinstitut und natürlich von der hauseigenen Hygiene überprüft. Dabei konnte nicht nur die keimhemmende Wirkung der Silberionen bestätigt werden, sondern auch folgende Aussagen wurden getroffen:

  • Wasch- und Reinigungschemie beeinflussen den Effekt nicht.
  • Auch eine Vielzahl von Wäschen führt zu keinem Abbau der keimhemmenden Wirkung.
  • Die mechanische Beanspruchung führt ebenfalls nicht zu
    Wirkverlusten.

Da hiermit die Praxistauglichkeit erwiesen war, wurde vom Großtest mittlerweile in den regulären Betrieb übergegangen und auf den Einsatz eines Trockners kann tatsächlich verzichtet werden. Gerade für Einrichtungen, bei denen die Installation eines bislang noch nicht vorhandenen Trockners umfangreiche Bauarbeiten nach sich ziehen würde, schafft diese Neuentwicklung eine interessante Alternative. Auch in Objekten, in denen regulär getrocknet wird, stellt sich die Frage, ob durch den Einsatz der SilberKing-Moppbezüge der Materialdurchlauf nicht optimiert werden kann, ohne dabei auf hygienische Sicherheit zu verzichten.

Quelle: Pfennig Reinigungstechnik