Effektive Reinigung von textilen Bodenbelägen Was der Sauger können muss

Regelmäßiges Reinigen ist Pflicht bei textilen Bodenbelägen. Das Ergebnis hängt nicht zuletzt von der Qualität des Staubsaugers ab. Doch welche Merkmale sind dafür entscheidend? Was ein gutes Profigerät bieten sollte, hat rationell reinigen für Sie zusammengestellt.

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    Staubsauger - unser Bild zeigt einen Bürstsauger - sollten flach genug sein, um unter Möbel zu gelangen.
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    Ein Bodensauger muss kippstabil sein, sich mühelos ziehen lassen und leicht auch über Schwellen rollen.
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    Rucksacksauger können eine Alternative sein, wenn die Reinigungskraft auf engem Raum arbeiten muss.

Was der Sauger können muss

- Neben klassischen Bodenstaubsaugern wie Kesselsaugern werden vor allem Bürstsauger für die Unterhaltsreinigung textiler Bodenbeläge verwendet. Zusätzlich zum Saugstrom ist bei diesen Geräten eine rotierende Bürstwalze im Einsatz. Sie holt stärker haftende Partikel, Fäden und Haare aus den Tiefen des Flors. Die Verschmutzungen werden aufgesaugt und in den Staubbeutel transportiert. Für besondere Fälle - zum Beispiel die Treppenreinigung - gibt es darüber hinaus Sauger, die wie ein Rucksack am Körper getragen werden. Das bringt dem Anwender mehr Bewegungsfreiheit und reduziert den Reinigungsaufwand in stark überstellten oder engen Bereichen. Hybridtechnologie ermöglicht einen noch flexibleren Einsatz. Bei der Auswahl des geeigneten Geräts spielt neben der Fläche und Struktur des Bodenbelags vor allem die Saugleistung eine entscheidende Rolle.

Hohe Wattzahl garantiert keine hohe Saugleistung

Kraftpaket oder lahme Ente? Um das zu beurteilen, reicht der Blick auf die Motorleistung des Staubsaugers nicht aus. Denn eine hohe Wattzahl bedeutet noch keine hohe Saugleistung. Auch der Unterdruck und die Luftfördermenge sind entscheidende Größen. Anhaltswerte für Profigeräte liegen beim Unterdruck zwischen 210/21 und 250/25 Millibar/Kilopascal (mbar/kPa). Bei der Luftmenge sind es 50 bis 70 Liter/Sekunde (l/s).

Mehrstufiges Filtersystem

Ob Bürst- oder Bodensauger: Ein gutes Gerät hat ein mehrstufiges Filtersystem, bestehend aus Staubbeutel, Motorschutzfilter und Abluftfilter. Die Filter sollten leicht zugänglich und auswechselbar sein. Praktisch ist eine Kontrollanzeige, die meldet, dass der Staubbeutel ausgetauscht werden muss, wenn die Saug-leistung nachlässt. Der Motorschutzfilter sorgt dafür, dass der Luftstrom feinen Staub nicht dort-hin bläst, wo er Überhitzungsschäden verursachen kann. Um zu verhindern, dass Partikel in die Außenluft gelangen, werden Abluftfilter eingesetzt. Ihre Aufgabe besteht darin, Mikroorganismen zurückzuhalten. Das ist wichtig für Allergiker oder hygienisch sensible Bereiche. Hepa-Filter, auch Schwebstoff-Filter (S-Filter) genannt, stellen sich Partikeln in der Größe von Bakterien entgegen. Ulpa-Filter bilden eine Barriere für Partikel wie Viren, die kleiner sind als 0,3 Mikrometer (µm).

Für den optimalen Einsatz vor Ort sind einfache Handhabung und Komfort wichtig. Einige Ausstattungsmerkmale können die Arbeit enorm erleichtern. Für einen möglichst großen Aktionsradius muss zum Beispiel das Kabel des Saugers lang genug sein. So lassen sich auch größere Flächen ohne zeitaufwendiges Umstöpseln des Steckers bearbeiten. Zubehör sollte einfach und ohne Werkzeug zu montieren sein. Und aus Gründen der Ergonomie gehört ein auf verschiedene Arbeitshöhen einstellbares Teleskoprohr zur Pflicht. Das beugt Rückenbeschwerden vor.

Ein Qualitätsprodukt hat ein stabiles und stoßfestes Gehäuse, ist aber trotzdem kein Schwergewicht. Denn nur ein leichter Sauger lässt sich gut bewegen. Ein ordentliches Gerät kommt zudem ohne viel Getöse aus. Der Geräuschpegel liegt unter 70 dB(A). Reinigungskräfte und Kunden wissen es zu schätzen.

Auf das richtige Zubehör kommt es an

Bei aller Leichtigkeit sollte ein Bodensauger kippstabil sein und mühelos auch über Schwellen rollen. Der Saugschlauch ist mit einer sicheren und einfach zu öffnenden Verriegelung am Behälter befestigt. Lohnen kann sich ein Blick aufs Zubehör: Ist es ins Gerät integriert? Welche Spezialdüsen werden angeboten? Mit ihnen lassen sich viele Sonderaufgaben lösen.

Das Bürstgehäuse muss flach genug sein

Bei einem guten Bürstsauger reicht die Bürste bis an den Gehäuserand. Das Gehäuse selbst ist an einer Stelle flach genug, um unter Heizkörper und Möbel zu gelangen. Hilfreich ist eine Anzeige für Bürstenwechsel oder -reinigung. Bedienungsfehler lassen sich vermeiden, wenn die Bürstenhöhe elektronisch der Florhöhe angepasst wird. Sinnvoll ist ein abnehmbares Handsaugrohr, um Ecken aussaugen zu können. Wird es benutzt, sollte sich der Bürstenmotor abschalten oder die Bürste automatisch abheben, weil ihr Rotieren auf der Stelle den Flor schädigen kann.

Heike Holland | heike.holland@holzmannverlag.de